Nobert Meier 2.0

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Spieler kommen und gehen, manche wenige bauen sich ein Denkmal, viele andere werden nach wenigen Monaten vergessen sein.

Julian Börner wird wohl zu der zweiten Gruppe gehören, obwohl er doch einige Verdienste für den Verein hat.

Der Abgang allerdings erinnert ein wenig an das Verhalten von Norbert Meier.

Eine Vertragsverlängerung schien längst, trotz einigen Kritikern im Fanlager, klar zu sein, trotzdem folgt der vollkommen unerwartete Wechsel.

Vor ziemlich genau zwei Jahren hat sich Julian Börner gegen einen Wechsel zu Norwich City entschieden und damit einen großen medialen Hype ausgelöst, der ihn beinahe auf eine Ebene mit Fabian Klos zerrte.

Die Aussagen zum damaligen Scheitern des Wechsels wurden schnell überlesen bzw. beschönigt.

Streng genommen konnte man nämlich den jüngst bekannt gewordenen Abgang schon damals erwarten, schließlich wurden Aussagen wie „[…]dass wir zunächst in Bielefeld bleiben[…]“ getätigt.

Während Julian Börner zum damaligen Zeitpunkt wohl eine siebenstellige Summe eingebracht hätte, und Arminia damit wohl einen guten Deal eingegangen wäre, steht der DSC nun als „Depp“ dar.

Den Back-Up Stephan Salger hat man quasi schon verabschiedet und wird nun höchstwahrscheinlich zum zweiten Jahr in Folge auf ein Einlenken des Defensiv-Allrounders hoffen müssen, und Spieler wie Amos Pieper hätten längst mehr Spielpraxis erhalten können.

Bei Julian Börner hingegen muss man eingestehen, dass der „Kapitän“ mit nichten das Niveau von Fabian Klos erreicht hat.

Hier wird der Fußball ab und zu halt auch zu romantisch erwartet, bzw. gesehen.

Schnell ist die Rede von „dem großen Traum in England Fußball zu spielen“, weil sich „in England zahlen die Klubs deutlich besser.“ eben nicht verkaufen lässt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, einen Wechsel in die Premier League hätte ihm wohl keiner verübelt, einen Wechsel zum durchschnittlichen Zweitligisten Sheffield Wednesday hingegen schon, vorallem bei dem Projekt welches in Bielefeld aufgebaut werden soll.

Die Art und Weise der klaren Kommunikation von Arminia und auch Uwe Neuhaus zeigt, das Verhalten von Julian Börner ist nicht zu entschuldigen und keineswegs eines Kapitäns würdig.

Da dieser „Traum“ von England bereits seit Kindheitstagen bestand hat, hätte man hier sicherlich ein angemessenes Modell für alle Parteien finden können, dafür hätte man allerdings auch mit offenen Karten spielen müssen…

 

Ein gebrochenes Wort ist eine Unart, welche im aktuellen Fußball immer häufiger zum Vorschein kommt.

Akzeptieren muss man dies als Verein, und vorallem als Fan, allerdings definitiv nicht.

Dementsprechend sollte man sämtliche „Ich verstehe Börner“- Sprüche für den Moment runterschlucken, denn der Verein steht über dem Spieler, ansonsten läuft etwas falsch.

 

Über sämtliche Nebenkriegsplätze die Gerüchten zufolge um Julian Börner tobten hinweg gesehen, der plötzliche Wechsel lässt tief blicken und wirft 5 erfolgreiche Jahre über Bord.

 

Am Ende wollen wir es mit den Ultras halten.

In den aktuellen Zeiten wird zu häufig ein Spieler über den Klee gelobt, weil er das Wappen küsst, um dann zwei Stunden später den Vertrag mit dem größten Konkurrenten zu unterzeichnen.

 

Spieler wie Fabian Klos sind einzigartig, Spieler wie Julian Börner auch.

 

Nur der Beigeschmack ist bei beiden anders….

 

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