8.Spieltag gegen den 1.FC Heidenheim [SdS Salger]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. 1.FC Heidenheim

„Nach einem starken Saisonstart gerät @arminia immer mehr aus dem Tritt!“, titelt Sky Austria und zeigt damit zweierlei Neuigkeiten.

Einmal dass die Arminia wieder interessant ist und dass sogar über die Landesgrenzen hinaus und andererseits, dass sie das Spiel anscheinend am Ticker verfolgt haben.

In der vielleicht besten Saisonleistung wurde so einiges deutlich.

Unteranderem, dass sich die Arminia zu einer echten Nummer gemausert hat.

Die 62.Spielminute läuft und Vitus Eicher lässt sich überraschend viel Zeit beim Abstoß.

Ein Bild, welches sich nun über die nächsten 30 Minuten ziehen sollte.

Im Lager der Heidenheimer war man sich im Klaren darüber, dass der 0:1 Treffer sehr glücklich gefallen ist und man mehr als zufrieden sein kann.

Ungewohntes Bild dann aber auch nach dem 1:1 Ausgleich, weiterhin wurde jede Möglichkeit genutzt um die Zeit runterzuspielen, ob nun beim Abstoß oder auch bei leichten Zweikämpfen im Mittelfeld.

Einen Punkt in Bielefeld holen, Top!

So kann man die Spielart der Heidenheimer deuten und darüber als Bielefeld Fan durchaus Stolz sein.

Unter dem Strich stehen nun vier Punkte, welche man aus der Englischen Woche mitnimmt, viele Arminen hätten dies vor der Woche wohl nahtlos unterschrieben.

Doch gehen wir noch einmal detaillierter an das gestrige Spiel heran.

Zunächst eine überragende Choreo der Südtribüne, natürlich mal wieder unter der Federführung der LC, welche das Leben von Hannes Scholz ehren sollte.

Auch wir schließen uns natürlich an und gedenken an einen der größten Arminen aller Zeiten, Ruhe in Frieden!

Die ersten Minuten des Spiels liefen dann auch eher unter dem Motto „Die Null halten ist erstrebenswert“ und so ergaben sich weniger Chancen.

Eventuell kann man die ersten Minuten sogar den Heidenheimern anrechnen, da sie durchaus couragiert begannen.

Die erste Chance gehörte dann trotzdem der Arminia, nach guten Zusammenspiel zwischen Voglsammer und Staude.

Die Schlagzahl wurde von Minute zu Minute erhöht und gerade unsere Rechte Seite um Teixeira und Weihrauch absolvierte eine gute Anfangsphase.

Heidenheim kam lediglich zu einer kleineren Chance, nach einem Ballverlust von Klos zeigten sie ihr starkes Umschaltspiel, doch Ortega wurden keine Probleme bereitet.

Nachdem die Arminia nun zwischenzeitlich bis zu 70% Ballbesitz aufwies, könnte man schon von einer klaren Dominanz reden.

Die Führung lag in der Luft, lediglich die Chancen fehlten.

Bis zur 19.Minute, handlungsschnell führt Ortega einen Abstoß aus, welchen Klos sehr gut verarbeitet und damit Staude in Szene setzt, der Youngster verpasst die verdiente Führung nur knapp.

Die restlichen 25 Minuten ergab sich ein ähnliches Bild, der DSC mit viel Ballbesitz aber wenig Chancen, die Heidenheimer mit einer souveränen Abwehrarbeit.

Zu dieser Abwehrarbeit leistete Schiedsrichter Aarnink allerdings auch sein übliches, zwischenzeitlich wurde auf der Südtribüne gerätselt, ob der Nordhorner eventuell seine Karten in der Kabine hat liegen lassen.

Diese sehr großzügige Linie wurde von dem Heidenheimer Abwehrspielern das ein oder andere Mal gerne ausgenutzt und so glitt dem Schiedsrichter die Partie ein wenig aus der Hand.

Alleine bei den mehrmaligen Foulspielen gegen Florian Hartherz hätte man diskutieren können.

Dieser Florian Hartherz betrat den Platz zur zweiten Hälfte dann auch nicht mehr.

Und so begann das große Stühle rücken.

Teixeira wechselte von der rechten Abwehrseite nach links, Weihrauch vom rechten Flügel auf die rechte Abwehrposition und der eingewechselte Christoph Hemlein übernahm die Position von Weihrauch.

Angesichts dessen, dass man mit Dick einen etatmäßigen Außenverteidiger auf der Bank hat sitzen lassen, sicherlich mutig von Jeff Saibene, dieser Mut wurde allerdings belohnt, soviel sei vorweggenommen.

Während die erste Chance der zweiten Hälfte Heidenheim gehörte, sahen die Zuschauer nun wohl die beste Halbzeit der bisherigen Saison.

Eingeleitet wurde Sie in der 52.Minute mit einer guten Chance von Christoph Hemlein.

Innerhalb der nächsten 8-9 Minuten drang die Arminia den Gegner förmlich in den eigenen Sechszehner und übte gehörigen Druck aus.

Konstantin Kerschbaumers traumhafter Schlenzer war da sicherlich nur die Kirsche auf der Torte und hätte definitiv einen Treffer verdient.

Die Schlafwagenstimmung der Alm hatte nun ein Ende und es war sichtlich Feuer drin.

Jede Ecke und jede Chance wurde frenetische gefeiert, angestachelt von den Hochmotivierten Klos und Hemlein.

Der Treffer zum 1:0 war nur noch eine Frage der Zeit, dachten sich Fans und wohl auch Spieler.

So wurde man ein wenig zu sorglos in der Defensive und plötzlich war doch ein Heidenheimer durchgebrochen.

Mit Mühe und Not kann Salger diesen Vorstoß zwar noch klären, allerdings auf Kosten einer Ecke.

Wie heißt es üblicherweise? Wenn es aus dem Spiel nicht klappt, dann hilft ein Standard.

Diesen Satz haben sich die Heidenheimer gestern hinter die Ohren geschrieben und erzielten den Treffer zum 0:1.

Keiner wusste wirklich, wie das passieren konnte, will man den Spruch „Treffer aus dem Nichts“ erklären, dann zeige man ihm das Spiel ab der 50.Minute.

„Mund abputzen“, dachten sich viele.

Und auch dieses Zitat wurde selten so gut umgesetzt, es herrschte keine Schockstarre.

Die Mannschaft spielte unbeeindruckt weiter und auch der guten Stimmung tat der Gegentreffer keinen Abbruch.

So ergaben sich schnell wieder Chancen für die Blauen, doch Pech oder Unvermögen, eventuell auch eine Mischung, versagten den Torerfolg.

Der Verdiente Ausgleich fällt dann ironischerweise auch nach einem Standard.

Aufgrund des Spielverlaufs war der Arminia der Punkt natürlich zu wenig, Heidenheim, wie oben beschrieben, klammerte sich allerdings an diesen.

So ergab sich ein nervenaufreibendes Spiel, in welchem die Arminia allerdings nicht mehr zu DER 100% Chance kommt und dementsprechend den Punkt mitnehmen muss.

Unter dem Strich kann man mit der Leistung gegen die schwer zu bespielenden Heidenheimer sicherlich zufrieden sein und positiv in die Zukunft gucken.

Bezüglich des Schiedsrichters muss man allerdings (leider) Mal wieder ein wenig nachharken.

Insgesamt sicherlich eine unglückliche Leistung, wie in einem solchen Spiel lediglich zwei Gelbe Karten vergeben werden können ist schon verwunderlich, aufgrund von insgesamt 30 Foulspielen beider Teams.

Sei’s drum, angesprochen werden muss auch die fragwürdige Zuschauerzahl auf der Alm.

Ob es nun an der frühen Anstoßzeit, dem eher unattraktiven Gegner oder der Englischen Woche lag, 15.000 sind, beim aktuellen Tabellenstand, einfach zu wenig.

Drum lasst Uns in Zukunft alle unsere Freunde animieren und die Alm wieder angemessen füllen!

 

Stefan Ortega:

Schwieriges Spiel für den Torhüter, da wenig geprüft.

Im Duell gegen seinen ehemaligen Wettstreiter Vitus Eicher war er sicherlich der Beschäftigungsärmere.

Beim Gegentreffer kann man eventuell darüber diskutieren, ob Ortega rauskommen muss, trotzdem darf ein Arne Feick auch nicht so unbedrängt zum Kopfball kommen.

Leitete die ein oder andere Situation durch eine handlungsschnelle Spieleröffnung ein, fiel sonst allerdings nicht weiter auf.

Wenn doch mal gebraucht, dann konzentriert und auf der Höhe.

 

Note: 3

 

Florian Hartherz:

Absolvierte an sich eine unaufgeregt und gute erste Halbzeit, in welcher er Defensiv wenig zuließ.

Offensiv gewohnt emsig, wenn auch nicht mit der allerhöchster Schlagzahl.

Musste zur Halbzeit, wohl verletzungsbedingt, ausgewechselt werden und musste das erste Mal in dieser Saison von außen zusehen.

Bis dahin eine sehr konzentrierte Leistung des Linksverteidigers.

 

Note: 3

 

Stephan Salger:

Knüpfte nahtlos an das Dresden Spiel an und überzeugte auf ganzer Linie.

Ob er sich die gelbe Karte abholen muss bleibt fraglich, hier kommt er allerdings auch einfach eine Nuance zu spät.

Absolviert den Rest der Partie allerdings auch mit dieser Bürde souverän und war ein wichtiger Bestandteil der Hintermannschaft.

 

Note: 2

 

Julian Börner:

Match“winner“.

Sicherte der Arminia durch einen überragenden Kopfball den Punkt und stand auch in der Defensive wieder sicher.

Zudem immer wieder der erste Angreifer, indem er einige Angriffe einleitete.

Sicherlich auch nicht in dem Maße gefordert, allerdings kann man mit der Leistung des Capitano sehr zufrieden sein.

 

Note: 2

 

Nils Teixeira:

Begann sehr offensivstark und bemüht.

Harmonierte sehr gut mit Vordermann Weihrauch und lief die Linie hoch und runter.

Schaltete dann allerdings einen Gang zurück und nahm sich die ein oder andere Auszeit.

Im zweiten Durchgang konnte man ihn dann auch Mal auf der linken Abwehrseite beobachten.

Dies tat seinem Spiel keinen Abriss.

War zwar nicht mehr so Offensivstark und stand eventuell ab und an zu weit vom Gegenspieler entfernt, aber insgesamt eine gute Partie des ehemaligen Dresdeners.

Note: 2

 

Manuel Prietl:

Eine überragende Passquote und Sieger der wichtigen Zweikämpfe.
Wieder einmal ein guter Auftritt des Österreichischen Sechsers.

Zeigte sich diesmal auch selbstbewusst im Abschluss und suchte diesen, vielleicht auch zu häufig.

Trotzdem ein essenzieller Spieler im Bielefelder Pressing, da er etliche Bälle gewinnt und immer wieder für gefährliche Situationen sorgt.

Gestern weniger im Pressing gefordert, dafür Defensiv sehr konzentriert.

 

Note: 2

 

Konstantin Kerschbaumer:

Klammert man die ersten 10-15 Minuten aus, in welchen er etwas unsicher wirkte, ein überragender Auftritt der Leihgabe.

Erlebte seinen Höhepunkt eigentlich kurz vor seiner Auswechslung, als er die Spielmacherposition vollkommen an sich riss.

War eigentlich an jeder Chance der Bielefelder Drangphase beteiligt und hätte sich auch eigentlich selber belohnt, eine Glanzparade von Eicher hatte allerdings was dagegen.

Spielte so gut wie keinen Fehlpass und hätte, wenn nicht so früh ausgewechselt, sicherlich eine „1“ verdient.

Diese Leistung hat Spaß gemacht.

 

Note: 2

 

Keanu Staude:

Die „Denkpause“ hat ihm sichtlich gut getan.

Startete sehr Engagiert und nahm am Spiel teil.

Dieses Mal sogar nahezu über die komplette Distanz des Spiels.

Überzeugte durch eine überragende Übersicht und Passquote und wirkte generell sehr Ballsicher.

Traute sich zudem immer wieder ins Dribbling und markierte drei Abschlüsse.

Hätte an sich auch einen Treffer verdient gehabt, doch es hat nicht sein sollen.

Trotzdem ein guter Auftritt des dribbelstarken Youngsters.

 

Note: 2

 

Patrick Weihrauch:

Auf ungewohnter Position überzeugte der Rechtsverteidiger restlos.

Ließ eigentlich keinen Ball verloren gehen und überzeugte mit einem starken Offensivdrang.

Hier ergänzte er sich auch gut mit seinem Vordermann.

In der ersten Halbzeit vielleicht noch ein wenig unauffällig.

Auch wenn seine Leistung gestern in der zweiten Hälfte sogar besser war, als die der ersten Hälfte, sehen wir ihn doch eher in der Offensive.

Alleine aufgrund seiner sehr starken Technik und der nie schlafenden Kreativität, beide Attribute brachte er in Halbzeit eins auch immer wieder kurzzeitig zum Vorschein.

 

Note: 2

 

Fabian Klos:

Drei Torschüsse, kein Tor.

Schade!

Trotzdem überragend, in welchem Stil sich Fabi diese Chance teils selber erarbeitet.

So auch kurz vor Schluss, als er sich gegen die halbe Heidenheimer Abwehr durchtankt und das Tor nur knapp verfehlt.

Insgesamt wieder eine sehr couragierte Leistung der Nummer 9.

Lief erneut knapp 11 Kilometer und damit ungefähr einen mehr als sein Sturmpartner.

Auch in der Rolle als Ballverteiler konnte er immer wieder überzeugen, so war auch er ein wichtiger Bestandteil der Bielefelder Drangphase.

 

Note: 2

 

Andreas Voglsammer:

Hatte gestern gegen die großgewachsenen Heidenheimer Innenverteidiger keinen leichten Stand.

Konnte seine überragende Zweikampfquote nicht halten und hatte ausnahmsweise einen „normalen“ Wert.

Allerdings ließ dieses Mal auch die Passquote ein wenig zu wünschen übrig.

Insgesamt schien es dann auch häufig so, als wenn Vogi sein Glück erzwingen wollte.

Sein zugegebenermaßen artistischer Fallrückzieher landete zwar nur knapp neben dem Tor, allerdings übersah er auch den deutlich besser positionierten Staude und nahm ihm damit eine gute Chance.

Trotzdem natürlich kein schlechtes Spiel vom Stürmer.

 

Note: 3

 

Christoph Hemlein:

War überraschenderweise nicht von Beginn an in der Mannschaft, durfte dann allerdings ab der zweiten Halbzeit mitwirken.

Brachte im Zuge dessen auch ordentlich Schwung in die Partie und bereitete Feick einige Probleme.

Eröffnete die Drangphase mit seiner guten Chance und machte die linke Seite zum Dauerproblem der Heidenheimer.

Insgesamt profitierte Hemlein natürlich ebenso von Weihrauch, wie dieser von Hemlein.

Trotzdem eine gute Jokerleistung von Hemlein, der mit durchweg guten Werten überzeugt.

 

Note: 2

 

Tom Schütz:

Überragend!

Kam für den schon sehr guten Kerschbaumer in die Partie und war direkt drin.

So ergab sich für ihn direkt eine Großchance, welche ihr Ziel nur knapp verfehlte.

Viel wichtiger allerdings die Standards, waren diese vorher eher traurig ausgeführt worden, brachte Schütz eine unglaubliche Gefahr in seine Ecken.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis eine ihr Ziel findet.

Die nach Standards generell starke Arminia braucht ihren Schütz(en) anscheinend auf dem Platz, um diese Gefahr ausnutzen zu können.

Hier wird sich für Saibene noch die ein oder andere Qual der Wahl ergeben.

Für uns der beste Mann, da spielentscheidend!

 

Note: 1

 

Euer Spieler des Spiels: Stephan Salger!

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer war Euer Spieler des Spiels gegen Heidenheim?

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