4.Spieltag gegen Union Berlin [SdS Ortega]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielfeld vs. Union Berlin

Wisst ihr noch damals, als wir Tabellenführer waren?

Diesen Satz kann man ab jetzt wieder verwenden, denn die Tabellenführung ist futsch.

Doch darüber sollte sich keiner ärgern, so spielte man schließlich bei der 4.Besten Heimelf der letzten Saison.

Von der einstigen Auswärtsschwäche ist nicht mehr allzu viel zu erkennen, die Arminia verlor unter Jeff Saibene noch kein Auswärtsspiel, bei einer Bilanz von 5 Unentschieden zu 2 Siegen.

Doch auch das Auftreten der Mannschaft wirkt gefestigter, so spielt man auswärts natürlich abwartender als auf der heimischen Alm, aber keineswegs einigelnd.

Charakteristisch dafür ist der Treffer zum 1:0, welcher erneut durch ein starkes Pressing, am gegnerischen Strafraum, erzwungen wurde.

So stand man für eine Auswärtself, welche in der Alten Försterei antreten muss, keineswegs so defensiv, wie von Union-Trainer Jens Keller auf der Pressekonferenz angedeutet.

Nach wenigen Minuten wäre die Führung für Union sicherlich nicht unverdient gewesen, doch eine starke Reaktion von Stefan Ortega verhinderte den Einschlag in der 3.Minute.

Gleichzeitig sollte dies auch die letzte „Großchance“ der Berliner in Halbzeit eins sein.

Die Arminia hingegen glänzte durch „Nadelstiche“, so hätte sich Union nicht beschweren können, wenn sie bereits in der ersten Halbzeit mit 0:2 zurückgelegen hätte.

Ein Behrendt Schuss an den Querbalken, sowie eine aussichtsreiche Chance, welche durch Staude nicht zufriedenstellend genutzt wurde, hätten frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können.

Summa summarum eine ordentliche Darbietung des DSCs in der ersten Halbzeit.

Die zweite Halbzeit hingegen hätte gar nicht besser starten können, die Unioner Abwehr ließ sich durch starkes Pressing zu einem Fehler zwingen, den Voglsammer dann überragend ausnutze.

Zugegebenermaßen stand der Torschütze im Abseits und der Treffer hätte eigentlich nicht zählen dürfen.

Bielefeld merkte man an, dass sie sich nicht so weit zurückziehen wollten, wie noch gegen Bochum und so führten sie das Spiel eigentlich relativ souverän fort.

Der Druck nahm naturgemäß trotzdem zu und so hatte die Arminia relativ schnell Glück, als Fabian Klos auf der Linie goldrichtig stand und den Einschlag verhinderte.

Keine 10 Minuten nach dem Führungstreffer war es dann allerdings doch so weit, die Berliner kamen durchaus verdient zum Ausgleich.

In der Folge dessen spielte die Truppe von Jeff Saibene bemerkenswert ruhig weiter und ließ sich nicht verunsichern.

Auch die Auswechselungen von Jeff Saibene ließen zu keinem Zeitpunkt eine Einigel-Taktik erkennen, die Mannschaft spielte offensiv weiter.

In der ein oder anderen Szene hatte man sicherlich Glück, als Beispiel hierfür der Lattentreffer von Union oder die überragende Parade von Stefan Ortega in Minute 75, doch chancenlos agierte die Arminia keineswegs.

So wäre der Siegtreffer durchaus möglich gewesen, wenn Sporar oder Hemlein die Konter besser zu Ende gespielt hätten, oder der Schuss von Klos ein wenig genauer kommt.

Der von Jens Keller hart kritisierte Schiedsrichter Dietz machte in unseren Augen ein unaufgeregtes Spiel.

Natürlich geht dem 1:0 eine Abseitsposition voraus und gleichzeitig kann man über einen Elfmeter für Union diskutieren.

Andererseits ist der Einsatz von Polter vor dem Ausgleichstreffer auch grenzwertig und wird nicht von jedem Schiedsrichter durchgewunken.

Die kleinliche Linie, die gerade bei Kopfballduellen gefahren wurde, hat der Schiedsrichter über die vollen 90 Minuten durchgezogen und hierbei keine Mannschaft „bevorzugt“.

Bei der Verteilung von Karten gibt es für uns auch keine Auffälligkeiten, jede gelbe Karte war angebracht und schlüssig.

Die gelbe Karte für Staude kann man hierbei sogar diskutieren.

Insgesamt war der Einsatz von Union, gerade in den letzten 15 Minuten, einfach zu gering, um von einem unverdienten Punkt zu reden.

Die Arminia hatte sicherlich weniger Spielanteile, aber war gleichzeitig auch zu jedem Zeitpunkt auf der Höhe der Partie.

Wir können uns mit 10 Punkten aus 4 Spielen in die Länderspielpause verabschieden und stehen mit dem Relegationsplatz auch tabellarisch immer noch gut da.

 

 

Stefan Ortega:

Teufelskerl!

Hielt die Arminia sowohl in Minute drei, als auch in Minute 75 mit starken Reflexen in der Partie und war damit essenziell für den Punktgewinn.

Darüber hinaus gewöhnlich häufig anspielbereit und in manchen Situationen der 11.Feldspieler.

Gerade die Fangsicherheit des Torhüters gibt der Abwehr eine enorme Sicherheit.

Beim Gegentor mehr als chancenlos, bewies Ortega Mal wieder, dass Samir Arabi mit der Rückholaktion alles richtig gemacht hat.

 

Note: 1

 

 

Florian Dick:

Bekam mit Hedlund einen richtig harten Brocken vorgesetzt.

Hatte diesen allerdings dann doch überraschend gut unter Kontrolle.

Sicherlich konnte der Schwede ein ums andere Mal die Schwächen von Dick, gerade in Sachen Tempo, offenbaren, doch trotzdem konnte Dick diese durch ein gutes Stellungsspiel relativ gut kaschieren.

In der Offensive größtenteils nur durch Standards aktiv.

Die frühe gelbe Karte merkte man ihm so gut wie gar nicht an, weil er sich in der Folge einfach nicht mehr in knifflige Zweikämpfe hat verwickeln lassen.

Beim Gegentor ein wenig zu weit vom Gegenspieler entfernt.

 

Note: 3

 

Brian Behrendt:

Durfte heute, in Abwesenheit von Börner, dann auch offiziell der Abwehrchef sein.

Diese Rolle erfüllte der Innenverteidiger sehr solide und zuverlässig.

Gewann erneut viele Zweikämpfe.

In der Offensive konnte er seinen „Pferdeschuss“ auch mal wieder auspacken, hier wäre ein Tor sicherlich verdient gewesen.

Einziger Kritikpunkt heute die Spieleröffnung, in welcher er ab und an zu überhastet agierte.

 

Note: 2

 

Stephan Salger:

Der Backup zeigt Mal wieder seine Qualitäten.

Bei Stephan Salger müssen wir sicherlich nicht von einer überragenden Spieleröffnung ausgehen, genau so wenig muss man „Börner-Gedächtnisläufe“ über das halbe Spielfeld erwarten.

Wer Salger aufstellt, weiß was er bekommt.

Nämlich einen kämpfenden Innenverteidiger, welcher keinen Ball verloren gibt.

Genauso ein Spiel hat der Routinier heute abgeliefert.

Setzte sich immer wieder gut (manchmal auch unfair) gegen den hochgewachsenen Polter durch und erledigte seine Rolle zuverlässig.

Hat es zudem immer wieder geschafft als Ausputzer zu agieren, der die (wenigen) Lücken in der Bielefelder Abwehr schließt.

Beim Gegentor vielleicht nicht ganz unbeteiligt, wobei man hier auch über ein Foulspiel reden kann.

 

Note: 2

 

Florian Hartherz:

Hat sich heute größtenteils auf seine Hauptaufgabe konzentriert und den Laden hinten dicht gemacht.

Hierbei sieht es beim Linksverteidiger häufig unbeholfen aus, doch letztlich klärt er den Ball dann doch souverän.

In der Offensive heute eigentlich kein Faktor, da keine nennenswerte Aktion.

Insgesamt kann man aber sicherlich von einem guten Auftritt berichten, der unaufgeregt zu Ende gespielt wurde.

 

Note: 3

 

Manuel Prietl:

In Halbzeit eins gewohnt unauffällig und gut ergänzend zu seinem Nebenmann.

Nach dem Seitenwechsel dann sofort hellwach und ausschlaggebend für den Treffer.

In Folge dessen immer wieder auffällig durch Defensivaktionen, wobei unsere „Doppelsechs“ den kompletten Zugriff teilweise vermissen ließ.

Konnte trotzdem überzeugen und agierte bis zum Schluss ordentlich.

 

Note: 3

 

Konstantin Kerschbaumer:

Agierte über die 90 Minuten ähnlich wie Prietl.

Gefallen hat uns sein „Riecher“, wann es angebracht ist, den Lauf nach vorne zu suchen und wann man das Tempo lieber rausnehmen sollte.

Versuchte auch immer wieder durch Schnittstellenpässe die Abwehr zu überbrücken, auch wenn hier das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat.

Kämpferisch auf einem guten Level auch wenn, wie bei Prietl beschrieben, der komplette Zugriff im Mittelfeld nicht gelang.

 

Note: 3

Patrick Weihrauch:
Aktivposten der Offensive.

Ließ schon früh in der Partie durch ein starkes Dribbling einige Unioner stehen und sorgte für Aufsehen.

War in Folge dessen an eigentlich jeder guten Torchance beteiligt, was auch die Vorlage zum 1:0 belegt.

Beim Gegentor, in unseren Augen, nicht ganz schuldlos, weil zu weit weg vom Mann.

Wurde dann relativ „früh“ ausgewechselt, hier hätten wir uns durchaus noch mehr Spielzeit für den quirligen 7er gewünscht.

In der momentanen Form braucht man sicherlich niemanden erklären, warum er den Vorzug vor Hemlein erhält.

Note: 2

 

Keanu Staude:

Es war nicht das Spiel des Youngsters.

Kam nicht in die Partie rein und konnte ihr nicht seinen Stempel aufdrücken.

Hat die Chance, auf einen Scorerpunkt, leichtfertig liegen lassen, als er einen unsauberen Pass auf Voglsammer spielt.

Ansonsten in der Offensive eigentlich kein Faktor und auch defensiv nicht wirklich präsent.

Solche Tage kommen, gerade bei jungen Spielern, sicherlich vor und sollten nicht überbewertet werden.

Trotzdem hätte man vielleicht früher reagieren sollen und ihn statt Weihrauch vom Platz nehmen müssen.

Nach drei Ligaspielen mit jeweils (mindestens) einem Scorerpunkt wird ihm sicherlich niemand dieses Spiel übel nehmen.

 

Note: 5

 

Fabian Klos:

Es ist sicherlich schwierig einen Stürmer zu bewerten, wenn er die Rolle des Fabian Klos spielt.

Vorne über weite Strecken einfach zu unauffällig, so verbuchte er lediglich einen Torschuss.

Konnte trotzdem immer wieder mindestens einen Berliner beschäftigen und somit Räume schaffen.

Teilweise vermutete man schon eine Art Manndeckung vom Berliner Kreilach, welche es Fabi schwer machte, den Ball in gewohnter Manier zu verteilen.

Gegen Ende des Spiels wieder  sehr tief agierend, dabei einmal mehr ohne jede Blöße.

Rettete zudem einmal überragend auf der Linie.

Note: 3

 

Andreas Voglsammer:

Hat erneut einen kleinen Lauf.

Zunächst ein wenig Pech, als ihn das Zuspiel von Staude nicht erreicht.

Kurz nach der Pause dann mit mehr Glück vor dem Tor.

Nach guten Zuspiel von Weihrauch hatte Voglsammer den Ball eigentlich schon verloren, konnte sich dann aber durchkämpfen und schoss den Ball mit überragendem Willen in das Tor der Berliner.

Diesen Schuss hätte wohl nicht einmal Manuel Neuer gehalten.

Abgesehen vom Tor ein gewohnter Auftritt des Bayer, wirft sich in jeden Zweikampf und ergänzt sich gut mit Klos.

Musste dann für den üblichen Wechsel mit Sporar Platz machen, hier hätte man ihm auch ruhig mehr Spielzeit geben können.

 

Note: 2

 

Christoph Hemlein:

Die Aufgabe war klar, er sollte noch einmal frischen Wind in die Partie bringen.

Schaffte dies nicht wirklich, aber konnte durch kämpferischen Willen und Laufbereitschaft die Defensive nochmal unterstützen.

Hat zudem, mit ein wenig mehr Fortune, die Chance auf den Siegtreffer, konnte den Ball in dieser Szene allerdings nicht kontrollieren.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Andraz Sporar:

Das war nichts.

Anstatt die Bälle vorne festzumachen, hatte der Slowene zu viele Ballverluste.

Wirkte in manchen Szenen einfach übermotiviert und machte damit vieles zunichte.

Wir bleiben bei der Meinung, dass Sporar kein Mann für die letzten 10 Minuten ist, sondern ein ganzes Spiel braucht, um sein Potenzial abrufen zu können.

Hat er nur 10 Minuten Zeit, so will er zu viel und übersieht häufig die Mitspieler beziehungsweise flüchtet sich in Dribblings, bei welchen der Ball verloren geht.

 

Note: 5

 

Sören Brandy:

Hatte lediglich 3 Minuten an alter Wirkungsstätte, hierbei ohne auffällige Situation.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Stefan Ortega!

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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