Pulsschlag Arminia Top 11 der Publikumslieblinge [rechter Verteidiger]

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Der nächste Teil unserer „Lieblingsspieler-Wochen“.
Hierfür suche wir die „Publikumslieblings-Top11“ der Arminia-Anhänger.
Natürlich sollen hier Leistungen für den Verein nicht gänzlich außen vor gelassen werden, doch im Vordergrund sollte eine gute Erinnerung an den Spieler, aus menschlicher Sicht, stehen.

 

Rechter Verteidiger

Die zweite Woche unserer Lieblingsspielerwochen ist vorbei und stand ganz im Fokus der rechten Verteidiger.

Insgesamt wurden Torhüter aus vier Jahrzehnten.

Die wenigsten Stimme erhielt Thomas Gerstner, lediglich vier Stimmen konnte er gegen „Uns Owo“ ergattern.

Den knappsten Einzug feierte Rene Dörfel mit 65 Stimmen, welche für 57% gegen Jonas Strifler reichten.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Michael Lamey(24%) vs. Marcel Appiah (76%)

Thomas Gerstner (3%) vs. Patrick Owomoyela (96%)

Jonas Strifler (43%) vs. Rene Dörfel (57%)

Bernd Korzynietz (89%) vs. Torjus Hansen (11%)

Benjamin Lense (10%) vs. Florian Dick (90%)

 

Die einzelnen Spieler:

 

Marcel Appiah (2008-2014, 120 Spiele, 6 Tore und 8 Vorlagen)

Patrick Owomoyela (2003-2005, 68 Spiele, 9 Tore und 10 Vorlagen)

Rene Dörfel (1990-1998, 115 Spiele, 6 Tore und 2 Vorlagen)

Bernd Korzynietz (2005-2009, 82 Spiele, 0 Tore und 3 Vorlagen)

Florian Dick (2014-2018, 111 Spiele, 5 Tore und 22 Vorlagen)

 

Sieger:

FLORIAN DICK

Als Florian Dick, im Jahre 2014, dem Betzenberg, nach sechs Jahren, den Rücken kehrte, knallten in Bielefeld die Sektkorken.

Schließlich kam ein Spieler mit 62 Bundesligaspielen im Gepäck, der in der Vorsaison noch 36 Pflichtspiele in Liga 2 und DFB-Pokal bestritt und dabei 11 Scorerpunkte sammelte.

In der Pfalz hingegen herrschte Unverständnis über den nicht verlängerten Vertrag.

Dieser wurde, laut Vereinsoffiziellen, aufgrund eines Philosophiewechsels nicht verlängert, der Weg von Lautern sollte schließlich nach oben gehen.

Der vom DSC ging vor dieser Spielzeit eine Klasse herunter und passte wohl eher zu Dick.

Und wie!

Gleich in seiner ersten Saison absolvierte Dick 44 Einsätze über die volle Distanz, darunter die 1.Runde des Westfalenpokals als Kapitän, und sammelte 20 (!) Scorerpunkte.

Alleine 15 Vorlagen erzielte Dick in der 3.Liga und leistete damit einen Bärenanteil zu dem direkten Wiederaufstieg der Arminia.

Der in Kaiserslautern als zu alt verschriene Dick bewies es all seinen Kritikern.

Sicherlich gab es auch nach dieser Saison noch Kritiker, schließlich war dieser Erfolg eine Etage tiefer gelungen, als in Lautern „gebraucht“.

Dick war nun allerdings zurück in Liga Zwei und damit auf einer Höhe mit Lautern.

Kritiker ließ Dick diesmal überhaupt nicht zu Wort kommen, spielte auch in der 2.Bundesliga 32 Begegnungen und veränderte sein Spiel zunehmend.

Der nun 31 Jahre alte Dick schien deutlich klüger und zurückhaltender in Zweikämpfe zu gehen und suchte seltener das „Alles oder Nichts“, wohl merkend dass hier und da die Schnelligkeit fehlte.

Während sein Kartenkonto in Lautern über die Saisons 2012/13 und 2013/14 auf 17/1/1 anstieg, sammelte er in Bielefeld lediglich 5 gelbe Karten.

Der Offensivdrang wurde allerdings ebenfalls geringer, oder war einfach nicht mehr zielstrebig genug.

Unter dem Strich waren 2 Tore und 3 Vorlagen in 32 Begegnungen aber alles andere als schlecht.

Dann der Bruch – unter Neutrainer Rüdiger Rehm schien Florian Dick vollkommen ausgemustert,

bestritt von möglichen 11 Begegnungen gerade Mal eine und musste selbst in dieser schon nach 61 Minuten vom Platz.

„Zu alt, zu langsam“ schienen die Begründungen zu lauten, erneut.

Der Trainerwechsel von Rehm zu Kramny kam für viele Dick-Fans erlösend und sollte dem Rechtsverteidiger wieder zu Einsätzen verhelfen.

Unter Kramny lief es dann allerdings noch bescheidener, 14 Begegnungen, keine Einsatzzeit, in Kramnys letzten sieben Begegnungen bekam Dick nicht Mal mehr einen Kaderplatz.

Die Spitze des Eisbergs erreichte man allerdings schon im Winter der Saison 2016/17, in welchem Dick nicht ins Trainingslager mitgenommen wurde.

Sportdirektor Arabi ließ damals verlauten, dass dies aus sportlichen Gründen geschehe.

Die Wege der Arminia und Dick sollten sich tatsächlich abrupt und ähnlich unschön, wie die von Dick und Kaiserslautern trennen.

Doch soweit kam es nicht, zum Glück für die Arminia.

Kramnys Tage waren gezählt und Interimscoach Rump beförderte den Rechtsverteidiger zumindest wieder auf die Bank.

Dann kam Jeff Saibene und mit ihm Florian Dick.

Von 0 auf 100 brachte Saibene den Routinier zurück und ließ ihn jedes Spiel über die volle Distanz absolvieren, bis auf das „Finale“ in Dresden, bei welchem Dick aufgrund einer Gelbsperre lediglich zuschauen durfte.

Der schwer für möglich gehaltene Nichtabstieg war erreicht und Dick hatte einen riesigen Anteil daran.

Trotzdem wurde ihm im Sommer ein Konkurrent vor die Nase gesetzt.

Erneut wurde Dick abgeschrieben, erneut kamen Argumente wie „zu alt“ und „zu langsam“.

Den Zweikampf mit Teixeira schien Dick auch zunächst verloren zu haben, doch Glück und Souveränität taten ihr übriges und ließen Dick erneut die Kohlen aus dem Feuer holen.

Wieder absolvierte Dick 24 Begegnungen, ab dem 14.Spieltag durfte er gar jede Partie bestreiten.

Lediglich ein Muskelfaseriss (2 Spiele) und eine Gelbsperre „blockierten“ 3 Begegnungen.

Zurück auf Anfang.

Diesmal steht die Arminia in der Rolle des „ambitionierten“ Vereins und der 1.FC Kaiserslautern ist der frisch abgestiegene.

Erneut knallen beim Aufnehmenden Verein die Sektkorken.

Beim Abgebenden Verein allerdings bleibt diesmal eher eine riesige Dankbarkeit.

„Man soll gehen, wenn es am schönsten ist…“, lautet ein altes Sprichwort und passt hier ziemlich gut.

Florian verlässt den Verein als Stammspieler und hat weitere drei Jahre in der 2.Bundesliga verbracht.

Nun, mit 33 Jahren, kann er seinem Herzensverein beim Wiederaufstieg helfen und die 3.Liga ähnlich bereichern, wie er es im Bielefeld-Trikot getan hatte.

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer ist Euer Lieblingsrechtsverteidiger?

Ein Gedanke zu „Pulsschlag Arminia Top 11 der Publikumslieblinge [rechter Verteidiger]

  1. Owo in seiner Glanzzeit der beste Fußballer mit toller körperlicher Präsenz. Aber Flo hat uns soviel gegeben und sich immer reingehängt. Großartiger Profi!

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