Kaderanalyse

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Kaderanalyse

„Aus 29 mach 23“, so lautet der Plan von Samir Arabi und Jeff Saibene zur diesjährigen Transferphase.

Am Tag der offiziellen Öffnung des Transferfensters stehen allerdings nur 22 Profis im Kader der Arminia.

13 Abgänge gibt es bisher, davon wurden 3 Spieler verkauft, ein Leih-Spieler musste zu seinem Verein zurück, 7 Verträge wurden nicht verlängert, einen Spieler verlieh man und ein weiterer beendete seine Karriere.

Laut jüngsten Aussagen werden von nun an „mehr Spieler kommen, als gehen“.

Weitere Zugänge waren so oder so zu erwarten, da die angepeilte Kadergröße von 23 noch nicht erreicht ist, doch das Zitat lässt auch Spielraum für mögliche Abgänge.

Wir wollen heute kurz und kompakt auf den aktuellen Kader schauen und offene Baustellen lokalisieren, sowie mögliche Kandidaten für einen Abschied benennen.

Dafür betrachten wir das 4-4-2 System, welches von Saibene bevorzugt benutzt wird.

 

Torwart:

Auf der Torwartposition besitzt man eine gute Mischung aus Talent und Profierfahrung, hier besteht keinerlei Handlungsbedarf.

Ein Wechsel von Rehnen haben wir bereits ausgeschlossen, dementsprechend sollten hier alle Planungen abgeschlossen sein.

 

Rechtsverteidiger:

Nicht überraschend, dass die Rechtsverteidiger-Position momentan zu den beiden größten Baustellen zählt.

Mit Lang und Görlitz verließen zwei potenzielle Kandidaten die Arminia, während mit Florian Dick nur noch ein gelernter RV im Kader steht.

Die spannende Frage ist, ob man mit Dick als Stammspieler in die Saison gehen wird.

Florian Dick hat sich, nachdem er letzte Saison bereits ausgemustert war, wieder in die Stammformation gekämpft und durchaus überzeugt.

Trotzdem wird auch Dick nicht jünger und somit auch nicht unbedingt schneller.

Der Rechtsverteidiger offenbarte immer wieder, dass er mit den schnellen Außenspielern der Liga nicht mehr vollends mithalten kann, dazu kommen seine offensiven Qualitäten von Saison zu Saison auch immer weniger zur Geltung.

So wäre es aus Arminia Sicht am sinnigsten, wenn man sich hier nach einer jüngeren Alternative umschaut und mit Florian Dick dann einen starken Back-Up in der Rückhand hat.

 

Innenverteidigung:

Mit Börner und Behrendt wurde der Stamm gehalten und mit Salger und Weigelt besitzt man zwei Alternativen.

Salger, der Allrounder, hat immer wieder bewiesen, dass auf ihn Verlass ist, wenn er gebraucht wird und Weigelt kann im Schatten der drei in Ruhe reifen und langsam an das Team herangeführt werden.

Da sowohl Behrendt, als auch Börner immer wieder für Sperren gut sind, werden hier wohl auch alle auf ihre Einsatzzeiten kommen.

Auf der Position des Innenverteidigers besteht keinerlei Handlungsbedarf.

 

Linksverteidiger:

Sebastian Schuppans Vertrag wurde nicht verlängert und so steht auch auf der Position des LV momentan nur eine Alternative bereit.

Mit Florian Hartherz hat man einen Verteidiger, der in der letzten Saison durchaus bewiesen hat, dass er eine ernsthafte Alternative für die Stammposition sein könnte, wenn er eine gewisse Konstanz in sein Spiel bekommt.

So hat man mit Stephan Salger zwar noch eine Notfalllösung im Kader, auf diese sollte man, zwecks Geschwindigkeit, allerdings nicht dauerhaft bauen.

So ist zu erwarten, dass Samir Arabi hier noch einmal reagiert, mit Nils Texeira wird auch bereits ein Name in der Presse gehandelt.

Es wäre durchaus sinnvoll einen ernsthaften Konkurrenten für Hartherz zu verpflichten, um auf etwaige Leistungsschwankungen reagieren zu können.

 

Zentrales Mittelfeld:

Im zentralen Mittelfeld gab es 2 Abgänge und nur einen Zugang.

Mit Dauer-Institution Tom Schütz, sowie den immer stärker werdenden Manuel Prietl wurden die Stamm „Sechser“ der letzten Saison gehalten.

Durch den Transfer von Kerschbaumer hat man sich eine weitere Alternative geschaffen, die durchaus Potenzial verspricht.

Allerdings besitzt man aktuell nur 3 Spieler für 2 Positionen, da mit Junglas und Holota zwei potenzielle Kandidaten dem Verein den Rücken gekehrt haben.

Einerseits ist es möglich, dass hier auf Ersatzmänner von anderen Positionen gebaut wird, so besitzt man mit Behrendt, Salger und Weigelt drei weitere Alternativen für diese Position, allerdings wäre dies durchaus gefährlich, da gerade die Positionen des IV, sowie die des ZM für Sperren prädestiniert sind.

In diese Lücke hätte Marco Hober gut gepasst, der sein Glück allerdings in Lotte versuchen wird.

So wäre die Verpflichtung eines Ergänzungsspielers für die Position des ZM durchaus angebracht.

 

Linksaußen:

Mit Shootingstar Keanu Staude, sowie dem fest verpflichteten Leandro Putaro besitzt man ein enormes Potenzial auf der linken Außenbahn.

Gleichzeitig darf man Christopher Nöthe nicht vergessen, in der letzten Saison Verletzungsgeplagt, will der gelernte Stürmer nun wieder angreifen.

Hier stellt sich auch die Krux da, sollte die Entwicklung von Keanu Staude weiterhin reibungslos verlaufen, wird für Christopher Nöthe wohl kein Vorbeikommen sein, als dauerhafter Ersatz wird sich Nöthe allerdings auch nicht sehen.

So könnte Christopher Nöthe wieder auf seine angestammte Stürmer-Position, für die sich Leandro Putaro allerdings ebenfalls bewirbt.

Da auf der Stürmerposition mit Fabian Klos, Andraz Sporar und Andreas Voglsammer momentan aber auch kein Bedarf besteht, könnte es für Christopher Nöthe im Kader eng werden.

So gilt er, in unseren Augen auch noch als potenzieller Abgang.

Da eine Rückkehr ins Teamtraining noch nicht feststeht und Jeff Saibene sich auch in der letzten Saison kein Bild von Nöthe machen konnte, sollten Samir Arabi und Jeff Saibene intensiv über diese Personalie nachdenken.

 

Rechtsaußen:

Auf der Gegenseite besitzt man mit Patrick Weihrauch einen Spieler mit Potenzial, der mit dem erfahrenen Hemlein konkurriert.

Hier besteht kein Handlungsbedarf mehr, dieses Duo wird für die Arminia, in der nächsten Saison, die rechte Seite beackern.

 

Stürmer:

Die wohl spannendste Position.

Da im System von Jeff Saibene einer der beiden Stürmer eher als hängende Spitze agiert (siehe Yabo), reden wir eigentlich eher von einer Mischung aus 4-4-2 und 4-2-3-1 System.

So agiert der zweite Stürmer zwar nicht gänzlich als klassicher „10er“, aber ebenso wenig als klassischer „9er“.

Für die vakante Position, welche Yabo hinterlassen hat, wurde mit Andraz Sporar ein ähnlicher Spielertyp verpflichtet, welcher allerdings wohl ein tick offensiver agiert.

Nun haben wir also Klos, Sporar und Voglsammer für diese zwei Positionen, allerdings sollte man auch Brandy und Ulm nicht vergessen.

Damit kommen wir auch schon zu den potenziellen Abgängen Nummer 2 und 3.

Der Transfer von Brandy entpuppt sich leider als Missverständnis, da er in das System von Jeff Saibene nicht wirklich herein passt.

Hier wäre ein Abgang sicherlich eine logische Folge, um weitere Verstärkungen (LV,RV) zu realisieren.

Mit David Ulm haben wir ein zweites „Opfer des Systems“, seine Position des klassischen „10ers“ gibt es in der Form bei Jeff Saibene nicht und so wäre die Position von Sporar am ehesten seine, für diese ist er allerdings schlicht weg zu ungefährlich vor dem Tor.

Der Publikumsliebling wäre wohl sogar der Abgang, der am wenigsten überraschend wäre, da er bereits seit längerer  Zeit keine Rolle mehr spielt.

Für die Position von Sporar sollte man dementsprechend überlegen, ob man noch einen ähnlichen Spielertyp als Back-Up verpflichtet, oder auch hier auf Alternativen von anderen Positionen zurückgreift, beispielsweise Staude/Putaro.

 

Alles in Allem hätten wir also, laut unserer Meinung, Bedarf auf 4 Positionen.

So sollte man auf den beiden Defensiven Außenbahnen jeweils gestandene Spieler holen, sowie Ergänzungsspieler für das ZM und den Sturm.

Als mögliche Abgänge haben wir Christopher Nöthe, David Ulm und Sören Brandy ausgewählt, da sie entweder nicht ins System passen, oder keine Perspektive auf regelmäßige Einsatzzeiten besitzen.

So würden insgesamt noch 3 Spieler den Verein verlassen, sowie 4 Spieler verpflichtet werden und man hätte unter dem Strich eine Kadergröße von 23, sowie eine gute Mischung aus Jung und Alt.

Man hätte jede Position doppelt besetzt und könnte sowohl auf Verletzungen, sowie auf Sperren und Leistungsschwankungen reagieren.

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