7.Spieltag gegen die SG Dynamo Dresden [SdS Voglsammer]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. Dynamo Dresden

Welch ein abgeklärtes Spiel der Schwarz-Weiß-Blauen!

Dresden, durchaus als heißes Pflaster bekannt, bleibt ein guter Gastgeber für unsere Arminia.

Im nun fünften Auswärtsspiel konnte die Arminia das dritte Mal gewinnen, bei einem Unentschieden, sowie einer Niederlage.

Dabei spielte der DSC das Spiel gestern, in unseren Augen, wie eine Topmannschaft.

Mit der Gewissheit, dass man mit einem Punkt durchaus leben könne, beschäftigte man sich zunächst damit, die Hintermannschaft zu stabilisieren und „die Null“ zu halten.

Daraus ergab sich dann eben auch ein vorerst abwartendes Agieren beider Teams.

Immer wieder wagte einer von beiden etwas mehr, woraufhin allerdings der Gegenüber ständig reagieren konnte.

Die Arminia war zunächst darauf aus, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und ließ einige Angriffe über mehrere Stationen laufen.

Als Beispiel hier nur einmal die 5 Spielminute, in welcher schier unzählige Arminen den Ball berührten, ohne dass die Dresdener auch nur den Hauch einer Chance verspürten.

Die ersten „Chancen“ gab es dann in der 16.Minute für die Dresdener und in der 22.Minute für die Bielefelder.

Der Bielefelder Chance ging eine überragende Einzelaktion von Voglsammer hervor, wirklich gefährlich war der Schuss dann allerdings auch nicht.

Andreas Voglsammer war, zumindest im ersten Durchgang, immer wieder an halbwegs brenzligen Situationen beteiligt und sorgte für ordentlich Furore.

Die erste Großchance gehörte dann allerdings den Gastgebern, nach einer Unsicherheit von Ortega muss der Ball eigentlich im Netz zappeln, eine Mischung aus Wille seitens Klos und Unvermögen des Dresden Stürmers vereitelten diese Chance dann aber (zum Glück).

Ortega machte diesen Fehler ein paar Zeigerumdrehungen später auch schon wieder wett, als er einen gefährlichen Kopfball souverän entschärfte und den schwierigen Ball spielend leicht festhielt.

Bevor dann der Halbzeittee serviert wurde, ergaben sich noch kleinere Gelegenheiten für Klos und Teixeira, während der Außenverteidiger die Schusssituation verpasste, machte Fabi aus seiner Gelegenheit wohl noch das Beste und verfehlte das Tor nur knapp.

Die erste Halbzeit war vorbei und man kann von einem verdienten 0:0 sprechen, bei welchem Dresden eventuell etwas mehr Spielanteile besaß, allerdings nicht wirklich zwingend wurde.

Die zweite Hälfte begann dann ähnlich wie die erste aufhörte, die Arminia spielte ihre Rolle als abwartende Mannschaft sehr gut und Dresden fiel wenig bis gar nichts ein.

Einziges Manko der Ostwestfalen dann wohl die Chancenerarbeitung, viele gute Ansätze waren da, wurden allerdings nicht zielgerichtet zu Ende gespielt.

So musste es kommen, wie es kam, die Dresdener wollten die drei Punkte und mussten mehr wagen, die Arminia hingegen lauerte auf die eine Situation.

Während Klos gestern, zumindest im Abschluss, keinen Sahnetag erlebte, machte sein Sturmpartner einen umso kaltschnäuzigeren Eindruck.

Nach einem Standart der Dresdener wird ein Befreiungsschlag von Salger gefährlicher als man es zunächst annehmen konnte.

Einen katastrophalen Fehler der Dresdener Hintermannschaft nutzt Voglsammer dann eiskalt, keine Selbstverständlichkeit in dieser Situation.

Während das Spiel nun auf der berühmten „Messersschneide“ stand und Dresden alles nach vorne warf, spielte die Arminia relativ souverän und abgebrüht ihren Stil weiter und versuchte nicht durch lange Bälle oder Eckfahnenläufe die Zeit von der Uhr zu nehmen.

So kann man auch lediglich eine Großchance der Dresdener verbuchen, in der 86.Spielminute reagiert Ortega aber ordentlich und kann den Schuss von Mlapa abwehren.

Dass die Arminia weiterhin nach vorne spielte, machte sich kurz vor Schluss beinahe bezahlt.

Nach starker Kombination zwischen den Eingewechselten Kerschbaumer und Staude, verfehlt der Youngster das Tor nur ganz knapp.

Der Schlusspunkt war dann Neuzugang Weihrauch vorbehalten, nachdem der Torhüter mit nach vorne gekommen war, bleibt der Flügelflitzer von der Mittellinie abgezockt und erzielt einen sehenswerten Treffer der Kategorie „Erwartbar, aber sehr schwierig“.

Insgesamt hat Jeff Saibene genau die richtigen Schlüsse aus der Gegentorflut gezogen und an den richtigen Stellschrauben gedreht.

Uns gefällt, dass Saibene jegliche Probleme offen anspricht und auch mal unangenehme Entscheidungen trifft.

Zu Buche stehen nun 13 Punkte aus 7 Spielen und am kommenden Spieltag ein durchaus machbares Heimspiel gegen Heidenheim, wobei auch hier gilt, in dieser Liga sollte man niemanden unterschätzen!

 

Stefan Ortega:

Pflichtbewusst erfüllte Ortega seine Aufgabe im Mittwochsspiel gegen Dresden.

Zwar offenbarte der Torhüter die ein oder andere Unsicherheit und hatte in Minute 29 wohl das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, aber insgesamt absolvierte er ein durchaus passables Spiel.

Wenn zwingend benötigt, reagierte er sicher (Minute 32).

Zudem seine gute Parade im Schlussspurt der Partie, welche zwar sicherlich nicht in die Kategorie „eigentlich Unhaltbar“ fällt, aber dafür eine gehörige Portion Konzentration erforderte.

 

Note: 3

 

Nils Teixeira:

Bekam an seiner alten Wirkungsstätte die Chance von Beginn an und ließ zunächst einige Haare ergrauen.

Zu häufig spielte er den Ball, teils unbedrängt, in die Füße der ehemaligen Mitspieler und ermöglichte so die ein oder andere brenzlige Situation.

Stabilisierte sich allerdings mit zunehmender Spieldauer und wusste, gerade in der Offensive, für Furore zu sorgen.

Besonders seine Flanken aus dem Halbfeld sind eine echte Waffe und bilden eine Willkommende Facettenerweiterung unseres Offensivspiels.

Sicherlich hätte er häufiger den Abschluss suchen können, dass der Rechtsverteidiger allerdings überhaupt in solche Abschlusssituationen kommt, zeigt seinen starken Offensivdrang.

Insgesamt natürlich wieder ein Spiel mit Licht und Schatten, aber eine deutliche Steigerung zum Darmstadt Spiel.

 

Note: 3

 

Julian Börner:

Es war nicht alles Gold was glänzt, doch trotzdem auch hier eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen.

Beteiligte sich wieder häufiger am Spielaufbau und glänzte immer wieder als Wortführer auf dem Platz.

Auf der anderen Seite trotzdem immer wieder mit ungewohnten Fehlern in der Zweikampfbewertung oder der Ballmitnahme.

Summa summarum spielte unser Kapitän allerdings wieder näher an der Form der Vorsaison und konnte auch Offensiv (endlich) Mal wieder für Gefahr sorgen.

 

Note: 3

 

Stephan Salger:

Er bringt die Sicherheit zurück in die Viererkette.

Leitete viele Angriffe durch eine ungewohnt gute Spieleröffnung ein und bereitete auch den wichtigen 1:0 Treffer vor.

Dass die „Vorlage“ so sicherlich nicht gewollt war, bestätigt allerdings unsere These.

Salger erkennt genau, wann es einen Befreiungsschlag benötigt und wann man es spielerisch lösen sollte.

Zudem konnte der Kölner nicht selten durch eine gute Zweikampfführung auf sich aufmerksam machen, ein „Börnereskes“ Solo ließ sich Salger auch nicht nehmen.

Natürlich hatte auch unsere Nummer 11 keinen komplett Fehlerfreien Abend, aber insgesamt kann man von einem sehr guten Spiel berichten.

 

Note: 1

 

Florian Hartherz:

Vollkommen zufrieden!

Um das Fazit vorwegzunehmen, ein sehr couragierter Auftritt des Linksverteidigers.

Wirkte deutlich frischer und spritziger als in den vorherigen Partien und war sich für keinen Sprint zu schade.

Gerade was die Offensive angeht mit einigen Impulsen, mit ein wenig mehr Glück bereitet er das 1:0 durch Klos vor.

Defensiv immer auf der Höhe und auch in der Schlussphase immer wieder mit wichtigen Ballgewinnen.

Eine deutliche Leistungssteigerung und ein Hoffnungsmacher für die Zukunft!

 

Note: 2

 

Tom Schütz:

Als wäre er nie weg gewesen!

Alleine seine Spielart beruhigte das Spiel ungemein.

Stopfte viele Löcher und brachte seine große Übersicht gut ein.

Suchte häufiger auch mal den Nebenmann und verzichtete dadurch auf einen Risikopass.

Die Rolle von Schütz ist schwierig zu bewerten, da auch wieder relativ unauffällig, aber sehr wichtig!

Reichte noch nicht für die vollen 90 Minuten, wir sind gespannt wie er aufspielt, wenn er wieder bei 100% ist.

 

Note: 2

 

Manuel Prietl:

Konnte sich mit Schütz als Nebenmann in eine leicht andere Rolle begeben und erfüllte diese gut.

Überzeugte vor allem durch seine starke Passquote, die wichtigen Zweikämpfe waren zudem zumeist die seinen.

Eventuell kann er im nächsten Spiel sogar noch einen Tick mehr in der Offensive agieren, mit der Gewissheit, dass Schütz absichert.

Für das erste Spiel der beiden seit langem sicherlich ein guter Anfang!

 

Note: 2

 

Christoph Hemlein:

Erneut schwierig zu bewerten.

Hatte nicht allzu viele Aktionen.

Überzeugte allerdings vor allem durch seine überragende Zweikampfquote, gerade im Defensivbereich.

Wenn er mal den Ball in aussichtsreicher Position bekam, dann leitete er diesen meist auch zielführend weiter.

Leider trotzdem erneut nichts Zählbares, die üblichen Stärken hat er, wie gewohnt, eingebracht.

 

Note: 3

 

Patrick Weihrauch:

Wendig und Effektiv!

So würden wir seine Spielart am gestrigen Tage bezeichnen.

Verfügt über eine überragende Technik und eine gute Grundgeschwindigkeit, in dieser Kombination definitiv eine Waffe im Offensivspiel der Bielefelder.

Insgesamt würden wir seine erste Halbzeit sogar noch einen Tick besser bewerten, als die zweite, dort bewahrte er allerdings einen kühlen Kopf und machte „den Sack“ zu.

Wie fleißig „PW7“ momentan die Scorerpunkte sammelt ist schon beachtlich, momentan ein essenzieller Stammspieler der Bielefelder Elf.

 

Note: 2

 

Fabian Klos:

Fabi der Retter.

Wir haben nicht mitgezählt, aber Klos rettet die Arminia zum zigsten Mal in dieser Saison auf der Linie vor dem Rückstand.

Ansonsten ist Fabi allerdings nicht so viel gelungen, einige Fehlpässe schlichen sich dann doch in sein Spiel ein, der Abschluss ließ gestern auch teilweise zu wünschen übrig.

Trotzdem war Klos, der teilweise gedoppelt wurde, alleine wegen seiner Präsenz natürlich wieder extrem wichtig.

Hervorheben muss man natürlich wieder einmal seine überragende Laufarbeit, mit welcher er einige Lücken reißt und somit unauffällig Chancen ermöglicht.

 

Note: 3

 

Andreas Voglsammer:

Momentan schlichtweg ein Phänomen!

Schon in Durchgang eins der bemühteste vor dem Tor, im zweiten Durchgang erzielte „Mister 1:0“-mal wieder den Knotenlöser.

Dazu kommt eine überragende Zweikampfquote, sowie einige technische Finessen.

Ein Voglsammer in dieser Form ist unersetzlich für die Mannschaft und für die Gegner schwer auszurechnen.

Chapeau!

 

Note: 1

 

Keanu Staude:

Kam in einer schwierigen Phase der Partie und musste sich fortan mehr mit Defensivaufgaben beschäftigen, als ihm lieb ist.

Dementsprechend wenig lief nach vorne zusammen.

Kurz vor Schluss mit einer überragenden Aktion, der Abschluss verfehlte das Tor nur knapp.

Diese Aktion war allerdings auch seine einzige nennenswerte, hier hätte man sich sicherlich ein wenig mehr Schwung erwünscht.

Kommt insgesamt in knapp 30 Minuten auf lediglich 8 Ballkontakte, natürlich ist das zu wenig.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Konstantin Kerschbaumer:

Der Joker Kerschbaumer wusste durchaus zu überzeugen.

Konnte durch seinen konditionellen Vorsprung einige Bälle nach vorne treiben und damit Chancen einleiten.

Gewann viele wichtige Zweikämpfe in der Defensive, mit dem gewonnenen Ball wusste er dann stets etwas anzufangen und in Konter umzumünzen.

Note: Ohne Bewertung

 

 

Brian Behrendt:

Kam in der Schlussphase um die Defensive zu stärken und agierte als Bindeglied zwischen IV und Sechser.

Erfüllte diese Rolle gewohnt abgeklärt.

Eine Zweikampfquote von 100% spricht für sich, wohl dem, der einen solchen Spieler einwechseln kann.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Andreas Voglsammer!

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer war Euer Spieler des Spiels gegen Dresden?

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