3.Spieltag beim Hamburger Sportverein [Bewertung]

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Drei Gegentore gab es für die Arminia auswärts schon häufiger, dass der DSC gleichzeitig mit 0 eigenen Tore heimfährt ist unter Jeff Saibene ein Novum.

Klammert man den Auswärtserfolg beim Fünftligisten Stendal aus, fuhr die Arminia allerdings, Saisonübergreifend, bei 3 von den letzten 4 Auswärtsspielen ohne eigenen Torerfolg heim, holte nur 2 von möglichen 12 Punkten.

Die letzte ähnlich hohe Auswärtsniederlage gab es vor fast zwei Jahren, damals war es ein 0:4 bei der Fortuna aus Düsseldorf (21.10.2016).

 

Unsere Einzelbewertungen:

Stefan Ortega Moreno:

Der Wunsch vor dem Spiel war klar definiert, es sollte Mal wieder ein „Zu Null“ werden, ganze 9 Minuten nach Anpfiff war dieses Ziel bereits verfehlt.

Und von diesem Tor kann sich unsere Nummer 1 natürlich auch nicht freisprechen, von einem Foulspiel kann man wohl, bei aller Liebe, nicht sprechen, eher von einer falschen Einschätzung Ortegas.

Hier hätte „SO1“ die Fäuste benutzen sollen, er wollte den Ball fangen, das 0:1 folgte.

Denkbar ungünstiger Start für einen Torhüter, Ortega lässt sich von einem solchen Fehler aber zum Glück nicht aus der Bahn werfen.

Vielleicht besaß er auch das Glück, dass im ersten Durchgang kaum noch ein Schuss auf sein Tor abgegeben wurde.

In der zweiten Hälfte nahm die Beschäftigung zu, oftmals verfehlten die Schüsse der Hamburger allerdings ihr Ziel.

War er in zwei Situationen auf dem Posten, so konnte er beim 2:0, trotz aller Versuche, nicht mehr genügend Reparieren.

Eine Schuld trifft ihn aber genauso wenig, wie beim 3:0.

Insgesamt natürlich eine unglückliche Situation vor dem 1:0, ansonsten ein eher unaufgeregter Abend für Ortega.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Tom Schütz:

Sicherlich gibt es leichtere Aufgaben, als gegen Ito im Volksparkstadion sein Comeback auf der rechten Abwehrseite zu geben.

Trainer Titz schien Tom Schütz auch direkt als Schwachstelle ausgemacht zu haben, so lief vom Beginn an eigentlich alles über die linke Offensivseite des Hamburger SV.

Tom Schütz ließ sich davon nicht beirren und versuchte, ungeachtet des Offensivspiels von Hamburg, trotzdem für Offensivpower über die rechte Seite zu sorgen.

Hin und wieder haperte das Zusammenspiel mit Edmundsson, trotzdem schaffte es Schütz die ein oder andere gefährliche Situation einzuleiten.

Allen voran natürlich erneut über Standarts, welche allerdings am gestrigen Montag zu wenig Gefahr ausstrahlten, auch wenn spannende Varianten ausprobiert wurden.

Mit zunehmender Spieldauer wurde Schütz Stellungsspiel häufiger überlistet und ermöglichte den Hamburgern einige Chancen, davon gute Torchancen für Hamburg ermöglicht zu haben, kann sich Schütz allerdings frei sprechen.

Jeff Saibene hingegen sah die rechte Seite irgendwann zu sehr in Gefahr und wechselte Tom Schütz aus.

Insgesamt auf einer ungewohnten Position, gegen diesen Gegner, eine solide Leistung, mehr aber auch nicht.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Brian Behrendt:

Ein schweres Spiel für „BB3“, hatte er schließlich mit Lassoga einen unangenehmen Gegenspieler an der kurzen Leine.

Diese primäre Aufgabe löste Behrendt auch gewohnt souverän, dafür offenbarte er immer wieder Probleme im Spielaufbau.

So begnügte Behrendt sich mit zunehmender Spieldauer mit langen Bällen, welche so gut wie keinen Ertrag einbrachten.

Bereits in der ersten Halbzeit bewies ihm das Glück die Stange und ließ Ito den Ball verstolpern, nachdem Behrendt diesen als letzter Mann verspielt hatte.

Ganz besonders in der zweiten Hälfte erwischte Brian dann allerdings einfach einen schlechten Tag, immer wieder bereitete ihm der flinke Narrey Probleme.

Die Krönung geschah dann natürlich beim Treffer zum 2:0, Behrendt wurde vom Ballverlust am kältesten erwischt und hob die Abseitsfalle aus ihren Fugen.

Trotz einer guten Zweikampfquote, konnte Behrendt am gestrigen Montag in den entscheidenen Szenen leider nicht überzeugen.

 

Unsere Bewertung: 5

 

Julian Börner:

Das Aufbauspiel übernehmen musste dementsprechend Julian Börner, diese Aufgabe löste unser Kapitän meist ohne Probleme.

Auch die Defensivaufgaben wurden zufriedenstellend gelöst, bis auf eine kleinere Unsicherheit war er, in der ersten Halbzeit, definitiv der rettende Anker in Bielefelds Defensive.

Auch in der zweiten Halbzeit war Börner stets auf der Höhe, rettete zwei Mal in letzter Not und lieferte eine gute Defensivleistung.

Doch der Fehlerteufel sollte auch vor „JB13“ nicht halt machen, beim 2:0 kann man über seine Rolle streiten, das Einsteigen vor dem 3:0 war dann allerdings höchst unverständlich.

Insgesamt erwischte Börner allerdings noch einen besseren Abend als Brian Behrendt.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Florian Hartherz:

Hatte (Mal wieder) die, mit Abstand, meisten Ballaktionen der gesamten Defensive.

Gleich beim ersten gefährlichen Angriff hatte Florian seine Füße im Spiel, dies sollte auch im weiteren Spielverlauf häufiger der Fall sein.

Insgesamt sammelte er 3 Torschussvorlagen und 1 eigenen Abschluss, von einleitenden Pässen ganz abgesehen.

In der Defensive hatte er allerdings, gegen den vielleicht besten Flügelspieler der Liga, seine Probleme.

Trotzdem zwang er Narrey teilweise zum „Seitenwechsel“ und ließ ihn lediglich einmal gefährlich zum Abschluss kommen.

Beim 1:0 Treffer auf der Linie kalt erwischt, bei seinem traumhaften Freistoß einfach mit Pech.

Wieder einmal bewies Hartherz eine überragende Konstanz und hielt die Leistungsflagge der Defensive, in unseren Augen, am höchsten.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Nils Seufert:

Wenn Seufert am Ball ist, kann sich der Arminia Fan zumeist genüsslich nach hinten lehnen.

So lieferte der „Sechser“ auch gestern wieder eine überragende Passquote von 91% auf das Parkett und gewann fast jeden Offensivzweikampf.

Auch hier schien Hamburg allerdings gut vorbereitet und versuchte ihm immer wieder die Bindung zu nehmen.

Zumeist mit Erfolg, so konnte Seufert lediglich 42 Ballaktionen erhaschen.

Aus diesen Aktionen erschuf er nicht selten gefährliche Situationen, selbst sein eher harmloser Distanzschuss ließ das Hamburger Publikum aufhorchen.

Bis zu seiner Auswechslung ein Aktivposten, welcher gerne mehr in das Spiel hätte eingebunden werden können.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Manuel Prietl:

Durch das geschickte Zustellen von Seufert, geriet Manuel Prietl ab und an in die ungewohnte Position des „Spielmachers“.

Diese Rolle erfüllte er, soweit es ihm möglich ist, solide.

Hier und da eine technische Unsauberkeit, hier und da ein brillianter Pass.

Seine Hauptaufgabe erfüllte der „Staubsauger“, wie immer, mit höchster Deutscher Präzision.

86% der Zweikämpfe entschied der Österreicher für sich, mit über 12 Kilometern legte er knapp einen Kilometer mehr zurück, als der Zweitplatzierte Hartherz.

Für uns ein heißer Kandidat auf den Spieler des Spiels, da er seinen Aufgaben am ehesten nachkam.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Joan Simun Edmundsson:

Euer Spieler des Spiels gegen Dresden, bemühte sich seinen Phantom Mantel abzulegen und deutlich engagierter am Offensivspiel teilzunehmen.

Hatte mit Doulgas Santos allerdings einen harten Brocken als Gegenspieler, von dem er sich nur selten befreien konnte.

An genau diesem Douglas Santos biss er sich auch, mit zunehmender Spieldauer, immer wieder die Zähne aus.

Ansonsten immer den berühmten Schritt zu spät, wenn auch nie wirklich eklatant.

In der zweiten Halbzeit dann eigentlich wieder mit dem Phantom Mantell und zunehmend nachlassender Kondition, der Wechsel des Partners tat dann sein übriges.

Nach zwei unglaublich effektiven Begegnungen, erwischte der Färinger nun erstmals eine etwas schwächere Partie, kein Beinbruch.

 

Unsere Bewertung: 5

 

Keanu Staude:

Vorweg, Keanu Staude ist für uns nicht der alleinige Sündenbock für die Niederlage.

Sicherlich bleibt der vollkommen unnötige und fahrlässige Ballverlust vor dem 0:2 am meisten in Erinnerung, die guten Ansätze sollte man im Zuge dessen allerdings nicht vollkommen vergessen.

Das Problem: Es bleiben nur Ansätze.

Immer wieder scheint Staude der entscheidende Ticken zu fehlen, Mal geht er ins Dribbling, wenn er passen sollte, Mal sucht er den Nebenmann, wenn er es alleine versuchen sollte.

So war Staude, in unseren Augen, zwar deutlich auffälliger als Edmundsson, traf allerdings auch deutlich häufiger die falsche Entscheidung.

Sinnbildlich natürlich sein missratener Schussversuch, nachdem er eine „Anschlagsgrätsche“ überstand und 2-3 Gegenspieler gut hat aussteigen lassen.

Was fehlte? Der Pass.

Seine unterstützenden Laufwege in die Defensive sollte man, bei aller Kritik, ebenfalls nicht unter den Teppich fallen lassen.

Trotzdem hat der Youngster sicherlich schon bessere Partien bestritten und seinen Teil zur Niederlage beigetragen.

 

Unsere Bewertung: 5

 

Fabian Klos:

Hätte man uns zur 35.Minute gefragt, wer in der Halbzeit den Platz verlassen muss, dann hätten wir mit Fabian Klos geantwortet.

Unmittelbar danach fand der Stoßstürmer dann allerdings in die Partie, spielte einen guten Doppelpass mit Hartherz und ermöglichte Voglsammers 100%-Chance.

Dieses „Hoch“ hielt allerdings auch nur knappe 30 Minuten, denn ab der 60.Spielminute tauchte „FK9“ dann wieder ab, oder wurde schlichtweg nicht bedient.

Trotzdem waren es zu wenige Aktionen mit dem Ball und deutlich zu wenig Zweikämpfe, die gewonnen wurden, um von einer guten Leistung zu reden.

Auch Klos kann aus seiner ersten Chance mehr machen und das Spiel damit in eine andere Richtung lenken.

Insgesamt stehen aber erneut 11 Kilometer und ordentlich Kampf unter dem Strich, dementsprechend hat er seine Rolle irgendwo auch erfüllt.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Andreas Voglsammer:

War definitiv emsiger als sein Sturmpartner und unterhielt zu Beginn der Partie die komplette HSV Defensive.

Gab drei Schüsse in Richtung Pollersbeck ab, trieb das Bielefelder Pressing immer wieder an und war nur durch Fouls zu stoppen.

Bis zur 43.Minute eine rund um perfekte Partie, wäre da nicht der entscheidende Faktor, im Fußball braucht man Tore.

Und ein Tor muss Voglsammer mindestens machen, ob sein Lupfer nun innerhalb oder auch außerhalb des Strafraums pariert wurde, ist schlichtweg egal und kann mit dem menschlichen Auge nicht beurteilt werden.

Unter dem Strich steht eine gute Leistung, nach welcher Voglsammer aber weiterhin auf sein erstes Saisontor wartet.

Insgesamt steht die „Torlos-Uhr“ nun bei 400 Minuten und sollte demnächst auf Null gesetzt werden, ansonsten kann man „AV21“ keine Vorwürfe machen.

 

Unsere Bewertung: 3

 

Sven Schipplock:

Was hatte man für Hoffnungen in ein schönes Drehbuch gesetzt, Sven Schipplock kehrt nach Hamburg zurück und schießt die Arminia zum Sieg.

Zunächst stand Jeff Saibene einem solchen Vorhaben im Weg, nach seiner Einwechslung dann nur noch er selbst.

Fand kaum eine Bindung zur Partie und leitete, kurz nach seiner Einwechslung, mit einem leichtfertigen Ballverlust beinahe das frühe 2:0 ein.

Im Zuge dessen oft abgetaucht, einen Treffer hätte man ihm dann aber doch irgendwie gewünscht.

Diesen verhinderte dann, welch Ironie, die Latte.

Insgesamt konnte Schipplock sich nicht wirklich für mehr Einsatzzeiten bewerben, vielleicht kam die Einwechslung aber auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

 

Unsere Bewertung: 4

 

Jonathan Clauss:

Wenn Motivation einen Namen hätte, dann hätte sie gestern „Clauss“ gehießen.

Durfte etwas mehr als 15 Minuten spielen und agierte höchst engagiert.

Seine Schnelligkeit durfte man als erstes bewundern, seine Flankenkünste danach.

Hier und da fast schon übereifrig, als er einen Distanzschuss aus knapp 30 Metern versuchte, aber durchaus mit einem gelungen Debüt.

Von den beiden Gegentreffern hielt er sich fern, allzu oft wurde er defensiv allerdings auch nicht getestet.

 

Unsere Bewertung: Ohne Bewertung.

 

Max Christiansen:

Durfte dann auch noch seine ersten Zweitligaminuten im Dress des DSC absolvieren.

Wurde von den Mitspielern häufig gesucht, seine Einwechslung war dann allerdings nur noch Makulatur.

Dementsprechend schwierig ist die Leistung zu bewerten, den Willen konnte man ihm allerdings auch nicht absprechen.

 

Unsere Bewertung: Ohne Bewertung.

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer ist Euer Spieler des Spiels gegen die Spielvereinigung aus Hamburg?

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