Pulsschlag Arminia Top 11 der Publikumslieblinge [Torwart]

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Wie angekündigt starten heute unsere „Lieblingsspieler-Wochen“.
Hierfür suche wir die „Publikumslieblings-Top11“ der Arminia-Anhänger.
Natürlich sollen hier Leistungen für den Verein nicht gänzlich außen vor gelassen werden, doch im Vordergrund sollte eine gute Erinnerung an den Spieler, aus menschlicher Sicht, stehen.

 

Torhüter

Die erste Woche unserer Lieblingsspielerwochen sind vorbei und stand ganz im Fokus der Torhüter.

Insgesamt wurden Torhüter aus sechs Jahrzehnten, mit insgesamt 1425 Einsätzen zur Auswahl gestellt.

Die wenigsten Stimme erhielt Patrick Platins, seine 12 Stimmen reichten gegen Alexander Schwolow zu lediglich 9%.

Den knappsten Einzug feierte Uli Stein mit 70 Stimmen, welche für 63% gegen Torwartlegende Wolfgang Kneib reichten.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Wolfgang Hesl (27%) vs. Rowen Fernandez (73%)

Uli Stein (63%) vs. Wolfgang Kneib (37%)

Gerd Siese (15%) vs. Mathias Hain (85%)

Dennis Eilhoff (69%) vs. Georg Koch (31%)

Patrick Platins (9%) vs. Alexander Schwolow (91%) [Stand 26.05.18, 10:20 Uhr]

 

Die einzelnen Torhüter:

 

Rowen Fernandez (2007-2011, 19 Einsätze, 7 Mal Zu Null, 28 Gegentore)

Die Zeit von Rowen Fernandez war von vielen Verletzungen (2 Kreuzbandrisse) und dem Traum der WM im eigenen Land geprägt.

Relativ schnell konnte er Mathias Hain als Nummer 1 ersetzen, musste dann allerdings wegen eines Fingerbruchs passieren.

Nachdem er sich den Platz zwischen den Pfosten erneut erkämpft hatte, musste er zur Saison 2008/2009, erneut wegen einer Verletzung, für Dennis Eilhoff Platz machen.

Als klare Nummer 1 in die Saison gegangen, verletzte er sich gegen Durlach im Pokal an den Bändern und zog sich in Folge dessen einen Kreuzbandriss zu.

Knappe anderthalb Jahre musste er sich mit der Nummer zwei begnügen, bis er am 30.01.2010 gegen Augsburg die Chance erhielt, weil Eilhoff erkrankt war.

Nach nur 15 Minuten musste Fernandez verletzt den Platz verlassen, die Diagnose lautete erneut Kreuzbandriss.

Wenige Monate vor der WM schien seine Chance dahin, er kämpfte sich allerdings widererwarten in den erweiterten Kader der Bafana Bafana.

Aufgrund einer angeblichen Sex-Affäre verpasste er die Chance auf die WM allerdings, Fernandez soll sich Frauen aufs Hotelzimmer geladen haben, dies bestreitete der Torhüter allerdings.

Andere Medien berichteten von einem Rassismus-Fall gegen den Weißen Südafrikaner.

Unter Christian Ziege wurde er zur Saison 2010/2011 vom Verein sehr scharf behandelt und sogar zur Nummer 3 degradiert, ein öffentlicher Rosenkrieg folgte.

Rowen Fernandez wollte nicht aufstecken und absolvierte unter Ewald Lienen sogar noch ein Spiel.

Im Winter trennten sich die Wege von Fernandez und Bielefeld dann trotzdem, der Weg in die Heimat folgte.

Neben dem Rosenkrieg gab es weitere kleine Nickligkeiten zwischen dem DSC und Fernandez, einmal ging es um einen öffentlichen Vertragspoker im Jahre 2009, der andere Grund war die Nichtberücksichtigung für ein „versprochenes“ Spiel im Jahre 2010.

Rowen Fernandez wurde in der Saison 2009/2010, trotz lediglich zwei Einsätzen, zum Arminen der Saison gewählt und genoss unter den Fans immer höchste Anerkennung.

„The Spider“ dürfte einer der besten Ersatztorhüter in der Geschichte Arminias sein und revolutionierte die Spieleröffnung in Ostwestfalen nachhaltig.

 

Uli Stein (1976-1980 und 1995-1996, 205 Einsätze, 72 Mal Zu Null, 255 Gegentore)

1976, mit 21 Jahren, debütierte der gebürtige Hamburger Uli Stein für den Deutschen Sport Club in der 2.Liga Nord.
Gekommen war er vom 1.FC Wunstorf und avancierte schnell zum Stammspieler.

Auch bei den leider legendären Relegationsspielen gegen 1860 München im Jahre 1977 stand Stein im Tor, nachdem die Arminia das Hinspiel mit 4:0 gewann, verloren sie das Rückspiel in gleicher Höhe.

Im Entscheidungsspiel musste sich der DSC mit 0:2 geschlagen geben und den Traum der Bundesliga begraben.

Nach zwei Jahren in Liga zwei ging der Weg von Arminia und Uli Stein zur Saison 1978/79 dann doch in die Bundesliga, wo er mit starken Leistungen aufzufallen wusste.

Für den Nichtabstieg reichte es aber nicht, Uli Stein ging den bitteren Weg in die zweite Liga mit.

Zu Saisonbeginn musste er den Platz im Tor zwar an Friedel Schüller abgeben, ab dem 11.Spieltag war Stein aber wieder der gewohnte Rückhalt und weckte schnell Interessen aus der höchsten Spielklasse.

Am 13.05.1980 absolvierte Stein sein vorerst letztes Spiel für den DSC und ging den Weg in seine Heimatstadt Hamburg.

15 Jahre später die Sensation!

Der nun 41 Jahre alte Stein wechselte in die 2.Bundesliga und wollte den DSC beim Aufstieg helfen.

Dies gelang eindrucksvoll, sodass sowohl Stein, als auch Arminia erneut in Liga 1 auftauchten.

Der nun 42 Jahre alte Stein durfte nochmals 27 Spiele absolvieren, ehe ausgerechnet gegen den HSV sein letztes Spiel für den DSC anstand.

Die letzten sieben Spieltage durfte Zdenko Miletic bestreiten, Stein ist mit 42 Jahren und 5 Monaten der älteste eingesetzte Torwart der Arminia-, und Bundesligageschichte.

Bei der Arminia beendete Stein dann seine Profikarriere.

 

Sieger:

MATHIAS HAIN (2000-2008, 261 Spiele, 64 Mal Zu Null, 346 Gegentore)

Als Mathias Hain am 30.10.2000 von der Spielvereinigung Greuther Fürth nach Ostwestfalen wechselte, konnte wohl keiner ahnen, welch ein Ära beginnen sollte.

10 Tage nach dem legendären Ausraster von Goran Curko begann die Story von Matze Hain, mit einer 0:4 Niederlage im Pokal, ausgerechnet gegen Bochum.

Doch von hier an war klar, dieser Mann wird die neue Nummer 1.

Ob beim Aufstieg im Jahr 2002, oder beim Aufstieg 2004, zwischen den Pfosten stand Matze.

Gleichzeitig war sich der Torhüter auch nach dem Abstieg 2003 nicht zu schade, erneut in die 2.Liga zu gehen.

Dies würdigte der DSC dann ab 2004 auch mit dem Amt des Kapitäns, weil Matze ein Lautsprecher war, ein Mann der die Worte ausspricht, welche die Fans denken.

Und so dankten die Fans ihm nicht selten mit den Chören: „Matze für Deutschland“, diese Forderung wurde zwar nie erhört, in den Dunstkreis der besten Deutschen Torhüter konnte er sich aber ab und an schon spielen.

Globale Bekanntheit erfuhr Hain durch einen Lapsus gegen K’Lautern, in persona Sanogo, diesen servierte er den Ball einschussbereit, nur um eine Ecke zu verhindern, das entscheidende 2:0 war gefallen und Hain das Gespött der Medien.

Gleichzeitig gab es auch immer wieder Herausforderer von Matze, angefangen bei Marc Ziegler.

Dieser hatte beinahe den kompletten Vorstand hinter sich, für Mathias Hain kein Grund zu kuschen.

Kurzerhand legte er sich öffentlich mit dem Vorstand um Roland Kentsch an, bevor er die komplette Führungsriege anklagte.

Dies geschah im Abstiegskampf der Saison 2006/2007, vielleicht wurde, mit Rowen Fernandez, auch deswegen der nächste Herausforderer geholt.

Nachdem sich Hain auch gegen Fernandez durchsetzen konnte, brachte ein Rippenbruch den langjährigen Stammkeeper um seine Position.

Eine Verletzung von Fernandez brachte Hain dann zwar wieder ins Tor, einige folgenschwere Patzer (Pokalspiel gegen Jena) und ein erneuter Rippenbruch bedeuteten dann aber sein endgültiges Aus.

Der Abgang, beziehungsweise der Umgang des Vereins mit einem verdienten Spieler, war alles andere als Bilderbuchmäßig und hat der Arminia wohl einen treuen „Fan“ genommen.

Matze hatte oft bekundet, Interesse an einem Torwarttrainerposten zu haben und im Zuge dessen seine Karriere in Bielefeld zu beenden.

Dies wurde ihm dann allerdings auf Pauli geboten.

 

Dennis Eilhoff (2000-2006 und 2008-2011, 106 Spiele, 24 Mal Zu Null, 163 Gegentore)

Dennis Eilhoff durchlief die Jugendmannschaften von der Arminia ab dem Jahre 1996, dementsprechend begann er in der U15 Bielefelds.

4 Jahre später stand der gebürtige Wittener dann zum ersten Mal in einem Profispiel auf dem Rasen.

Im Pokalspiel gegen TeBe Berlin durfte der Jungspund erstmals das Tor hüten, zwei Monate später musste er, nach Curko Ausraster, auch in der Liga ran.

Nach anderthalb Ligaspielen war der Traum vom frühen Jugendstar aber wieder erloschen, Matze Hain kam und prägte das Torhüterspiel über Jahre.

Ganze vier Jahre musste Dennis auf seinen nächsten Einsatz warten, im letzten Spiel der Aufstiegssaison 2003/2004 durfte er erneut ran.

Ob der starken Konkurrenz musste Dennis den Umweg über Koblenz gehen.

Aber auch nach der Leihe war Eilhoff, aufgrund von Fernandez, nicht gesetzt.

Erst ein Kreuzbandriss des Südafrikaners brachte Eilhoff ins Tor und graue Haare auf die Köpfe der Arminen.

Viel zu unbeständig waren die Leistungen des immernoch jungen Eilhoff, schnell kamen Rufe nach dem abgeschobenen Hain auf.

Doch Eilhoff steigerte sich und übernahm die Verantwortung als Bundesligatorwart.

Vollkommen unumstritten war Eilhoff trotzdem erst ab der Winterpause der Saison 2008/2009.

Seine überragende Saison in der 2.Bundesliga sollte folgen, 8 „Zu-Null“- Spiele in Folge bleiben bis heute unerreicht.

Die beinahe Berufung in die Nationalmannschaft und ein unglaublich großes Medieninteresse gingen auch an Eilhoff nicht spurlos vorbei, so konnte er seine überragenden Leistungen nicht gänzlich bestätigen und tätigte einen eher unrühmlichen Abgang in Richtung Dresden.

Während der noch laufenden Katastrophensaison absolvierte der Torhüter Probetrainings in anderen Vereinen und schloss einen Wiederaufstiegsversuch mit der Arminia vollends aus.

Alles in Allem hätte die Karriere des Eilhoff deutlich pompöser vonstatten gehen können, doch Matze Hain und auch sein eigener Ehrgeiz standen ihm zeitweise im Weg.

 

Alexander Schwolow (2014-2015, 43 Spiele, 18 Mal Zu Null, 47 Gegentore)

Als vollkommen unbeschriebenes Blatt kam Alexander Schwolow 2014 nach Bielefeld und sollte einen wiedermal am Boden liegenden Verein zum Wiederaufstieg verhelfen.

Das Erbe von Stefan Ortega war groß, doch die Aufbruchstimmung im Umfeld des Vereins noch größer.

Der Start des jungen Torhüters verlief alles andere als gut, so zeigte er zum Saisonbeginn einige Wackler und galt schnell als „zu jung“ für diese Aufgabe.

Von den Anfangsproblemen war schnell keine Spur mehr, umso überragender lesen sich seine Statistiken im Nachhinein.

Alleine in der 3.Liga schaffte er 16 Spiele ohne Gegentor, seine Sternstunden bleiben aber im DFB-Pokal.

Gegen Berlin und Gladbach zeigte er außergewöhnliche Elfmeternerven und gilt stellvertretend für den Bielefelder Erfolg.

Die ursprünglich zwei Jahre geltende Leihe wurde nach dem Abstieg von Freiburg und dem dazugehörigen Abgang Bürkis aufgelöst, sodass letztlich nur ein Jahr SWB auf dem Papier steht.

Alex bewies trotzdem immer eine unglaubliche Siegermentalität und hat sich schnell in die Herzen der Bielefelder gehechtet.

Bis zum Schluss hielt er die Hoffnungen der Bielefelder auf einen Verbleib hoch und hätte auch gerne eine längere Zeit in Ostwestfalen verbracht, sein Glück hat er nun allerdings auch in Freiburg gefunden.

 

Wildcard:

Zdenko Miletic (1995-2002, 43 Spiele, 7 Mal Zu Null, 64 Gegentore)

 

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
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