4.Spieltag gegen den Jahn aus Regensburg [Bewertung]

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8 Tore auf der Alm, ein echtes Spektakel mit dem besseren Ende für den Deutschen Sportclub.

Beim letzten Mal, als es 8 Tore gab, endete das Spiel mit 4:4 gegen Union Berlin, Trainer war Rüdiger Rehm, auf der Sechs spielte ein gewisser Tomasz Holota.

Dieses Spiel ist knappe 2 Jahre her (28.08.2016), das nächste Heimspiel unserer Arminia? Gegen Union Berlin (22.09.2018).

 

Unsere Einzelbewertungen:

Stefan Ortega Moreno:

Drei Gegentore fallen auf einen Torhüter nie günstig zurück, einen wirklichen Vorwurf kann man Ortega allerdings bei keinem Treffer machen.

Bereits zum Beginn des Spiels zeigte sich unsere Nummer 1 hellwach und verhinderte ein noch früheres Gegentor.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit musste er nicht mehr viel halten und doch zweimal hinter sich greifen.

Beide Treffer fielen aus nahen Distanzen und gelten wohl gemeinhin als „unhaltbar“.

Seinen wahren Wert zeigte Ortega in Halbzeit zwei, als er die Arminia gleich zweimal überragend vor dem Gegentreffer bewahrte.

Insgesamt für einen Torhüter kein Spiel, an welches man sich gerne erinnert, aber durchaus fehlerfrei.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Jonathan Clauss:

Es scheint einen neuen Härtefall im Kader zu geben, die Position des Rechtsverteidigers.

Waren alle Arminen vom „Brunner-Start“ überzeugt, so stand ihm Clauss in keinem Aspekt nach.

Eher wirkte Clauss noch ein wenig Offensivfreudiger und spritziger, als sein Schweizer Kollege.

Versuchte zu jeder Zeit eine spielerische Lösung zu finden und bewies oft eine überdurchschnittliche Technik.

In Hälfte Eins dann sogar mit der Torvorlage zum 2:1.

Jeff Saibene betitelte ihn nach dem Spiel als „klinisch Tod“, das spiegelte sich auch ein wenig in der Schlussviertelstunde wieder, trotzdem ging er immer bis zum äußeren und glänzte durch großen Kampf.

Könnte als Teil der löchrigen Abwehr eigentlich nicht von den Gegentreffern freigesprochen werden, hielt sich von der Entstehung dieser aber meistens fern.

Insgesamt bringt ein überragendes Startelfdebüt eine spannende Rechtsverteidigerfrage und 69 Ballkontakte mit sich.

 

Unsere Bewertung: 2

 

Brian Behrendt:

Auch Brian Behrendt kann sich ein wenig zurücklehnen, wenn es an die Fehleranalyse geht.

Leitete das Spiel von hinten und gewann etliche Zweikämpfe.

Wenn es brenzlig wurde, war Behrendt meist nicht involviert, sowohl in der Hinsicht auf wichtige Befreiungsschläge, als auch im Hinblick auf Fehler.

Höchstens beim 1:0 mit wackligen Stellungsspiel.

Die rechte Abwehrseite hat sich deutlich weniger zu Schulden kommen lassen, das Zusammenspiel zwischen Behrendt und Clauss funktionierte bereits überraschend gut.

Insgesamt eine positive Antwort auf die schwächere Leistung gegen Hamburg.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Julian Börner:

Anders sieht es da beim Kapitän aus!

Kam immer wieder den berühmten Tick „zu spät“ und hatte in Zweikämpfen zu oft das Nachsehen.

Beim ersten Tor düpiert, beim zweiten Tor zu spät gekommen, genau so gestaltete sich das dritte Tor von Regensburg.

Gleichzeitig mit vielen unverständlichen Ballverlusten und Wacklern.

Hielt sich aus dem Aufbauspiel weitestgehend heraus und gewann lediglich 58% seiner Zweikämpfe (Vergleich: Behrendt 64%).

Trotzdem war der Kapitän da, als es drauf ankam und erzielte das wichtige und schnelle 1:1.

Bei den Toren wollen wir ihm keinesfalls die Alleinschuld geben und, bis auf den Treffer zum 0:1, auch nicht wirklich Fehler attestieren, trotzdem war der Tag von Börner mit vielen „kleineren“ Fehlern gespickt, die er sonst zu vermeiden weiß.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Florian Hartherz:

Es scheint ein wenig verflucht zu sein, Euer Spieler des Spiels gegen Hamburg, erwischte gegen Regensburg einen wirklich schlechten Tag.

Ließ sich von Clauss in Sachen „Ballaktionen“ übertrumpfen und ist erstmals seit langem nicht der aktivste Verteidiger.

Um ein Urteil vorweg zu nehmen „Vorne hui, hinten pfui“.

Denn keineswegs war der Auftritt von Hartherz über die volle Distanz schwach, wenn er den Weg nach vorne suchte, dann mit vollem Elan.

2 eigene Torschüsse, 4 Torschussvorlagen und letztlich auch die Vorlage zum 5:3.

Trotzdem in der Defensive mit gehörigen Problemen beim Verteidigen vom Fanliebling George.

Beim 1:0 und 2:2 zu weit weg vom Flankengeber, beim 3:3 zumindest unglücklich.

Auch im Zuge dessen immer wieder mit ungewohnten Ballverlusten, in ähnlicher Manier wie Börner.

Ob die linke Seite der Abwehr so schlecht aussah, weil die rechte Offensivseite von Regensburg wirklich Qualität hat, oder weil sie einfach einen schlechten Tag erwischt hat, sei dahingestellt, Hartherz war nach 90 Minuten aber sicherlich besonders froh über den Abpfiff.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Manuel Prietl:

Der fliegende Grätsche machte gegen Regensburg auch vor den eigenen Mitspielern nicht halt.

Diese Mentalität von Prietl ist beinahe Einzigartig und ausschlaggebend für den Bielefelder Erfolg.

Geht immer wieder auf die zweiten Bälle und gewinnt diese häufig.

Damit ein wichtiger Zerstörer des gegnerischen Aufbauspiels und immer wieder der einleitende Part von eigenen Torchancen.

So geschehen vor dem wichtigen 2:1.

Gleichzeitig mit der unfreiwilligen Vorlage zum Slapstick Eigentor und Mal wieder mit den meisten Kilometern.

Ein Spiel, nahezu fehlerfrei von groben Schnitzern und unnötigen Ballverlusten.

Prietl beruhigte das Spiel in Halbzeit 2 merklich und trägt einen großen Teil zum 5:3 Sieg bei.

 

Unsere Bewertung: 1

 

Nils Seufert:

Der Junge brennt, wie im „Anlauf“ angekündigt, auf sein erstes Tor.

Die Freistöße riss er an sich und versuchte es immer wieder, mit herausragender Schusstechnik, direkt.

Mal stand das Torgehäuse im Weg, Mal fehlten lediglich Zentimeter.

Seine Rolle als Dirigent nahm der Iniesta Fan in gewohnter Manier wahr und erfüllte diese auch gut.

Im Laufe des Spiels allerdings ab und an zu sorglos, bügelte die Ballverluste dann aber auch zumeist selber wieder aus.

Erneut ein sehr starkes Spiel von „NiS20“, sein erstes Tor bleibt wohl lediglich eine Frage der Zeit, wenn gleich dies gar nicht unbedingt seine Aufgabe sein wird.

 

Unsere Bewertung: 2

 

Keanu Staude:

Ein Spiel, wie gemacht für einen Offensivspieler.

Staude begann gut und war sichtlich motiviert vom letzten Auftritt gegen Hamburg.

Holte wichtige Freistöße heraus und hatte in vielen Situationen einfach nur Pech.

Kapselte sich dann aber immer mehr von gefährlichen Situationen ab und kann so, als einziger Offensivspieler, keine Torbeteiligung vorweisen.

Beim 2:2 Treffer stimmt die Zuteilung zwischen Hartherz und Staude überhaupt nicht, so gewährt man eine unnötige Flanke, woraus dann auch der Treffer resultiert.

Nach 61 Minuten vom Platz genommen, weil nicht mehr viel von der linken Seite kam.

Trotzdem definitiv eine kleine Steigerung.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Joan Simun Edmundsson:

Wow!

Nichts zu sehen vom „Phantom-Mantel“.

Den hat der Färinger in der Kabine gelassen und gegen eine Ballbesitz-Dauerkarte eingetauscht.

Fast jeder Angriff ging über den Neuzugang, 70 Ballaktionen sprechen eine Sprache für sich.

Harmonierte überraschend gut mit Clauss und bereitete gleich zwei Treffer vor.

Seine Flanken sind im Team wohl unerreicht und so bewarb sich der Rechtsaußen auch gleich auf die dauerhafte Ausführung von Eckbällen.

Mit 2 Toren und 3 Vorlagen nach 4 Begegnungen ist der Färinger „Tabellenführer“ der Scorerliste und hat überhaupt keine Integrationsprobleme.

Stand jetzt haben Samir Arabi und Jeff Saibene einen echten Glücksgriff gelandet, an dem die Bielefelder wohl noch viel Spaß haben werden!

 

Unsere Bewertung: 1

 

Andreas Voglsammer:

Nun hat es endlich Mal wieder geklappt.

„AV21“ hat gestochen, nachdem er zuvor erneut Pech im Abschluss hatte.

Bis zu seinem Tor ein sehr gutes Spiel von Voglsammer, gab 4 Torschüsse ab und verhielt sich gewohnt schlau im Zweikampf.

Nach dem Tor scheinbar ein wenig vom Druck befreit und nicht mehr so auffällig.

In der zweiten Hälfte dann vollkommen in der Luft und nach 66 Minuten ausgewechselt.

So früh wurde Voglsammer, ohne triftigen Grund, von Saibene noch nie ausgewechselt.

Definitiv keine schlechte Begegnung, trotzdem, nach seinem Treffer, ein wenig zu Unauffällig.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Fabian Klos:

Anders verhielt es sich bei Fabian Klos, denn dieser war über die volle Distanz ein Unruheherd.

In der ersten Halbzeit kann, oder muss, er den Ball aus spitzen Winkel zwar verwandeln, den wichtigen Kopfball zum befreienden 4:3 macht er aber in unnachahmlicher Klos-Manier.

Gewann zudem endlich Mal wieder Kopfballduelle und war auch am Boden schwer vom Ball zu trennen.

Zum Ende hin sichtlich „platt“, aber immer wieder mit wichtigen Sprints, wenn es darauf ankam.

Die Klos-Manier, beziehungsweise der Rückfall in alte Muster, zeigte sich auch bei seiner gelben Karte.

Die Mecker-Tiraden bemängeln viele bei Klos, wir sehen in diesen eine Verkörperung der Südtribüne.

Genau dieser Kampfgeist und Wille hat letztendlich auch den Sieg gebracht, unser Man of the Match heißt Fabian Klos.

 

Unsere Bewertung: 1

 

Patrick Weihrauch:

Viele hätten sich einen Einsatz von Beginn an gewünscht, Jeff Saibene ermöglichte „PW7“ aber auch immerhin faire 30 Minuten Einsatzzeit.

In diese startete Weihrauch direkt gut und engagiert.

Nach 1-2 guten Aktionen kam allerdings auch eine kleine Flaute.

Wurde ab und an übersehen oder übersah die Mitspieler.

Die Integration in das System scheint momentan nicht wirklich zu gelingen, vielleicht ein Grund für seine Jokerrolle.

Das 5:3 macht er dann stark, besonders wegen dem Willen, diesen Sprint hinzulegen und der Finte, um seinen Gegenspieler zu täuschen.

Für einen Startelfeinsatz braucht Weihrauch wohl ein paar mehr Aktionen, an dem Sieg hat aber auch er seinen Anteil.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Prince Osei Owusu:

Hatte 5 Minuten weniger als Weihrauch und doch 10 Ballaktionen mehr, gleichzeitig übertrumpfte er auch Staude in Sachen Ballkontakte.

Genau so hat sich Jeff Saibene das wohl vorgestellt und genau das ist die Definition eines „Jokers“.

Drückte dem Spiel direkt seinen Stempel auf und hinterließ nicht selten einen „WOW-Effekt“.

Regensburg reagierte direkt und deckte Owusu mit mindestens zwei Leuten, auch aus dieser Deckung konnte sich der Prince meistens befreien.

Streute immer wieder erfrischende Ideen ein, auch wenn seine Mitspieler nicht immer darauf eingingen.

Am 4:3 beteiligt und in der Defensive, wenn gefordert, für den Sprint bereit.

Alles in Allem ein sehr sehr starkes Zweitligadebüt des Neuzugangs, welches sicherlich Ambitionen weckt.

 

Unsere Bewertung: 1

 

Stephan Salger:

Kam für den ausgepumpten Klos und sollte für noch mehr Sicherheit sorgen, musste allerdings nicht mehr in das Geschehen eingreifen.

 

Unsere Bewertung: Keine Bewertung.

 

Wer ist Euer Spieler des Spiels gegen den Jahn aus Regensburg?

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