Das Leben des Brian

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Spieler

Brian Behrendt feiert am heutigen Mittwoch seinen Geburtstag und damit einhergehend 26 abgeschlossene Lebensjahre.

Ganze drei davon verbrachte der gebürtige Bremervörder in Bielefeld.

Als am 15.07.2015 die Tinte unter dem Vertrag trocken war und der Schritt aus Österreichs 1.- in Deutschlands 2.Liga feststand, war Brian ein, in Deutschland, noch unbeschriebenes Blatt.

Trotzdem staunten die meisten nicht schlecht, als sie seine Vita durchforsteten.

Schließlich standen bereits 10 Europa-League Spiele und über 50 Einsätze in Österreichs Bundesliga zu Buche.

Seine Gegner hießen einst Andriy Yarmolenko und Jeremain Lens, seine Mitspieler Guido Burgstaller, Terrence Boyd und Marcel Sabitzer.

Besonders die Saison 2013/2014, Arminia musste in dieser den letzten Abstieg aus der 2.Liga hinnehmen, wird Brian wohl ewig im Kopf behalten.

Nachdem er die Rückrunde der Saison 2012/2013, durch eine Leihe, beim SV Horn in der 2.Liga antreten durfte, sollte er sich zur oben genannten Saison bei Rapid Wien etablieren.

In einer der erfolgreichsten Saisons der jüngeren Vereinsgeschichte war Brian Behrendt unumstrittenen gesetzt, absolvierte 8 Europa-League- und 30 Ligaspiele, durfte am Ende die Vizemeisterschaft mit Wien feiern.

Der beim Hamburger SV ausgebildete Behrendt schien eine große Etappe seines Ziels erreicht zu haben, 5 Jahre nachdem er den Schritt aus Hamburg zur U19 von Wien wagte.

Obwohl Rapid letztendlich 18 Punkte zur Meisterschaft, und damit auch zu RB Salzburg, fehlten, schien der Kader zu „gefährlich“ zu werden.

Kurzerhand überwies RB Leipzig 4 Millionen € nach Wien und verpflichtete mit Terrence Boyd und Marcel Sabitzer zwei absolute Stützen, Guido Burgstaller verließ den Verein ebenfalls und versuchte sein Glück in England.

Rapid Wien steckte den Umbruch zum Saisonbeginn nicht gut weg und verpasste die erneute Qualifikation zur Europa-League gegen HJK Helsinki, in der Liga stand man nach dem 6.Spieltag nur auf Platz 5 und konnte einen Angriff nach oben, aufgrund von 12 Punkten Rückstand, damit schon früh begraben.

Der eben genannte 6.Spieltag war auch das letzte Spiel für Brian Behrendt, ein Mittelfußbruch wurde zu seinem persönlichen Super-GAU und setzte den damals 22-Jährigen für lange Zeit außer Gefecht.

Ganze 4 Monate später folgte eine Knochenentzündung, insgesamt verpasste der Zentrale Mittelfeldspieler damit sogar 7 Monate.

Über die 2.Mannschaft kämpfte sich Behrendt aber relativ schnell wieder an die Mannschaft heran, durfte seine Rolle im Mittelfeld wieder ausfüllen und absolvierte zwei Partien über 90 Minuten.

Rapid Wien, mittlerweile wieder beständiger, hatte in Stefan Schwab allerdings einen würdigen Ersatz gefunden und Brian Behrendt kam zunehmend nur noch auf Kurzeinsätze.

Die Meisterschaft endete knapper als im vorherigen Jahr und Rapid Wien konnte schlussendlich sogar mehr Punkte einfahren.

Mit Stefan Nutz verpflichtete man im Sommer einen der besten Zentralen Mittelfeldspieler der vorhergehenden Bundesliga-Saison und Brian Behrendt nutzte die Gelegenheit für eine Umorientierung.

Für kolportierte 300.000 € wechselte er zum frischen Zweitligisten aus Ostwestfalen, um Norbert Meiers Mittelfeld zu bereichern.

Gleich im ersten Spiel musste Behrendt nach 45 Minuten allerdings wieder weichen, im zweiten Spiel sogar gänzlich auf der Bank Platz nehmen.

Nach zwei 0:0 in Folge visierte Nobert Meier eine Systemumstellung an, von einem 4-4-2 zu einem 4-1-4-1.

Folglich gab es nur noch eine „Sechser“-Position, welche für Tom Schütz reserviert schien.

Brian Behrendt profitierte in Folge dessen von einer Verletzung und durfte im dritten Spiel erneut die Startelf bereichern, allerdings in der Innenverteidigung.

Auch diesmal war sein Arbeitstag nach 58 Minuten beendet, veranlasst wurde dies allerdings nicht von Meier, sondern von Schiedsrichter Felix Zwayer.

Die Liaison zwischen Behrendt und Arminia begann unter dem Strich mehr als ungünstig, Norbert Meier bewies aber Vertrauen in Behrendt.

Nach seiner Rotsperre durfte er beim Auswärtsspiel gegen Paderborn den alleinigen „Sechser“ geben und erzielte promt den Ausgleich.

Es verging keine Woche, in welcher Behrendt nicht im Spielbericht des Schiedsrichters auftauchte.

Auch Mannschaftsintern wurde Behrendt immer wieder von Kuriositäten eingeholt, nach dem Paderborn Spiel spielte Stephan Salger plötzlich keine Rolle mehr, das Duo Behrendt-Börner war geboren.

Es folgten 5 Unentschieden aus 5 Partien, ehe Salger wieder spielen durfte und Behrendt auf „seine“ Sechserposition zurückkehren durfte.

Mittlerweile agierte Arminia wieder mit einer Doppelsechs, welche von nun an in der Hand von Behrendt und Schütz lag.

Es folgten eine Gelbsperre, eine weitere Rotsperre und einige Vertretungsjobs in der Innenverteidigung.

Gerade zum Ende der Saison durfte sich Behrendt dann allerdings vollkommen im Mittelfeld akklimatisieren und ein großer Bestandteil des Klassenerhalts werden.

Insgesamt standen 28 Begegnungen, 2 Tore, 1 Vorlage, 7 gelbe, 1 gelb-rote und 1 glatt Rote Karte zu Buche, puuuuh…

Fast hätten wir den Trainerwechsel vergessen, aus Meier mach Rehm…

Und seitdem wurde aus Behrendt ein reiner Innenverteidiger, Rüdiger Rehm stellte ihn in den ersten 6 Spielen dort auf, dann setzte er ihn auf die Tribüne, es folgten zwei Einsätze im Mittelfeld, einmal die Bank und dann die Entlassung für Rehm.

Unter Jürgen Kramny durfte er dann noch ein Spiel auf der Sechs agieren, erneut folgte im folgenden Spiel die Bank.

Von dem einstigen Mittelfeldspieler ist unter Jeff Saibene nicht mehr viel übrig geblieben, zu gerne mag „Le Chef“ seine Innenverteidigung, wenn sie die Namen Börner und Behrendt trägt.

Trotzdem folgt auch unter Saibene immer Mal wieder der Wechsel zwischen Salger und Behrendt, wie auch zuletzt.

Insgesamt spielt das Duo Salger/Behrendt nur selten zusammen, lediglich 42 Begegnungen bestritten die beiden Seite an Seite, zumeist unter Meier, wenn Behrendt als „Sechser“ agierte.

Behrendt und Börner hingegen standen schon 72 Mal zusammen auf dem Platz, kommen auf knapp doppelt so viele Minuten.

Betrachtet man seine Entwicklung mit dem „Marktwertverlauf“ von Transfermarkt.de, dann hat Brian Behrendt den Durchbruch in Deutschland geschafft, stagniert allerdings seit seiner Ankunft.

In drei Jahren absolvierte Behrendt 84 Begegnungen, erhielt 21 Strafkarten und konnte sich an 8 Toren beteiligen.

Seit dem letzten Wochenende heißt sein Lieblingsgegner Greuther Fürth, gegen keinen anderen Verein spielte Behrendt in seiner Karriere häufiger (7 Spiele).

Am kommenden Spieltag geht es gegen Aue, die Spiele gegen die Erzgebirgler verpasste Behrendt in der letzten Saison beide und kommt auch insgesamt nur auf zwei Aufeinandertreffen.

 

Bei seinem bisher einzigen Auswärtsspiel in Aue hieß sein Nebenmann Cacutalua, eben dieser Cacutalua rettete dem DSC auch einen Punkt, mittlerweile spielt Cacutalua für Aue, ob es zu einem Wiedersehen auf dem Platz kommt, hängt wohl lediglich von Behrendt ab…

… und von Stephan Salger.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.