Transferüberschuss

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Samir Arabi

Die Arminia schließt die Transferphase 2017/2018 mit einer Schwarzen Zahl ab.

Insgesamt nahm die Arminia, durch Transfererlöse, 150.000€ ein.

Dem gegenüber stehen lediglich ablösefreie Zugänge, was ein „Plus“ von 150.000€ generiert.

Kaum zu glauben, aber diese Zahl stellt das höchste „Plus“ seit 7 Jahren dar.

In der damaligen Abstiegssaison 2010/2011 konnte die Arminia durch den Verkauf des Tafelsilbers in Persona von Christopher Katongo und Giovanni Federico insgesamt 1.000.000€ einnehmen.

Ausgegeben hat man damals lediglich eine Leihgebühr in Höhe von 100.000€ für den Bulgaren Galin Ivanov.

Einen Gewinn zu erzielen ist in der prekären Finanzsituation des DSCs eigentlich unumgänglich und trotzdem war es der erste Gewinn seit der Saison 2011/2012.

Damals hatte man einen Überschuss von 25.000€, welcher aus dem Transfer von Diego Demme nach Paderborn resultierte.

Betrachtet man die aktuelle Leistung des Nationalspielers, so erscheint diese geringe Ablösesumme doppelt bis dreifach schmerzhaft.

Ansonsten hielten sich Einnahme und Ausgabeseite der Arminia immer die Waage, mit Ausnahme der Saison 2015/2016, als Brian Behrendt für 350.000€ von Rapid Wien losgeeist wurde, eine unglaubliche Summe für Arminia Verhältnisse. (Quelle: Transfermarkt.de)

Diese Saison stellt natürlich auch das größte Defizit der letzten Jahre dar.

Während andere Vereine wie Bochum regelmäßig Gewinne im siebenstelligen Bereich erzielen, war dies in Bielefeld zuletzt im Jahre 2009 der Fall.

Die Transfers von Robert Tesche, Artur Wichniarek und Nico Herzig spülten 1,95 Millionen € in die Kassen, während „nur“ 690.000€ ausgegeben wurden.

Dieses „Plus“ war wohl aber auch nötig, betrachtet man das „Minus“ der Vorsaison, als beispielsweise alleine 2 Millionen € für die Realisierung des Transfers von Katongo nach Bröndby flossen.

Die Abstiegssaison 2008/2009 schloss die Arminia mit einem Saldo von -1,23 Millionen € ab.

Diese Summe stellt allerdings nicht den „Rekord“ dar, dieser basiert aus der Saison 1996/1997, als den Ausgaben von 2,36 Millionen € keine Einnahmen gegenüberstanden.

Im Ligavergleich steht die Arminia naturgemäß im unteren Drittel der „Tabelle“.

Betrachtet man die Ausgaben der letzten sieben Saisons, so steht der DSC im Vergleich zu allen, in diesem Zeitraum in der 2.Bundesliga spielenden Mannschaften, auf Platz 30 von 34.

Einzig Holstein Kiel, Alemannia Aachen, Hansa Rostock und Jahn Regensburg gaben weniger aus.

Bedenklich dabei aber auch die Einnahme Seite, lediglich 315.000€ konnte der DSC seit der Saison 2010/2011 an Ablöse generieren.

Hier sind lediglich Würzburg (70.000€) und Regensburg (210.000€) hinter der Arminia platziert.

Der 1.FC Kaiserslautern konnte im selben Zeitraum unglaubliche 36,04 Millionen € durch Transfers einnehmen, dies stellt zwar auch die höchste Einnahme Summe aller momentanen 2.Ligisten dar, doch macht auch eine Differenz von knapp 36 Millionen € zum DSC sichtbar.

Nichts desto trotz kann man in Bielefeld mit der diesjährigen Transferphase sicherlich zufrieden sein.

Man hat gutverdienende Profis abgegeben und für Ergänzungsspieler noch Einnahmen generieren können.

Dem gegenüber stehen Leihgeschäfte, sowie Ablösefreie Transfers, welche den letztjährigen Gehaltsspiegel nicht erreichen sollten.

Alleine aufgrund der Kaderverkleinerung sollte die Arminia die notwendigen Einsparungen durchaus erwirtschaftet haben.

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