Eintracht Braunschweig

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Es muss gegen den Trend gehen…

Gute 2 Monate ist er her, der Schlusspfiff, welcher das Schicksal von Braunschweig besiegelte.

2 Monate lang ist es nun klar, dass die Eintracht ein weiteres Jahr in der 2.Bundesliga bestreiten muss.

Durch eine Mischung aus Pech und Unvermögen konnte man in der Relegation gegen Wolfsburg nicht bestehen, doch was folgt nun?

Logischerweise wäre alles andere als die Zielsetzung „Aufstieg“ nicht vertretbar, hat man schließlich erst vor 2 Monaten an die Tür der Bundesliga geklopft.

Dadurch, dass die Relegation kein Zufallsprodukt war, sondern am Ende der Saison eigentlich sogar zu wenig, gerade wenn man an die 17 Spieltage denkt, an welchen Braunschweig die Liga anführte, ist das Wort „Aufstieg“ sogar Pflicht.

Betrachtet man nun noch den Aufstieg der finanzstarken Clubs aus Hannover und Stuttgart, so gehört Braunschweig sicherlich zu den größten Vereinen der Liga, auch wenn man dies in Braunschweig sicherlich nicht gerne hört.

Doch das Schicksal, welches bereits vielen Relegations-Verlierern begegnete, droht in Braunschweig momentan ebenfalls.

In der jüngeren Vergangenheit konnte sich der Verlierer einer Relegation in der 2.Bundesliga selten von dem Schock erholen.

Angefangen bei Bochum, über Lautern und Nürnberg bis hin zu Fürth.

Sie alle haben die Niederlage in der Relegation gemein und schafften es in den Folgejahren nicht mehr an die Leistungen anzuknüpfen.

Der KSC stieg gar 2 Jahre nach der gescheiterten Relegation in die 3.Liga ab.

Droht dem BTSV ein ähnliches Schicksal?

Zumindest scheint es in dieser Transferperiode nicht allzu gut zu laufen.

Mit Nik Omladic verließ eine wichtige Stütze die Mannschaft, dazu wiegt der Abgang von Ex-Kapitän Marcel Correia schwer.

Mit Phil Ofuso-Ayeh verließ zudem ein guter Back-Up den Verein.

Hinzu kommt das Theater um Abwehrchef Decarli.

Zuletzt vermied der hochgewachsene Innenverteidiger das Bekenntnis zum BTSV und wurde immer wieder mit dem Hamburger Sportverein in Verbindung gebracht.

Dies gipfelte in einer Suspendierung, aufgrund von „mannschaftsschädlichen Verhaltens“.

Durchaus möglich, dass in diese Personalie noch Bewegung kommt und der Abschied verkündet wird.

Auf der Zugangsseite hingegen gibt es seit knappen 2 Monaten keine Bewegung mehr, bis auf Steve Breitkreuz wurde keine vollkommende Verstärkung verpflichtet.

Steffen Nkansah und Robin Becker werden wohl eher als Perspektivspieler verpflichtet worden sein.

Louis Samson besitzt zwar bereits eine Saison Erfahrung in Liga 2, ob er die Mannschaft allerdings direkt qualitativ verstärken kann, bleibt, aufgrund der Braunschweiger Ansprüche, offen.

Auch dieser Transfer scheint eher als Investition in die Zukunft zu gelten.

Kurioserweise verkündete die BTSV 3 der 4 Neuzugänge am 01.06.2017, also 2 Tage nach der Relegations-Pleite und konnte bis heute nur noch Robin Becker dazu gewinnen (14.06).

Doch in Braunschweig geht man die Sache generell gelassener an.

Die Fans scheinen überhaupt nicht unruhig zu sein und stehen zu ihrem Kader.

Natürlich muss man ergänzen, dass, mit Omladic, eigentlich nur ein Stammspieler der Vorsaison den Verein verließ.

Correia kämpfte bereits in der letzten Saison immer wieder mit Verletzungen und war dementsprechend kein Stammspieler mehr.

Auch in der Kapitänsfrage scheint mit Ken Reichel ein mindestens gleichwertiger Ersatz gefunden worden zu sein.

In der Vorbereitung konnten mit dem 6:1 Sieg über Magdeburg, sowie dem 2:2 gegen den 1.FC Köln (nach 2:0 Rückstand) durchaus Ausrufezeichen gesetzt werden.

Allerdings wurde in der Vorbereitung ebenfalls offen gelegt, in wie weit Braunschweig vom mittlerweile 34-Jährigen Domi Kumbela abhängig ist.

Der beste Torschütze der Vorsaison hat bereits in der Relegation an allen Enden gefehlt und trägt die Mannschaft, zumindest offensiv, auf beiden Schultern.

Hier bleibt abzuwarten, ob Nyman den nächsten Schritt gehen kann und seine starke Vorsaison bestätigen bzw übertreffen kann.

Insgesamt besitzt man in Braunschweig  genug Vertrauen in das Fachwissen von Trainer Lieberknecht.

So werden auch müde Vorbereitungskicks wie gegen Mannheim (1:1) der Mannschaft nicht übel genommen.

Dementsprechend vertraut man Lieberknecht auch in seiner Einschätzung bezüglich der Kaderzusammenstellung.

Nach unserer Meinung steht den Braunschweigern trotzdem eine schwierige Saison bevor.

Zwar konnte der Kader zusammen gehalten werden, doch gleichzeitig wurde dieser nicht wirklich nennenswert voran gebracht.

Da bei der Eintracht traditionell die Konstanz fehlt, welche es braucht um eine Liga zu dominieren, könnte es für sie im Kampf um den Aufstieg eng werden.

Mit der Relegations-Niederlage im Hinterkopf und dem Auftreten als Favorit von Spieltag 1 an, wird sich für die Spieler einiges ändern.

So wurde die letzte Saison zu großen Teilen durch Mentalität und Siegeswillen positiv gestaltet.

Die große Häufung an „Last-Minute“-Treffern wird in dieser Art nicht mehr zu wiederholen sein.

Rein Fußballerisch gesehen zählt die BTSV für uns nicht zu den großen Favoriten.

Doch durch Lieberknechts Erfahrung, sowie der Eingespieltheit des Teams werden sie wohl einen tiefen Sturz verhindern können und mindestens die obere Tabellenhälfte erreichen.

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