Armine zu sein, ist ein Privileg…

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… welches für manche Spieler ab dem Sommer auslaufen könnte.

Im anstehenden Trainingslager wird Samir Arabi wohl den ein oder anderen Tag mit Kopfschmerzen beenden, schließlich ist die Vertragssituation von 7 Spielern noch ungeklärt.

Trainingslager werden zumeist als Anlaufstelle genutzt, um offene Vertragsfragen zu klären, nicht immer mit positiven Folgen, wie am Beispiel Düsseldorf jüngst aufgezeigt wurde.

Bei Arminia Bielefeld gibt es auch den ein oder anderen Härtefall, welchen sich Samir Arabi wohl mehr als einmal durch den Kopf gehen ließ.

Wir liefern die Übersicht und geben eine Meinung zu jedem Spieler ab.

 

Baboucarr Gaye

Beim jungen Nationalspieler aus Gambia blutet, gerade bei fleißigen Trainingskiebitzen, ein wenig das Herz.

In jedem Training zeigt der Spieler, mit der perfekten Torhüter-Statue, sein unglaubliches Potenzial, im klaren Wissen, dass es, zumindest in dieser Saison, zu keinem Einsatz reichen wird.

Die Verpflichtung von Philipp Klewin war als Rettungsboot gedacht, hat für Gaye allerdings auch ein falsches Zeichen geliefert.

Der Torhüter, welcher seit 2 1/2 Jahren zum Profikader gehört, konnte in der letzten Saison immerhin bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis erlangen, steht in dieser Saison allerdings komplett ohne da.

Afgrund seines Alters kommen auch keine Einsätze in der U-19 infrage.

Stefan Ortega ist natürlich gesetzt und auch nicht der älteste, allerdings wohl auch mit Bundesliga-Ambitionen ausgestattet.

Einen Mann wie Gaye auf die „Straße“ zu setzen kann sich Arminia eigentlich nicht leisten, trotzdem gibt es da ja auch noch den beinahe gleich alten Nikolai Rehnen, welcher in der 3.Liga momentan gehörig auf sich aufmerksam macht.

Eine Leihe, am besten im letzten Sommer, wäre wohl die beste Option für das Torwart-Juwel, von daher wäre Arminia gut beraten, wenn sie den Nationalspieler auch weiterhin an sich binden.

 

Unser Vorschlag: Verlängern!

 

Jonathan Clauss

Als „Notlösung“ kurz vor knapp verpflichtet und nur mit einem 1-Jahresvertrag ausgestattet.

Kam in 15 von möglichen 17 Spielen zum Einsatz, offenbarte allerdings auch gehörige Probleme in der Rückwärtsbewegung.

Bisher konnte Clauss von der Verletzungsanfälligkeit eines Cedric Brunners profitieren, seine Zweitligatauglichkeit allerdings nicht immer nachweisen.

Offensiv sicherlich mit überdurchschnittlichen Druck ausgestattet, sollte hier abgewartet werden, ob und wie Uwe Neuhaus mit dem jungen Franzosen plant.

Zum aktuellen Stand würden wir den Vertrag eher nicht verlängern, zumindest besteht hier keine Drucksituation.

 

Unser Vorschlag: Abwarten!

 

Stephan Salger

Unglaublich, dass „Salla“ erst 28 Jahre alt ist, schließlich spielt er bereits seit gefühlten 10 Jahren für den DSC.

Im letzten Jahr nur ganz knapp zu einer Vertragsverlängerungen gereicht, scheint es auch dieses Jahr ganz eng zu werden.

Hier und da streut sich ein kleines „Skandälchen“ ein, für den ein oder anderen ist Stephan Salger ein Unsicherheitsfaktor.

Unter Jeff Saibene hätten wir dem ganzen kaum eine Möglichkeit eingeräumt, zu zerrüttelt schien das Verhältnis, unter Uwe Neuhaus werden diese Karten natürlich auch wieder neu gemischt.

„Dienst nach Vorschrift“ beherrscht Stephan Salger besser als jeder andere, und hat, in unseren Augen, dieses Jahr auch keinen schlechteren Job abgeliefert, als seine hochdotierten Nebenmänner, ganz im Gegenteil.

Unserer Meinung nach muss man mit Stephan Salger verlängern, er entwickelt langsam Stallgeruch und ist sicherlich einer der Gesichter des Vereins, setzt sich ohne großes Murren auf die Bank und liefert, wenn gefordert, zumeist ab.

Da kann man dann auch Mal über den ein oder anderen privaten Ausrutscher hinwegsehen…

Unser Vorschlag: Verlängern!

 

Julian Börner

Eine der schwierigsten Entscheidungen wird wohl der Vertrag des Captains sein.

Auch wegen der vollkommen umgedrehten Vorzeichen.

Bei der letzten Vertragsverlängerung (06.01.2016), entwickelte sich der junge Börner zum Abwehrchef und unterstrich seinen Marktwert von Woche zu Woche.

In Folge der Verlängerung legte die Nummer 13 noch einmal zwei Schippen drauf und weckte Begehrlichkeiten, Gerüchten zufolge sogar aus der englischen Premier League.

Seitdem das Damoklesschwert, alias Kapitänsbinde, über dem Kopf von „Jule“ schwingt, schwanken die Leistungen allerdings mehr als bedenklich.

Letztes Jahr hat er beinahe den Rekord für die meisten gelben Karten gesammelt, in diesem Jahr reiht sich unglückliche Situation an unglückliche Situation.

Die Verhandlungen drohen eine Hängepartie zu werden, zu weit entfernt scheinen Anspruch und Realität.

Eine Verlängerung zu damaligen Bezügen, bzw. sogar verbunden mit einer Gehaltserhöhung kommt eigentlich nicht in Frage, und so müssen sich beide Parteien die Frage stellen, ob und wie es im Sommer weitergeht.

Vielleicht schafft es Julian Börner, unter Uwe Neuhaus, zu alter Stärke zurück und kann sich so eine Vertragsverlängerung sichern, im anderen Fall werden sich die Wege wohl trennen müssen.

 

Unser Vorschlag: Abwarten!

 

Sören Brandy

Ziemlich genau vor 2 Jahren schlug Sören Brandy seine Zelte im Arminia-Lager auf.

Damals als Heilsbringer im Abstiegskampf verpflichtet, scheint er im Nachhinein einer der größten Fehlgriff Arabis zu sein.

Immerhin 26 Spiele absolvierte der Verler für die Schwarz-Weiß-Blauen, konnte ein Tor, sowie zwei Vorlagen beisteuern.

Dass sich die 26 Spiele insgesamt auf lediglich 428 Minuten summieren, kann dabei allerdings nicht vernachlässigt werden.

Seine Quote ist gar nicht Mal schlecht, die Auftritte ließen allerdings zu oft fragende Gesichter zurück.

Dabei kann man dem Stürmer definitiv nicht den Willen absprechen, was 4 gelbe Karten beweisen.

Trotzdem wird das Missverständnis im Sommer beendet werden, alles andere wäre ein mittelschweres Wunder und den Fans nur schwierig zu vermitteln.

 

Unser Vorschlag: Keine Verlängerung!

 

Christopher Nöthe

Im Team seit 2015 und zuletzt 2016 seinen Vertrag verlängert.

Unübliches Verhalten, aufgrund seiner ersten Saison allerdings durchaus nachzuvollziehen.

31 Spiele und 13 Torbeteiligungen standen für Christopher Nöthe unter Norbert Meier in der ersten Spielzeit zu Buche, Grund genug die Bezüge zu erhöhen und andere Vereine abzuschrecken.

Mit Norbert Meiers Abgang verlor Nöthe allerdings auch seinen Lauf.

Unter Rüdiger Rehm und Jürgen Kramny immerhin noch berücksichtigt, bekam Nöthe unter Jeff Saibene lediglich 121 von 5580(!) Spielminuten.

Leider warfen zwei schwerwiegende Verletzungen den gebürtigen Castrop-Rauxeler zurück, das komplette letzte Jahr stand der Stürmer allerdings bereit, wurde, warum auch immer, allerdings überhaupt nicht berücksichtigt.

Unter Uwe Neuhaus scheint der ehemalige Paulianer wieder eine faire Chance zu erhalten, wurde zuletzt sogar Owusu vorgezogen, fraglich bleibt trotzdem ob er diese nutzen kann und an sein altes Niveau nochmal heran findet.

 

Unser Vorschlag: Nicht verlängern!

 

Fabian Klos

Sicherlich die Personalie, welche mit dem größten Nachdruck angegangen werden sollte.

Verlängerte zuletzte vor 4 Jahren und schnürt die Schuhe jetzt seit insgesamt 8 Jahren für den DSC.

Wenn Salger eines der Gesichter ist, dann ist Fabian Klos Arminia.

Es wurden bereits Gespräche angekündigt, eine frühzeitige Verlängerung wäre definitiv wünschenswert, alleine um Fabian Klos Planungssicherheit zu geben.

Allen finanziellen und sportlichen Überlegungen sollte hier die unglaubliche Verbundenheit der Nummer 9 gegenüberstehen, alles andere als eine Verlängerung würde beinahe einer Tragödie gleichen.

Unserer Meinung nach kann man hier bedenkenlos nochmals um 4 Jahre verlängern und Fabian Klos damit vielleicht sogar das Karriereende in Bielefeld ermöglichen.

Und wer weiß, vielleicht wird der Traum wahr, zusammen mit Fabian Klos in der 1.Bundesliga zu spielen, jeder Anhänger der es mit Arminia hält, würde unter diesem Wunsch wohl, trotz aller Ecken und Kanten von „FK9“ , eine Unterschrift setzen.

 

Unser Vorschlag: Verlängern!

 

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3 Gedanken zu „Armine zu sein, ist ein Privileg…

  1. Gerade mit Salger würde ich aus Gründen der Kaderhygiene nicht verlängern. Da gibt es zu viele Nebenkriegsschauplätze und das Niveau für einen anständigen Innenverteidiger der zweiten Liga wird er auch nicht mehr erreichen.

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