Vertragssituation Part 2 (Offensive)

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Vertragssituation

 

Nachdem wir uns bereits mit den auslaufenden Verträgen der Defensive beschäftigt haben, wollen wir uns nun um die Offensivspieler kümmern.
Doch beginnen werden wir mit einem, den es dann doch in der letzten Zeit mehr in die Defensive verschlagen hat.

Michael Görlitz:

2015 wechselte der 1,72m große gebürtige Nürnberger ablösefrei vom Millerntor auf die Alm und war mit bereits vier Jahren Zweitligaerfahrung, in denen er ganze 94 Einsätze bekam, eine vielversprechende Neuverpflichtung.
Und gleich zu Beginn der Saison schlug die Begeisterung hohe Wellen, als er nach einem starken Dribbling, mit einem sehenswerten Treffer aus der Distanz, den Siegtreffer gegen den Lokalrivalen aus Paderborn erzielte.
Doch weitere gute Leistungen seinerseits, ließen lange auf sich warten. So konnte er in der Saison noch zwei weitere Tore schießen, jedoch war sein Spiel meist geprägt von einem ungünstigen Stellungsspiel, Ballverlusten und großen Geschwindigkeitsdefiziten.
Letzteres führte unter anderem dazu, dass er immer häufiger in der Defensive eingesetzt wurde.
Allerdings machte sich hier seine fehlende Routine bemerkbar, angesichts seiner zahlreichen Vorstöße, mit denen er nicht den Ball erobern konnte, dafür aber Räume für die Gegenspieler schaffte.
Ein Spieler, der wettbewerbs- und saisonübergreifend 60 Einsätze erhielt hatte genug Chancen, um sein Können unter Beweis zu stellen.
Diese hat der Mann mit der Nummer 7 allerdings nicht genutzt, sondern stattdessen gezeigt, dass er sowohl offensiv, als auch defensiv erhebliche Defizite aufweist.

Fazit: Vertrag sollte nicht verlängert werden.

 

Manuel Junglas:

Schaut man sich die jüngste Vergangenheit des 28-jährigen an, sieht es eher düster aus. Nur einen Einsatz in den letzten acht Saisonspielen hat der Mittelfeldspieler zu verbuchen, das letzte Mal in der Startelf stand er am 01. April dieses Jahres.
„Ein Aprilscherz“ hätte man gedacht, wenn einem das jemand vor zwei Jahren erzählt hätte. Denn seine Zeit in Bielefeld hätte gar nicht besser starten können. In der Winterpause vom VfR Aalen gekommen, ging es für Junglas steil bergauf.
Während er in der Liga in allen 16 verbleibenden Spielen auflief – davon 15-mal von Beginn an – und neben einer Torvorlage auch zweimal selber traf, glänzte er außerdem im Pokal mit einem Doppelpack gegen Werder Bremen und einem weiteren Tor gegen Gladbach. Eine Saison, die er wahrscheinlich nicht so schnell vergessen wird.
Vielleicht hätte man ihm aber auch mal sagen sollen, dass man sich auf Erfolg nicht ausruhen sollte. Denn auch wenn seine Leistungen in der darauffolgenden Spielzeit durchaus solide waren, so konnte man trotzdem einen Abwärtstrend erkennen.
Dieser wurde in der vergangenen Saison durch schwache Auftritte und fehlenden Kampfgeist weiter bestätigt und mit Prietl hat man beispielsweise jemanden, der die nötige Mentalität mit sich bringt.
Mit einer Körpersprache, die an Lustlosigkeit grenzt, mit Saibene als neuem Trainer, der ihm in seinen neun Spielen als Trainer keine 90 Minuten Spielzeit gab und dazu noch erfolgreich ist und mit dem deutlichen Abwärtstrend, ist es schwer für Junglas, sich in Zukunft zu behaupten.
Um eine wichtige Rolle im Kader zu spielen, muss eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen sein.

Fazit: Kann man unter Umständen behalten.

 

Reinhold Yabo:

Im vergangenen Winter gekommen, hat Yabo einige Zeit gebraucht, um richtig ins Team zu finden. Anfangs noch etwas defensiver eingesetzt, wirkte der Spieler, der bereits in der Europa League spielen durfte, noch teils unbeholfen und konnte seine Fähigkeiten nicht optimal einsetzen, doch mit Jeff Saibene sollte sich alles verbessern.
Yabo war nun in der Lage, seine Fähigkeiten auszuspielen, setzte neue Akzente im Offensivspiel und überzeugte durch ständige Präsenz.
Wie torgefährlich er ist, zeigte er mit einem Tor gegen den VfB Stuttgart und einem sensationellen Hattrick bei der 6:0 Gala gegen die Eintracht aus Braunschweig.
Der Mann mit kongolesischen Wurzeln hat sich in 14 Zweitligapartien beim DSC sehr positiv entwickelt und hat gerade unter Saibene in der Offensive geglänzt.
Umso bitterer ist es demnach, dass Yabo nun wieder zurück nach Salzburg geht, haben wir ihn doch gerade erst richtig zu schätzen gelernt.

Fazit: Herber Verlust.

 

Leandro Putaro:

Genau wie Yabo ist auch der 1,87m große Putaro über ein Leihgeschäft zur Arminia gewechselt. Wie viele andere vor ihm, ist er als Ersatzstürmer gekommen, wohl in der Hoffnung, dem gesetzten Klos auf dessen Position Konkurrenz machen zu können.
Schnell wurde allerdings klar, dass der junge Italo-Deutsche nur dritte Wahl hinter Voglsammer war und so meistens auf den Außen eingesetzt wurde.
Man hätte denken können, die Langzeitverletzungen von Nöthe, sowie die kurzzeitigen Ausfälle von Hemlein und Görlitz spielen ihm in die Karten, jedoch gelang ihm in 16 Einsätzen nur eine einzige Torvorlage und diese in seinem einzigen Pokalspiel gegen den Viertligisten Rot-Weiss Essen.
Ein noch so junger Spieler wie Putaro, braucht definitiv mehr Spielpraxis und um sich richtig entfalten zu können, wird er diese auch auf seiner angestammten Position benötigen.
Hätte die Arminia mit Klos und Voglsammer nicht bereits zwei Spieler, die in der jüngeren Vergangenheit beide starke Leistungen abgerufen haben, könnte sich Putaro infolge einer Weiterbeschäftigung womöglich noch beim DSC etablieren.
Da man aber diese aber hat, kann man die Leihe auslaufen lassen, da sich für den Jungspund in Zukunft vermutlich nicht mehr Spielanteile ergeben werden.

Fazit: Kann man ziehen lassen.

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