3.Spieltag gegen den VfL Bochum [SdS Ortega]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. VfL Bochum

Spitzenreiter, Spitzenreiter, ey, ey…

Am 21.08.2017 um 22:17 ist es soweit, die Arminia steht wieder an der Spitze der 2.Bundesliga.

Beim 2:0 Sieg über Bochum blieb man nicht nur erstmals ohne Gegentor, sondern durfte sich auch, erstmals in dieser Saison, vor über 20.000 Zuschauern beweisen.

Diese 20.000 Zuschauer sahen gerade in der 1.Halbzeit ein wechselhaftes Spiel mit viel Tempo, in welcher der DSC nach erneut verlorener(?) Platzwahl zunächst in Richtung Südtribüne spielte.

Während der DSC in der Vergangenheit eigentlich immer zunächst mit der Südtribüne im Rücken agierte, scheint sich das Bild in dieser Saison zu wenden, ob dies taktisch passiert oder Julian Börner schlichtweg noch keine Platzwahl gewonnen hat, bleibt hierbei offen.

In den ersten 5 Minuten gab es gleich zwei dicke Chancen, Hinterseer und Voglsammer ließen diese aber liegen.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel auf hohem Niveau.

Lediglich eine Veränderung gab es in Bezug auf das Pokalspiel gegen Düsseldorf, Patrick Weihrauch erhielt den Vorzug vor Christoph Hemlein.

Auch der Einsatz von Manuel Prietl konnte realisiert werden, einen Trainingsrückstand konnte man ihm hierbei nicht anmerken.

Für Julian Börner kam die Partie allerdings ein wenig zu früh, so musste er leider früh den Platz verlassen.

Zuvor allerdings konnte die Arminia das 1:0 erzielen, durch ein sehr starkes Pressing der Heimmannschaft zwang man Keeper Riemann zu einem Fehler, welcher eiskalt genutzt wurde.

Bielefeld agierte nun mit Oberwasser und konnte durch einen glücklichen Treffer von Kerschbaumer auf 2:0 erhöhen, auch hier sah der Bochumer Torhüter nicht gut aus.

Bochum war in der ersten Halbzeit zwar ständig (mindestens) ebenbürtig, konnte sich allerdings über weite Strecken zu wenig Chancen erspielen.

Dies änderte sich nach der Halbzeit schlagartig, die Arminia agierte zu abwartend und Bochum kam zu zahlreichen Chancen.

Je länger die Halbzeit dauerte, desto mehr lag der Treffer in der Luft.

Begünstigt durch eine sehr kleinliche Linie von Schiedsrichter Schlager ergaben sich zudem einige Standartsituationen für Bochum.

Die Alm entwickelte sich in der zweiten Halbzeit immer mehr zur Einbahnstraße, doch Arminia-Coach Jeff Saibene wechselte mit Christoph Hemlein und Andraz Sporar noch einmal frischen Wind ein, beide hatten die Chance auf das 3:0.

Trotzdem waren die Bochumer dem Anschlusstreffer wohl zu jedem Zeitpunkt näher und hätten diesen wohl auch verdient gehabt.

Aber durch eine Mischung aus Standhafter Verteidigung unserer Arminia und mangelhaften Abschlussqualitäten der Bochumer konnte „die 0“ gehalten werden.

Sicherlich ist bei der Arminia nicht alles Gold was glänzt, doch unter dem Strich bleiben 9 Punkte aus drei Spielen und die Tabellenführung, auch wenn diese eher etwas Balsam für die Seele darstellt, als wirklich aussagekräftig zu sein.

 

Stefan Ortega:

Unglaublich! War sofort hellwach und konnte in Minute fünf gegen Hinterseer stark abwehren.

In Folge dessen zwar nicht mehr zu Glanzparaden gezwungen, aber durchaus, wie gewohnt, auffällig durch eine gute Spieleröffnung, sowie seine enorme Ruhe.

In der zweiten Hälfte nutzte Ortega die zahlreichen Vorstöße der Bochumer erneut zur Eigenwerbung.

Insgesamt gibt er der Abwehr eine enorme Sicherheit und überzeugt, trotz einer eher geringen Körpergröße, durch eine starke Strafraumbeherrschung.

Wirkte zwar in 2-3 Szenen etwas übermotiviert, fällt aber immer wieder mit einer ideenreichen Spieleröffnung auf, die einige Räume schafft.

Wir gehen davon aus, dass man das Spiel in der letzten Saison nicht über die Zeit gerettet hätte, dass dies gestern gelungen ist, lag, in unseren Augen, zu großen Teilen an Stefan Ortega.

Hierbei muss ein Torhüter nicht unbedingt durch überragende Paraden auffallen.

 

Note: 1

 

Florian Hartzherz:

Stark angefangen, doch dann ein wenig nachgelassen.

So würden wir den Arbeitstag von Florian Hartherz zusammenfassen.

In Halbzeit eins offensiv immer wieder bemüht und aktiv, zudem mit einigen guten Flanken.

Auch defensiv konnte er seine Seite eigentlich stets dichthalten, so haperte es zwar ab und an am Stellungsspiel, dieses machte er allerdings durch ein starkes Zweikampfverhalten wett.

Mit zunehmender Spieldauer dann allerdings immer häufiger zu weit vom Gegenspieler entfernt und gleichzeitig mit stark verringerter Offensivfrequenz.

Insgesamt hat sich Hartzherz allerdings zu einem berechtigten Teil der Viererkette gemausert.

 

Note: 3

 

Julian Börner:

Leider musste unser Kapitän frühzeitig den Platz verlassen, eventuell kam das Spiel für ihn, nach der verkürzten Trainingswoche, schlichtweg zu früh.

Bis dahin machte er eigentlich einen unaufgeregten Eindruck und spielte sein gewohntes Spiel.

Negativ fiel uns dabei allerdings seine (erneut) frühe gelbe Karte ins Auge, wobei der Schiedsrichter hierbei wohl auch mehr Fingerspitzengefühl beweisen hätte können.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Brian Behrendt:

Eventuell so etwas wie der heimliche Abwehrchef.

Agierte schon vor dem Ausscheiden von Börner als Wortführer, der sich für keinen Zweikampf zu schade ist.

Zudem gefällt uns seine Spieleröffnung immer besser, so bereitete er auch in der 4.Spielminute die Großchance vor.

Wie häufig Behrendt dann entscheidend klären konnte und wie viele Zweikämpfe er dabei gewann, konnten wir nicht Statistisch festhalten, allerdings würden wir davon ausgehen, dass er beide „Disziplinen“ anführt.

Bärenstark Brian!

Note: 1

 

Florian Dick:

Ob dieser Dick wirklich um seinen Stammplatz fürchten muss?

Aufjedenfall konnte der Rechtsverteidiger ordentlich die Werbetrommel schwingen.

Nachdem ihn nicht wenige bereits abgeschrieben hatten, durchlebt Dick momentan einen zweiten Frühling.

Gegen Bochum war er nicht nur Defensivstark, sondern konnte auch mal wieder starke Flanken zum Spiel beisteuern.

Natürlich war auch Dick in der zweiten Halbzeit defensiv mehr gefordert und musste seine Offensivaktivitäten zurückschrauben, wirkte dabei allerdings nahezu immer sattelfest und kämpferisch.

 

Note: 2

 

Manuel Prietl:

Wir haben ihm den Trainingsrückstand nicht angemerkt.

Schon in Halbzeit eins mit einigen guten Szenen, so setzte er vor dem Treffer zum 1:0 stark nach und ermöglicht diesen damit erst.

Ansonsten agierte der Kämpfer eher im Schatten und erledigte seine Aufgaben gewissenhaft.

Nach dem Seitenwechsel natürlich auffälliger, da häufiger gefordert, aber auch hier immer auf der Höhe.

 

Note: 2

 

Konstantin Kerschbaumer:

Die Kombo Prietl/Kerschbaumer scheint immer besser zu passen.

So übernahm der Leihspieler die Rolle des Regisseurs und konnte durchaus überzeugen.

Beim 2:0 mit einer starken Flanke, die unberührt den Weg ins Tor findet.

Könnte sich, in unseren Augen, noch ein wenig mehr zutrauen, doch die Form zeigt in die richtige Richtung.

Nach dem Seitenwechsel, wie die gesamte Mannschaft, mehr in der Defensive zu finden.

Hier bewies er, dass er auch diese Rolle übernehmen kann.

Trotzdem versuchte er immer wieder den Weg nach vorne zu suchen und bereitete dabei, mit einem Traumpass, fast das 3:0 durch Hemlein vor.

 

Note: 2

 

Keanu Staude:

Das Bochum Spiel war das dritte Ligaspiel in Folge, in welchem der Youngster mindestens einen Scorerpunkt beisteuern konnte.

Eine solche Effizienz sind wir von solch jungen Spielern eigentlich nicht gewohnt, von daher Hut ab!

Allerdings taucht er erneut zu häufig ab, in seinen 3-4 (sehr) starken Dribblings setzte er die Defensive der Bochumer direkt unter Zugzwang, so holte er auch den Eckball zum 2:0 heraus.

Bei diesem schaltet Staude überragend schnell und ermöglicht das Überraschungsmoment.

Natürlich ist es für den Offensivvirtuosen, aufgrund der defensiven Ausrichtung der Mannschaft, in der zweiten Halbzeit schwieriger zu glänzen, allerdings hätten wir uns den ein oder anderen Akzent mehr erhofft.

 

Note: 3

 

Patrick Weihrauch:

In seinem ersten Spiel von Anfang an konnte der Neuzugang gleich auf sich aufmerksam machen.

Fügte sich sowohl kämpferisch, als auch läuferisch nahtlos auf „Hemleins Seite“ ein.

War sich für keinen Defensivsprint zu schade und setzte, wenn nötig, auch mal zur Grätsche an.

Dazu kommt allerdings eine höhere Frequenz an Effektivität, so ließ er auch mal einen Gegenspieler stehen und konnte die ein oder andere gefährliche Flanke schlagen.

Beim 1:0 Treffer hierbei der entscheidende Mann, weil er erst den Fehler erzwingt und dann uneigennützig querlegt.

Guter Auftritt unserer Nummer 7.

 

Note: 2

 

Fabian Klos:

Bestritt ein für ihn typisches Spiel und glänzte vor allem als „hoher Turm“ in der Spitze.

Immer wieder verlängerte Fabi die langen Bälle und konnte damit Voglsammer in Szene setzen.

Mit zunehmender Spieldauer dann, für unseren Geschmack, ein wenig zu unauffällig.

Agierte dann allerdings, gerade in der Schlussphase, als Fels in der Brandung und bereinigte unzählige Situationen.

Hierbei bestach er erneut durch sein überragendes Kopfballspiel.

Offensiv war dies sicherlich nicht der gewohnte Klos, aber seine unglaubliche Variabilität, sowie sein großer Kampfgeist machten diese Partie trotzdem zu einer guten.

 

Note: 2

 

Andreas Voglsammer:

Endlich kann er sich selbst belohnen.

Ackerte wieder einmal unglaublich viel und öffnete dadurch wichtige Räume.

Verließ ihn in der Anfangsphase noch der Torriecher, so konnte er das 1:0 eiskalt erzielen.

Auch in der Folge immer wieder ein Unruheherd.

Bis zu seiner Auswechslung stetig bemüht und offensiv wohl noch der auffälligste Armine.

Hätte zudem eine Vorlage verdient gehabt, doch Weihrauch ließ die kämpferische Vorarbeit liegen.

 

Note: 2

 

Stephan Salger:

Sicherlich nicht einfach, wenn man in dieser Form ins kalte Wasser geworfen wird.

Doch unser Allrounder spielte dass, was er zu leisten im Stande ist und erledigte seine Rolle relativ souverän.

Ab und an mit Problemen beim Stellungsspiel, was ihm dann auch die gelbe Karte bescherte.

Trotzdem zur Stelle, wenn gebraucht, auch wenn sicherlich noch Luft nach oben besteht.

Ob ein Stephan Salger berechtigte Anforderungen auf einen Stammplatz stellen kann ist eher fraglich, doch als Defensivallrounder beweist er immer wieder seinen Wert.

 

Note: 3

 

Christoph Hemlein:

Brachte noch einmal Schwung in die Partie und konnte sich der Rolle des Jokers durchaus anpassen.

Wie gewohnt mit einigen wichtigen Läufen und Zweikämpfen.

Hätte auf 3:0 erhöhen können, doch ließ die Chance liegen.

In einer Szene kann man durchaus über die Farbe der Karte diskutieren, als Bandowski eine Mischung aus Taktischen- und groben Foulspiel (von hinten) beging.

Alleine für solche Situationen immer wieder wichtig.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Andraz Sporar:

Hätte mit ein wenig mehr Fortune erneut als Joker getroffen.

Hierbei bewies er eine überragende Technik, sowie durchaus vorhandene Schnelligkeit.

Wie erwähnt, würden wir ihn gerne mal von Beginn an sehen, doch der Weg, an Voglsammer respektive Klos vorbei, scheint lang zu sein.

Erwähnenswert bleibt dabei, dass er eigentlich bei jeglichen Offensivaktionen mehr oder weniger auf sich selbst gestellt war und trotzdem Gefahr ausstrahlte.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Stefan Ortega!

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer ist euer Spieler des Spiels gegen Bochum?

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