20.Spieltag gegen den VfL Bochum [SdS Hartherz]

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Spielerbewertung DSC Arminia Bielefeld vs. VfL Bochum

20.Spieltag, Topspiel der 2.Bundesliga!

Die Kontrahenten? Arminia Bielefeld und der Verein für Leibesübungen aus Bochum.

Ein echter Klassiker, mit vielen Anekdoten aus alten Bundesligazeiten.

Heutzutage hat es mit einem Topspiel ehrlich gesagt nicht mehr viel zu tun, so treten hier zwei Mannschaften an, die eher mit dem Abstieg, als mit dem Aufstieg in Verbindung gebracht werden dürften.

Wohlgemerkt in Liga 2.

So passte sich das Spiel auch schnell der aktuellen Tabellensituation an und bot alles, außer Spektakel.

Immerhin, auf die erste Chance musste man nicht lange warten, in Minute sechs stockte sicherlich einigen Anhängern der Atem.

Ortega segelt an einer Flanke vorbei, Hartherz kann in höchster Not retten.

Erstmal durchatmen.

Die zweite Chance lag dann auf Seiten der Arminia, nach schöner Kombination zwischen Voglsammer und Klos kommt Weihrauch zum Abschluss, zu wenig um wirklich von Gefahr zu reden.

Trotzdem durchatmen, diesmal bei den Bochumern.

Was dann folgte? Nichts atemberaubendes und viel Leerlauf.

Die größte Chance der 1.Halbzeit gehört Bochum, nachdem Ortega an einer Hereingabe vorbeisegelt, rettet jener Ortega allerdings auch überragend.

Hinzu kommt ein sehr quirliger Robbie Kruse, welcher Florian Dick einige Probleme bereitete und so auch zu gleich mehreren Chancen kam.

Eine Chance konnte der Australier dann tatsächlich auch verwandeln, das Schiedsrichtergespann um Robert Hartmann entschied allerdings auf Abseits, vermutlich zu Unrecht.

Stichwort „Im Zweifel für den Angreifer“.

Generell bewies Hartmann eine sehr klare Linie, welche eine „Lange Leine“ beinhaltete.

Insgesamt gab es in den 90 Minuten lediglich eine gelbe Karte, sicherlich war es kein überhart geführtes Spiel, trotzdem hätte sicherlich die ein oder andere Situation anders bewertet werden können.

Naja, die Arminia tauchte in Halbzeit 1 nur noch zweimal vor dem Tor der Bochumer auf, während Börner, nach einem Freistoß, den Ball nicht erreichte, waren Staude und Weihrauch einfach nicht konsequent genug.

So pfiff der Schiedsrichter das Spiel, zum Glück, pünktlich nach 45 Minuten abgepfiffen und beendete eine der wohl schlechtesten Halbzeiten der letzten Zeit.

15 Minuten Zeit für beide Trainer, ihre Mannschaften neu einzustellen, wer nun aber auf Besserung hoffte, wurde zunächst enttäuscht.

Die ersten zehn Minuten passierte nämlich erst einmal gar nichts.

Obwohl, vielleicht sicherte sich Ortega zwischen der 50 und 55 Minute den inoffiziellen Rekord für die meisten Ballkontakte eines Torhüters innerhalb von fünf Minuten.

Bochum agierte sichtlich verunsichert und Arminia fiel schlichtweg nichts ein.

In der 56 Minute immerhin mal eine Chance für die Arminia, hier muss Staude eventuell mehr draus machen, sei‘s drum, immerhin eine Chance.

Denn diese wurden immer mehr zur Mangelware und entstanden, wenn überhaupt, nach individuellen Fehlern.

So auch nachdem Hartherz mit dem Ball im eigenen Strafraum zum Dribbling ansetzte und beinahe das 1:0 verschuldete, während Ortega bereits geschlagen war, konnte Kerschbaumer im letzten Moment retten.

Wieder Hartherz, diesmal auf der anderen Seite, wieder eine Chance.

Nach guter Flanke des Linksverteidigers kam Weihrauch (irgendwie) an den Ball und verpasst das Tor ebenfalls nur knapp.

Man kann nun fast von einem Fußballspiel reden.

Trotzdem bedienen wir uns auch hier an einer Phrase: „Wenn nichts geht, muss ein Standard her.“

Normalerweise spricht man dabei von einem Eckball und einem kantigen Innenverteidiger, der den Ball ins Netz wuchtet.

Diesmal allerdings von einem echten Leckerbissen von Florian Hartherz.

Ein direkter Freistoß, herausgeholt von Weihrauch, aus 19 Meter und schon zappelt der Ball im Winkel.

Durchaus eines der schöneren Tore in der jüngeren Vergangenheit.

Bochum, nun mit dem Rücken an der Wand, agierte folglich mit einer Dreierkette.

Arminia konzentrierte sich auf Konter und Bochum versuchte immer wieder anzurennen, man kennt das Spiel.

Die nächsten 15 Minuten boten auch Chancen en Masse, quasi abwechselnd auf beiden Seiten.

Während die Arminia in der Offensive immer wieder beste Chancen, die meisten in Überzahlsituationen, inkonsequent liegen las, hatte sie in der Defensive eine Mischung aus Glück und Ortega.

Mit zunehmender Spieldauer verzichtete der DSC auf die Konter und verließ sich auf lange Bälle, welche allerdings meistens wie ein Bumerang zurück kamen.

So durfte sich der gemeine Fan in den letzten fünf Minuten mit zittern beschäftigen und sich an „alte Zeiten“ erinnert gefühlt haben.

In „alten Zeiten“ hätte die Arminia wohl auch noch den Ausgleich gefangen, diesmal aber nicht.

Und so kann man Unter dem Strich sagen, dass sich der DSC gegen Fürth drei Punkt verdient hatte, diese aber erst in Bochum einfuhr.

 

 

Stefan Ortega Moreno:

Erwischte keinen guten Einstand in die Partie und bewies in zwei Szene Probleme bei hohen Bällen.

Bei einem Fehler reagierte der Schlussmann allerdings glänzend und bewahrte seine Mannen vor dem Rückstand.

In der Folge mehr oder weniger beschäftigungslos und mehr im Spiel mit dem Ball gefordert.

Hier schlich sich ab und zu ein Fehlpass zu viel ein, insgesamt allerdings immer anspielbereit und auf der Höhe.

In der Schlussphase der gewohnte Rückhalt und ein entscheidender Faktor, dass man das 1:0 sichern konnte.

Note: 3

 

Florian Hartherz:

Als Matchwinner kann man oftmals vieles vertuschen.

Hat Glück, dass sein Fehler im eigenen Strafraum keine Folge hat und kann sich hier bei Kerschbaumer bedanken.

Sein Freistoßtor natürlich par exellence, allerdings darf man seine Flanken, welche nicht selten zu Chancen führten, auch nicht vergessen.

In der Defensive meistens auf der Höhe, wobei er gerade mit Sam sichtliche Probleme offenbarte.

Note: 2

 

Julian Börner:

Ordentliche Partie, ohne groß aufzufallen.

Leitet mit einem guten Vorstoß die Situation vor, welche später zum Freistoßtor führen sollte.

In der Defensive immer wieder mit gewonnenen, sowie verloren Zweikämpfen.

Dafür mit einer durchaus passablen Passquote.

Ab und zu vielleicht aber auch zu sehr auf der „Sicherheitsschiene“, so hätte er gerne der ein oder andere Rückpass weniger sein dürfen.

Note: 3

 

Brian Behrendt:

Ähnliches gilt für seinen Nebenmann Behrendt.

Hatte in Halbzeit 1 zwar gewisse Probleme mit Kruse, bewies gegen den kantigen Wurtz aber immer wieder Kante.

Insgesamt vielleicht noch ein wenig unscheinbarer als Börner, aber ebenfalls zuverlässig.

Note: 3

 

Florian Dick:

Es gibt sicherlich nicht wenige Trainer, die Dick nach der ersten Halbzeit vom Platz genommen hätten.

Bewies immer wieder deutliche Tempodefizite im Duell mit Kruse und offenbarte Schwächen.

Es gibt sicherlich auch nicht wenige Schiedsrichter, welche Dick schon in der ersten Halbzeit mit einer gelben Karte bedacht hätten.

Aber Hartmann und Saibene sind eben anders, drum durfte Dick auch in Halbzeit zwei unbelastet agieren.

Und steigerte sich unglaublich.

Wusste sich von nun an besser auf den Australier einzustellen und agierte immer wieder zuverlässig.

Konnte sich dadurch auch endlich in der Offensive beteiligen.

Ab und zu fehlte ihm in der Schlussphase zwar die Ruhe, woraus dann der ein oder andere „unnötige“ Befreiungsschlag resultierte, insgesamt war die zweite Halbzeit aber eine sehr gute.

Note: 3

 

Konstantin Kerschbaumer:

Nur 42 Ballkontakte und eine Zweikampfquote von 50%.

Klingt für einen „Sechser“ unterirdisch.

Trotzdem war Kerschbaumer extrem wichtig.

So rettete er einmal vor dem sicher schienenden 1:0 und war wohl der Initiator der Konteroffensive.

In Puncto schnelles Umschaltspiel kann dem gebürtigen Österreicher innerhalb des Bielefelder Kaders wohl kaum einer etwas vormachen.

Letztlich standen immer nur Unzulänglichkeiten seiner Mitspieler zwischen einem Scorerpunkt und Ihm.

Insgesamt für eine gute Note zu viel Leerlauf, aber in den entscheidenden Momenten voll auf der Höhe.

Note: 3

 

Tom Schütz:

Ähnliches Bild beim Nebenmann.

51 Ballkontakte und eine 56 prozentige Zweikampfquote.

Hinzu kommt hier allerdings eine Passquote von 71%, bei ohnehin „nur“ 31 gespielten Pässen.

Fiel ansonsten, wenn überhaupt, durch Standards auf.

Insgesamt ein schwieriges Spiel für Schütz, da er oft von den eigenen Männern überspielt wurde, allerdings muss er als „Sechser“ den Ball auch häufiger fordern und das Spiel leiten.

Note: 4

 

Patrick Weihrauch:

Weihrauch erwischte ähnlich wie Dick eine schwache erste Halbzeit.

Konnte Dick in der Defensive nicht wirklich unterstützen und war in der Offensive so gut wie unsichtbar.

Trotzdem gehörte ihm der erste Abschluss.

Zur zweiten Halbzeit drehte die Nummer 7 dann allerdings auf und war an jeder Offensivaktion beteiligt.

So holte er den Freistoß, welcher zum 1:0 führte, stark heraus und sorgte generell für Unruhe.

In der Schlussphase fehlte ihm oft die letzte Konsequenz, sonst wäre ihm sicherlich ein Treffer vergönnt gewesen.

Note: 3

 

Keanu Staude:

So hat sich Staude sein Comeback sicherlich nicht vorgestellt.

Zunächst muss man sich die Frage stellen, ob Staude nicht die falsche Schuhauswahl getroffen hat.

So rutschte die Nummer 32 unerklärlich oft weg und hatte scheinbar überhaupt keinen „Grip“.

Vielleicht war die Schuhauswahl auch ein Umstand, die zu einer katastrophalen Zweikampfbilanz führte.

Insgesamt konnte Staude lediglich 14% seiner Zweikämpfe gewinnen und musste sich zweimal mit einem Foul behelfen.

Wenn ein Offensivspieler in 75 Spielminuten nur 14 Ballkontakte hat und mit diesen nur 7 Pässe produziert, dann ist das schlichtweg zu wenig.

Mit ein bisschen mehr Fortune erzielt der Youngster das 1:0 und macht alles richtig, so aber bleibt nur eine schwache Darbietung.

Note: 5

 

Fabian Klos:

Klose hing ein wenig in der Luft und konnte ebenfalls nur 20 Ballkontakte sammeln.

Ihm fehlten sicherlich auch ein wenig die Zuspiele der Hintermänner, trotzdem muss die Nummer 9 natürlich auch ein wenig mehr Initiative zeigen.

War an der ersten Chance beteiligt und bewies erneut eine überragende Übersicht.

Ansonsten eher in der Defensive bei gegnerischen Standards auffällig.

Ob man einen Klos nach 62 Minuten vom Feld nehmen muss, steht auf einem anderen Blatt.

Diesmal hat Saibene damit wohl alles richtig gemacht, in Zukunft könnte dies aber auch durchaus mal schief gehen.

Note: 4

 

 

Andreas Voglsammer:

In der ersten Halbzeit auch völlig aus dem Spiel genommen, wusste der Goalgetter auch nur bei der ersten Chance in Erscheinung getreten.

Konzentrierte sich diesmal weniger auf den Torabschluss und feuerte dementsprechend nur einen Torschuss ab.

In der zweiten Hälfte an der Entstehung des Freistoßes unmittelbar beteiligt und im Konterspiel agil.

Trotzdem wohl auch ein wenig zu unauffällig, gerade weil er knappe 30 Minuten als „einziger“ Stürmer agierte.

Note: 4

 

Leandro Putaro:

Erfüllte die Jokerrolle sehr zufriedenstellend.

Sammelte in 30 Minuten mehr Ballkontakte als Staude in 77, produzierte zwei Torschussvorlagen und einen eigenen Torschuss.

Konnte durch seine Frische einen wichtigen Aspekt im Konterspiel einnehmen, lies hier allerdings auch zu häufig den „Killerinstinkt“ vermissen.

Note: 3

 

Christoph Hemlein:

Kadercomeback für die Nummer 17.

Vor 2 Wochen wurde „Locke“ noch abgeschrieben, in Bochum durfte er dann erneut mitwirken.

Wirkte direkt bemüht, hatte allerdings zu wenig Zeit, um sich wirklich zu beweisen.

Note: Ohne Bewertung

 

Henri Weigelt:

Als Absicherung kurz vor Schluss eingewechselt.
Trat nicht in Erscheinung.

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Florian Hartherz!

 

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Start date 02-07-2017 14:21:05
End date 01-01-2018 23:59:59
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Wer ist Euer Spieler des Spiels gegen den VfL Bochum?

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