Dänemark – ein gutes Pflaster?

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Edmundsson

Zum ersten Mal in (fast) 113 Jahren Vereinsgeschichte verpflichtet der Deutsche Sportclub aus Bielefeld einen Spieler vom Odense Boldklub.

Zum ersten Mal in (fast) 113 Jahren Vereinsgeschichte verpflichtet der Deutsche Sportclub aus Bielefeld einen Spieler, welcher auf den Faröer Inseln geboren wurde.

Zwei Nova, welche erst noch Geschichte schreiben werden.

Keinesfalls neu ist, dass sich die Arminia in der Dänischen Liga bedient.

Und damit bisher auch durchaus gut gefahren ist.

Unter dem Strich „importierte“ die Arminia 254 Spiele, 35 Tore und zwei absolute Publikumslieblinge aus Dänemark.

Alle Transfers fanden zwischen 2005 und 2009 statt, lediglich im Jahre 2007 wurde kein Spieler „importiert“.

In den letzten 9 Jahren schienen die Transferströme zwischen Ostwestfalen und dem Nachbarland ein wenig versickert zu sein, obwohl man mit Transfers aus Dänemark gute Erfahrungen gemacht hatte.

 

Da wäre zum einen Kasper Risgaard.

Der „Sechser“ kam ablösefrei aus Aalborg zum DSC und sollte bei der Mission Wiederaufstieg eine führende Rolle einnehmen.

In der Chaotischen Saison reichte es für den Dänen zu immerhin 25 Einsätzen, in welchen ihm drei Treffer gelangen.

Nach nur einem Jahr wechselte er ablösefrei nach Griechenland und verließ das „sinkende Schiff“.

Insgesamt stellt Risgaard, welcher aktuell erneut bei Aalborg spielt, wohl den größten Fehlgriff unter den vieren dar.

Im Nachhinein muss man ihm zu gute halten, dass die damalige Situation im Verein sehr schwierig war und er trotzdem immer wieder hat Klasse aufblitzen lassen.

 

 

Der nächste Import lässt Arminenherzen auch im Nachhinein immer wieder höher schlagen.

Man würde den Transfer von Reinhard Saftig wohl auch heute als Königstransfer betiteln.

Für 800.000€ wurde 2005 niemand geringeres als Sibusiso Zuma vom FC Kopenhagen verpflichtet.

Befragt man Arminia-Fans nach dem damaligen Stürmer, dann wird höchstens Uli Zwetz ein schlechtes Wort über den schlacksigen Südafrikaner verlieren.

In 73 Partien konnte der Nationalspieler 10 Tore erzielen und weitere 11 vorbereiten, dadurch war er ein wichtiger Bestandteil des damaligen Erfolgs der Arminia

Da der Herbst seiner Karriere bereits begonnen hatte, konnte die Arminia die Dienste des Südafrikaners lediglich drei Jahre genießen, eher dieser 2008 in die Heimat zurückkehrte.

Seine Karriere hat der Blondschopf vor drei Jahren beendet, in Bielefeld wird er aber immer in guter Erinnerung bleiben.

 

 

Vielleicht sollte Sebastian Wiese beim nächsten Heimspiel ein Experiment wagen und im Zuge der Aufstellung „die

Nummer 14 Jonas…“ ansagen.

Höchstwahrscheinlich würde das Stadion lautstark mit „Kamper“ antworten.

Der schussgewaltige Däne gilt wohl als „DER“ Publikumsliebling, der am wenigsten Einsatzzeiten generieren konnte.

So stehen beim Dänen zwar 92 Begegnungen mit 10 Toren und 13 Vorlagen zu Buche, über die volle Distanz durfte er aber nur 18 Mal spielen.

Kamper gilt wohl auch heute noch als der personifizierte Joker.

Legendär bleiben seine Tore gegen Dortmund oder Leverkusen, welche gehörig zum Nichtabstieg 2006/07 beitrugen.

Kamper verblieb von allen „Importen“ am längsten in Bielefeld und ging auch den Gang in Liga 2 mit.

Zwar bestritt er dort nur noch sechs Begegnungen, ehe er zurück nach Dänemark wechselte, doch insgesamt trug er das Jersey zwischen 2006 und 2010 ganze vier Jahre.

Der mittlerweile 34 Jährige spielt immernoch in Dänemark, mittlerweile allerdings auch dort in Liga 2.

Beim Viborg FF absolvierte er in der aktuellen Saison 14 Einsätze und konnte sich an zwei Toren beteiligen.

Eine Rückkehr des Dänen stand nicht nur einmal im Raum, letztlich wird es zu dieser aber wohl nicht mehr kommen.

 

Ebenso wie Kamper wechselte 2008 ein weiterer Akteur von Bröndby IF nach Ostwestfalen.

Redet man in Bielefeld vom „FlickFlack“, so denken wohl die wenigsten an Leichtathletik.

Den meisten wird sofort der Name Katongo in den Sinn kommen.

Der „Zirkus Katongo“ wechselte für die Rekordsumme von 2.000.000€ nach Bielefeld und gilt noch heute als der teuerste Transfer.

In der Bundesliga reichte es für den Sambier zwar nur zu drei Toren und einer Vorlage in 33 Partien, in der folgenden Zweitligasaison konnte er seine Klasse dann aber unter Beweis stellen.

Mit 10 Torbeteiligungen in 28 Begegnungen war auch er ein Teil der guten Saison 2009/10.

Aufgrund der hohen Ablösesumme wurde der 89 malige Nationalspieler in Bielefeld immer besonders beäugt und war nie wirklich unumstritten.

Den zwei Millionen, die Detlev Dammeier für den Sambier auf den Tisch legte, konnte er nie wirklich gerecht werden.

Immerhin spülte der Afrikaner nach zwei Jahren noch 500.000€ in die klammen Kassen des Vereins, als er 2010 nach Griechenland wechselte.

Vor einem Jahr beendete Christopher seine Karriere in seiner Heimat, die meisten Spiele absolvierte er im Trikot des DSC.

 

Jóan Simún Edmundsson gesellt sich in Zukunft zu diesem Quartett und kommt mit großen Vorschusslorbeeren.

Ob auch er in die Kategorie „Publikumsliebling“ fallen wird, muss sich noch zeigen, die Vorzeichen innerhalb des Vereins stehen zumindest besser als bei Risgaard oder Katongo.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.