Vertragssituation Part 1 (Defensive)

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Verträge

Vertragssituation

Am 30.06 eines jeden Jahres fällt traditionell der Hammer. Das ist natürlich dieses Jahr nicht anders und so haben Jeff Saibene und Samir Arabi noch genau 12 Tage Zeit, sich zu überlegen welchen auslaufenden Vertrag sie verlängern wollen.
Bei der Arminia sind bisher noch 7 Spieler ohne gültiges Arbeitspapier für die Saison 2017/2018 und könnten den Verein somit zum 01.07.2017 ablösefrei verlassen.
Doch welche Spieler stehen noch ohne gültigen Kontrakt da und welche Spieler wären schmerzhafte Abgänge?
Wir wollen im Zuge dieses Artikels auf die einzelnen Spieler eingehen und sie in 3 Kategorien einteilen.
– Herber Verlust
– Kann man unter Umständen behalten
– Vertrag sollte nicht verlängert werden.

Beschäftigen wir uns zunächst also mit der Defensive, in welcher 3 Verträge auslaufen.

Wolfgang Hesl:
Der Torwart, welcher 2015 aus Fürth zur Arminia gewechselt ist, hat der Arminia bereits den ein oder anderen Punkt gerettet und galt lange als einer der Topfänger in Liga 2. In der letzten Saison allerdings leistete sich der Schlussmann aus Nabburg ungewohnte Fehler und offenbarte immer wieder Probleme in der Strafraumbeherrschung.
Des Weiteren haben wir mit Rehnen einen U-Nationalspieler in der Hinterhand und auch ein Gaye, welcher bereits für die Nationalmannschaft Gambias nominiert worden ist, würde bereitstehen.
Hätte man Hesl dazu überreden können, zu stark korrigierten Konditionen zu verlängern, hätte man das im Zuge seines Standings in der Mannschaft machen sollen und ihn in einen Zweikampf mit Rehnen stellen können.
Allerdings wollte Wolfgang Hesl, mit 31 Jahren im besten Torhüter Alter, die klare Nummer 1 sein und unterschrieb bei den Würzburger Kickers.

Fazit: Hätte man unter Umständen behalten können.

Daniel Davari:
Daniel Davari konnte einem eigentlich nur leidtun, anderthalb Jahre saß er hinter eben jenen Wolfgang Hesl auf der Ersatzbank, bis er seine Chance erhielt.
Große Teile der Fans forderten Davari und fühlten sich am Anfang bestätigt, strahlte der Iraner im Gegensatz zu Hesl schließlich endlich wieder Ruhe aus und zeigte die ein oder andere ansehnliche Parade.
Dann kam die 51. Spielminute des Spiels Arminia vs. Stuttgart und mit ihr Alexandru Maxim.
Nach einem katastrophalen Fauxpas von Davari kassierte Arminia den Ausgleich nach einem Schuss aus ungefähr 50 Metern.
In Folge dessen schien Daniel Davari diesen Fehler Mental nicht mehr abstreifen zu können und leistete sich ein generell unsicheres Torwartspiel.
Der 1:1 Ausgleich gegen Greuther Fürth, in der Nachspielzeit, als er einen vermeintlich haltbaren Schuss nur nach vorne abklatschen konnte, kostete ihn dann den Platz in Tor und Kader.
Der Torhüter, welcher im Winter schon mit dem SC Paderborn verhandelt haben soll, besaß in Bielefeld keine Zukunft mehr, auch wenn man sich hier sicherlich darüber im Klaren war, was ein Daniel Davari zu leisten im Stande ist.
Sein Können wird er ab der nächsten Saison beim MSV Duisburg unter Beweis stellen.

Fazit: Vertrag wurde zurecht nicht verlängert.

Manuel Hornig:
Dass Manuel Hornig in der Saison 2017/2018 zum Kader von Arminia Bielefeld zählt, ist nahezu ausgeschlossen.
Der Routinier hat es in der letzten Saison bereits nur noch auf 9 Minuten Einsatz in der 2. Liga gebracht und hatte mit vielen kleineren Verletzungen zu kämpfen.
Offen ist hingegen noch seine Zukunft, die er aber ziemlich sicher in Bielefeld verbringen möchte, da seine Frau hier ein Lehramt ausübt.
Samir Arabi ließ bereits verlauten, dass man an einer Weiterbeschäftigung des seit 2011 in Bielefeld spielenden Hornigs interessiert sei.
Der Abwehrhüne, der während seiner Profilaufbahn ein Studium in Sport und Geographie auf Lehramt abgeschlossen hat, könnte in Zukunft eine Position im NLZ der Arminia übernehmen, womöglich als pädagogischer Leiter.
Manuel Hornig ist ebenfalls im Besitz einer DFB-Elite-Jugendlizenz und dürfte somit im Jugendbereich jegliche Mannschaft, bis hoch in die Bundesliga, als Trainer betreuen.
Ein komplettes Karriereende ist allerdings stand jetzt auch noch nicht beschlossen, so könnte der 109-fache Arminia-Spieler auch in einer unteren Liga weiterspielen und sein Referendariat an einer Bielefelder Schule ablegen.
Letztlich bleibt nur alles Gute für die Zukunft zu wünschen, man sieht sich auf jeden Fall 2-mal im Leben.
Danke Manuel!

Fazit:

Steffen Lang:
Als verheißungsvolles Talent kam Steffen Lang vor 2 Jahren aus Stuttgart nach Bielefeld, 2 Jahre und nur 6 Profieinsätze später ist der Glanz ein wenig verflogen.
Der Rechtsverteidiger, welcher mit dem VfB Stuttgart B-Jugend Meister wurde, hatte seine gesamte Zeit mit Rückschlägen und Verletzungen zu kämpfen und konnte Florian Dick eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich Konkurrenz machen.
Dementsprechend wäre alles andere als ein Abgang, des ehemaligen U-Nationalspielers Deutschlands, eine Überraschung.

Fazit: Vertrag sollte nicht verlängert werden

Sebastian Schuppan:
Bei Sebastian Schuppan könnte man die Passage über Wolfgang Hesl quasi kopieren und einfügen.
Der Linksverteidiger, der 2014 von Dresden nach Bielefeld gewechselt war, galt immer als feste Größe und Stütze der Mannschaft und war somit auch ein essenzieller Teil des Aufstiegs und der Pokalsensation.
In bisher 104 Spielen für die Blauen steuerte er immerhin starke 11 Tore und 11 Vorlagen bei und gilt als Standartspezialist und Kopfballungeheuer.
In der jüngst vergangenen Saison zählt er mit 4 Toren auch zu den Toptorschützen des DSC, allerdings bestritt er unter Jeff Saibene nur ein Spiel, keines über die volle Distanz.
Ab dem 27. Spieltag wechselte er lediglich zwischen Bank und Tribünenplatz.
So scheint es, dass Hartherz dem im Juli 31 Jahre alt werdenden Schuppan den Rang abgelaufen hat.
So kann man auch davon ausgehen, dass hinter einem Verbleib der Nummer 27 ein dickes Fragezeichen steht.
Aufgrund der über die Saison hinweg immer wieder schwankenden Leistungen und einer ungewohnt hohen Anzahl an Unkonzentriertheiten des Routiniers, scheint er der Arminia nicht mehr in dem zuvor gewohnten Maße helfen zu können.
Samir Arabi muss nun abwägen, ob man einen Schuppan als Back Up mit Erfahrung im Kader noch benötigt oder man sich lieber nach einer Alternative umschaut.
Zum Stammspieler reicht es bei ihm vermutlich nicht mehr, aber viele hatten Dick bereits in gleichem Maß abgeschrieben.

Fazit: Kann man unter Umständen behalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.