Eine Karriere endet, eine beginnt.

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Manuel Hornig – Eine Karriere endet, eine beginnt.

„Der Fels in der Brandung“, so könnte man Manuel Hornig nennen, wenn man ihn im Trikot der Arminia gesehen hat. Nun endet sein Vertrag zum 30.06.17, weshalb wir noch einmal seine Zeit auf der Alm Revue passieren lassen wollen.

Wie manch anderer Spieler kam Manuel Hornig nach Bielefeld in eine Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich eine war. Der Abstieg aus der Zweitklassigkeit musste verarbeitet werden und viele Spieler kamen und gingen.
Hornig, der bereits für Kaiserslautern in der 2. Liga auflief, sollte in der Innenverteidigung die nötige Stabilität schaffen, was sich allerdings als schwierig erwies: Die Truppe um Coach Markus von Ahlen war bunt zusammengewürfelt und hat zunächst nicht als Mannschaft agiert.
Doch es brauchte nicht lange, um herauszufinden, dass er fußballerisch einiges zu bieten hat. Während er sich von Spiel zu Spiel immer mehr zum sicheren Rückhalt in der Mannschaft entwickelte, gelangen ihm außerdem gleich in der ersten Spielzeit in 31 Pflichtspielen fünf Tore und eine Torvorlage. So wurde aus dem Neuzugang eine tragende Rolle im Kader des Drittligisten und war mit seinem Kampfgeist und seinem Willen und aus der Mannschaft bald kaum noch wegzudenken.
Spätestens aber, als der 1,90m große Innenverteidiger mit dem 1:0 gegen Preußen Münster im Rückspiel der Saison 2011/12 (Endstand 2:2) den ersten Treffer der Arminia gegen den Erzrivalen nach ca. 17 Jahren markierte, spielte er sich in die Herzen aller Fans.

Auch in der Folgesaison vertraute nun Trainer Stefan Krämer auf Hornig in der Defensive, der auch in dieser Spielzeit wieder der sichere Rückhalt werden sollte. Und das Vertrauen wurde belohnt.
Mit den zweitwenigsten Gegentreffern der Liga kletterte die Arminia auf einen direkten Aufstiegsrang und stieg nach zweijähriger Abstinenz wieder ins Unterhaus auf.
Und Hornig rückte dabei immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mitte der Hinrunde trat Thomas Hübener überraschend als Kapitän zurück, obwohl die Arminia mit 14 Punkten aus acht Spielen und einem 3. Tabellenplatz gut in die Saison gestartet war und übergab die Binde somit an Hornig, der bis dato Stellvertreter war.

Der weitere Saisonverlauf entwickelte sich allerdings zu einer Achterbahnfahrt für den heute 34-jährigen. So konnten die Kicker in schwarz-weiß-blau sieben Spiele in Folge nicht gewinnen, kassierten in diesem Zeitraum ganze 17 Gegentreffer und rutschten auf den vorletzten Rang.
Doch anstatt das sinkende Schiff zu verlassen, hielt der Abwehrchef der Arminia die Treue und verlängerte seinen Vertag bei den Ostwestfalen um weitere zwei Jahre bis 2016. Zwar konnte sich der DSC mit 11 Punkten aus 10 Spielen und dem zwischenzeitlichen Trainerwechsel etwas stabilisieren, nach dem 25. Spieltag war die Saison für Hornig aber verletzungsbedingt beendet. Diagnose: Kreuzbandriss.
Wie allseits schmerzhaft bekannt, rettete sich die Arminia in die Relegation, den Abstieg konnte die Arminia trotz eines 3:1 Hinspiel Erfolges dennoch nicht verhindern und so musste man sich ein weiteres Mal in der 3. Liga beweisen.

Und für Hornig kam es noch bitterer: Während er sich noch von seiner Verletzung erholte, ernannte Norbert Meier Stürmer Klos zum neuen Kapitän.
Dank eines neu formierten Kaders, der die nötige Qualität aufwies, dominierte die Mannschaft in der neuen Saison trotz Startschwierigkeiten weitestgehend die Liga, schaffte den Wiederaufstieg und sorgte zudem für internationale Schlagzeilen aufgrund ihrer sensationellen Leistungen im DFB-Pokal.
Für den Verteidiger war es schwierig, sich in diesem eingespielten Team zu etablieren und so bekam er wettbewerbsübergreifend nur sechs Einsätze in der gesamten Saison. Doch trotz der Reservistenrolle, die er nun häufig einnahm, gab er immer alles, ob auf dem Feld oder daneben als Motivator. Und der Kampf wurde mit mehr Einsätzen in der folgenden Spielzeit belohnt.

Vor einem Jahr machte er dann bekannt, dass er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängern und anschließend seine Spielerkarriere beenden möchte.
Nach sechs Jahren im blauen Trikot hängt unsere Nummer 14 die Schuhe nun also an den Nagel. Eine lange Zeit, in der einiges geschehen ist, große Erfolge gefeiert, und so manche Rückschläge eingesteckt wurden. Bei allem aber, war er immer für den Verein da.
Doch das Ende seiner Spielerkarriere ist nicht das Ende seiner Zeit auf der Alm.
Hornig möchte dem Verein langfristig erhalten bleiben und in der Nachwuchsabteilung des DSC tätig sein. Keine Frage, er ist eine Identifikationsfigur geworden und auch er scheint zu wissen:

„Einmal Arminia, immer Arminia!“

 

 Bildrechte: ©Pulsschlag Arminia

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