5.Spieltag gegen den MSV Duisburg [SdS Ortega]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. MSV Duisburg

Oha, das hat gesessen!

Man konnte davon ausgehen, dass die Siegesserie nicht unendlich fortgeführt werden kann, aber die Art und Weise der gestrigen Niederlage wirft dann doch Fragen auf.

Bei der höchsten Heimniederlage seit 1 ½ Jahren (16.03.2016, 0:4 gegen Nürnberg) ließ die Arminia alle Tugenden vermissen.

Erstmals unter Jeff Saibene blieb die Mannschaft ohne eigenen Torerfolg, gleichzeitig kassiert man in einem Spiel mehr Gegentore, als an den vorherigen vier Spieltagen zusammen.

Dass dies alles gegen einen direkten Konkurrenten und Aufsteiger passiert, ist dann doch beängstigend.

Vor allem da man die drei Punkte gegen Duisburg, gerade bei einem Heimspiel, wohl fest eingeplant hatte.

Von diesen drei Punkten war man allerdings die kompletten 90 Minuten weit entfernt.

So erwischte die Arminia mal wieder den schwächeren Start und kann sich bei Ortega bedanken, dass es nicht bereits in der 5 Minute 0:1 steht, als Stoppelkamp viel zu viel Platz gewährt wurde.

Keine 15 Minuten später war es dann aber doch soweit und das nicht gerade überraschend, ein haarsträubender Fehler von Florian Dick ermöglicht die Duisburger Führung, dass darf einem 2.Ligaspieler in dieser Form nicht passieren.

Wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Weihrauch, nach Traumpass von Kerschbaumer, kurz nach dem Rückstand den Ausgleich erzielt, steht in den Sternen, trotzdem darf man diese Chance dann doch nutzen, wenngleich es auch die größte Chance der Partie sein sollte.

Chancenarm war die Partie allerdings nicht, denn weiterhin wurden die Duisburger munter zum Tore schießen eingeladen, was sich Hartherz bei seinem Rückpass gedacht hat, weiß er wohl selbst nicht, wenn die Duisburger diese Chance konsequenter zu Ende spielen, kann man sich über ein frühzeitiges 0:2 nicht beschweren.

Auf der anderen Seite hätte die Arminia dann in der 42 Minute auch wieder den Ausgleich erzielen können, nach einem Fehler vom Duisburger Schlussmann, steht Staude vollkommen unbedrängt circa 35 Meter vor dem leeren Tor, hier hätte ein wenig mehr Selbstvertrauen sicherlich nicht geschadet.

Als Schlusspunkt der ersten Hälfte hat sich der Fußballgott eine knifflige Situation ausgesucht, Fabian Klos konnte sich der Bewachung entziehen und ging auf das Duisburger Tor zu, als Flekken ihn unsaft fällt.

Über die Gelbe Karte konnte sich der Torwart sicherlich nicht beschweren, über den Standort des Fouls ebenso wenig, so lagen zwischen Freistoß und Elfmeter lediglich Nuancen.

Mit ein wenig mehr Glück kann man in dieser Situation einen Elfmeter herausholen, sei’s drum.

Der 0:1 Pausenrückstand war unter dem Strich verdient, aber nicht weiter besorgniserregend.

Was dann in der zweiten Hälfte passiert ist, wollen wir gar nicht großartig thematisieren.

Zwischen der 55 und 60 Spielminute erwies sich die Bielefelder Hintermannschaft erneut sehr gastfreundlich, die Duisburger nahmen die Geschenke diesmal auch an.

0:3! Das Spiel war in Minute 60 entscheiden, dass sich die Arminia von diesem Doppelschlag nicht mehr erholen würde, war so sicher wie das Amen in der Kirche.

So dümpelte die Partie eine knappe viertel Stunde auch mehr oder weniger vor sich hin und riss wohl keinen der über 18.000 Zuschauer vom Hocker.

Na gut die Duisburger Anhänger durften dann doch zufrieden sein.

Ab der 75.Minute versuchte die Arminia dann zumindest noch Ergebnis Korrektur zu betreiben, eine Doppelchance von Sporar, sowie ein sehenswerter Distanzschuss von Staude fanden dabei allerdings nicht das gewünschte Ziel.

Stichwort Ergebnis Korrektur, die Duisburger schafften dann auch noch das 4:0, weniger Gegenwehr, als bei diesem Tor, ist von einer Hintermannschaft dann auch nicht mehr möglich.

Nach dem gestrigen Spiel dürften alle Arminen sich an die bereits erworbenen 10 Punkte klammern und diesen Samstag schnellst möglich vergessen wollen.

Letztlich hat das Spiel einige Schwachstellen erkennen lassen.

Ein sichtlich angefressener Jeff Saibene ließ kein gutes Haar an der Mannschaft, immerhin wird hier keine Schönrednerei betrieben.

Was gibt es positives zu berichten? Die Siegprämie bleibt für dieses Wochenende aus, in welcher Form sich Geschäftsführer Meinke darüber freuen kann, ist unbekannt.

 

Stefan Ortega:

War wohl mit die „ärmste Sau“ auf dem Platz.

In welcher Form er einen der vier Treffer hätte verhindern können, wollen wir gar nicht 100% analysieren.

Ein klarer Fehler war in unseren Augen allerdings nicht dabei.

Lediglich in Spielminute fünf hatte er die Möglichkeit sich auszuzeichnen, dies gelang ihm ganz gut.

Ansonsten die üblichen Stärken gut eingebracht, wenn auch ohne Ertrag.

 

Note: 3

 

Florian Dick:

Dass das 0:1 ganz klar auf seine Kappe geht, wird der erfahrene Rechtsverteidiger wohl am besten wissen.

Ohne jede Not spielt er einen katastrophalen Rückpass und schätzt die Situation vollkommen falsch ein.

Auch außerhalb der Szene immer wieder mit Wacklern und wenig Offensivdrang.

Seine Standards konnten gestern leider auch nicht wie erwünscht helfen und so schließt der Rechtsverteidiger den Spieltag in Minute 59 relativ dürftig ab.

Die Niederlage an ihm festzumachen wäre vermessen, allerdings brachte er die Duisburger dann doch mit viel Anschwung auf die Siegerstraße.

 

Note: 5           

 

Brian Behrendt:

Wenn eine Mannschaft vier Gegentore bekommt, dann sah die Defensive traditionell nicht gut aus.

Behrendt war, in unseren Augen, dabei allerdings noch der beste, da unauffällig.

War eigentlich an keinem Gegentor direkt beteiligt und kam zumindest in die Zweikämpfe hinein.

Dass auch er besser spielen kann, wissen wir wohl alle, allerdings waren wir mit seiner Leistung halbwegs zufrieden.

 

Note: 3

 

Julian Börner:

Für einen Abwehrchef agierte Jule gestern nicht zielstrebig genug.

Zu viele Angriff kamen über „seine“ Linke Abwehrseite zu Stande und zu oft war Börner dann auch nicht unbeteiligt.

Beim 0:2 dann auch eine direkte Teilschuld.

Zudem in der Luft ungewohnt häufig nur zweiter Sieger.

In den Themen Spielaufbau und Bodenzweikämpfe kann man ihm sicherlich eine gute Leistung attestieren, insgesamt dann aber nicht.

 

Note: 4

 

Florian Hartherz:

Dass war gar nichts!

Weder Offensiv, noch defensiv wirklich präsent.

Konnte kaum einen Zweikampf gewinnen und wirkte in manchen Szenen nicht konzentriert genug.

So hätte er sich nicht beschweren dürfen, wenn sein schludriger Rückpass im 0:2 mündet.

Beim tatsächlichen 0:2 Treffer dann zu schnell abgeschaltet.

Die Außenverteidigerpositionen fielen gestern als klare Schwachstelle auf, hoffentlich war dies nur ein Rückfall in alte Zeiten und keine Prognose für die Zukunft.

 

Note: 5

 

Konstantin Kerschbaumer:

Schwierig einzuschätzen.

Gestern war die Kombo Kerschbaumer/Prietl wohl einfach ein Ticken zu Offensiv.

So bekam sie keinen wirklichen Zugriff im Mittelfeld und musste zu oft hinterherlaufen.

Kerschbaumer konnte immerhin noch Akzente in der Offensive setzen, ist Weihrauch ein wenig kaltschnäuziger, dann legt er den Ausgleich mit einem Traumpass auf.

Abseits davon allerdings auch immer wieder mit fahrlässigen Fehlpässen und keiner guten Zweikampfquote.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die „Sechs“ aufgestellt wird, wenn Tom Schütz wieder bei 100% ist.

 

Note: 4

 

Manuel Prietl:

Ähnlich wie Kerschbaumer, allerdings gefiel er uns noch ein Ticken besser.

Versuchte immer wieder Akzente im Defensivbereich zu setzen und kämpfte gegen die hohe Niederlage an.

Seine gelbe Karte kann man dann auch ein wenig als Zeichen werten, das zumindest nochmal einen kleinen Ruck hat durch die Mannschaft gehen lassen.

Natürlich agierte auch Prietl nicht fehlerlos, allerdings fanden wir ihn noch akzeptabel.

 

Note: 3

 

Patrick Weihrauch:

In manchen Szenen zu verspielt, allerdings definitiv der auffälligste Offensivakteur.

Hat die große Chance auf den Ausgleich zwar liegen lassen, konnte auf der anderen Seite allerdings immer wieder durch gute Läufe und Pässe Räume schaffen.

Aus Taktikgründe später sogar als Rechter Verteidiger aufgestellt.

Auch diese Rolle absolvierte die Nummer sieben relativ souverän.

Gefällt uns allerdings, aufgrund seiner Kreativität, in der Offensive mehr.

Zumindest was die Offensive betrifft war Weihrauch sicherlich der beste Spieler, wenn man davon bei einer 0:4 Niederlage reden kann.

Note: 3

 

Keanu Staude:

Wir bleiben dabei, wenn er nicht trifft, agiert er zu unauffällig.

Konnte lediglich die letzten 15 Minuten noch ein wenig für Furore sorgen, ansonsten weitestgehend abgemeldet.

Versuchte zwar immer wieder ein Teil des Spiels zu werden, doch auch seine Ausflüge in die Zentrale verpufften.

Unter Jeff Saibene scheint der Youngster allerdings unumstritten zu sein, da er erneut durchspielen durfte.

In unseren Augen wäre hier eine Pause mal angebracht, gerade da er durch seine Wendigkeit als Joker sicherlich noch einmal neue Akzente setzen kann.

 

Note: 5

 

Andreas Voglsammer:

Erst einmal sind wir froh, dass der bullige Stürmer seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat.

Gestern trotzdem nicht mit der besten Leistung.

Duisburg hat Arminias Taktik im Keim erstickt und ließ Voglsammer keinen Zentimeter Platz.

Agierte dann auch häufig zu übermotiviert, weswegen er das ein oder andere Mal die besser postierten Mitspieler übersehen hat.

Im Zusammenspiel mit Sporar konnte Vogi dann wenigstens noch eine Chance einleiten, allerdings war es gestern zu wenig, betrachtet man die vollen 90 Minuten.

 

Note: 5

 

Fabian Klos:

Wir waren über seine Auswechslung dann doch überrascht und damit standen wir nicht alleine.

War bis dahin eigentlich relativ bemüht.

Erfüllte seine Rolle auch gewohnt konstant, wenn auch nicht wirklich auffällig.

Trotzdem einige sehenswerte Seitenwechsel, sowie die knifflige Situation mit Flekken.

Wir würden Fabi gerne wieder häufiger in Abschlusssituationen sehen, da diese wohl unbestritten seine größte Stärke sind.

Betrachtet man allerdings die Anforderungen im System Saibene, dann hat Klose diese, in unseren Augen, gestern weitestgehend zufriedenstellend erfüllt.

 

Note: 3

 

 

Andraz Sporar:

Die Rolle des Leihspieler gibt es im System Saibene eigentlich nicht.

So agiert der Slowene in „Roy-Makaay-Manier“ und fällt eigentlich überhaupt nicht auf.

Steht dann allerdings immer wieder, quasi aus dem Nichts, frei vor dem Tor.

So fanden wir seine Leistung relativ lange katastrophal, konnten dann allerdings wenigstens noch drei Chancen vermerken.

An diese Art Spielertyp muss man sich wohl noch gewöhnen, an sich bleibt am gestrigen Tage die Chancenverwertung dann doch ausbaufähig.

 

Note: 4

 

Christoph Hemlein:

Uns hat es gefallen, wie viel Schwung die Einwechslung von Locke gebracht hat.

Hatte in seiner halben Stunde wohl mehr Ballaktionen als Staude in 90 Minuten.

Konnte aus diesen Ballaktionen auch immer wieder Chancen entstehen lassen.

Bei seiner sehenswerten Flanke, hätte Sporar sicherlich den 1:3 Treffer markieren können.

Insgesamt hat er die Rolle des Jokers allerdings sehr zufriedenstellend ausgefüllt und war noch einer der besseren.

 

Note: 3

 

Tom Schütz:

Schön dass du wieder da bist!

15 Minuten haben dabei gereicht, um zu sehen, dass er nichts verlernt hat.

Riss das Spiel direkt an sich und bemühte sich um Ordnung.

Wir hoffen, dass er schon in Darmstadt von Beginn an auflaufen wird.

 

Note: ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Stefan Ortega!

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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