19.Spieltag gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth [SdS Schütz]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. Spvgg. Greuther Fürth

Nach der kürzesten Winterpause aller Zeiten stand direkt einmal ein Spiel unter Flutlicht auf dem Programm.

20:30 Uhr, Stadion Alm.

Perfekte Rahmenbedingungen für einen schönen Fußballabend, sollte man meinen.

Lediglich knappe 13.000 Zuschauer fanden den Weg in das blaue Schmuckstückchen und durften dann exakt 0 Tore bejubeln.

Die gut 100 mitgereisten Fürther beklagten (zurecht) die späte Uhrzeit mitten in der Woche und durften gerechterweise ebenfalls kein Tor bejubeln.

Dass ein 0:0 keine Zuschauer bindet und niemanden vom Hocker reißt, sollte spätestens seit der Norbert Meier Ära bekannt sein.

Kein Wunder also, dass nachfolgende Trainer dieses Ergebnis gezielt vermieden.

Das letzte Mal, dass auf der Alm kein Tor fiel, war bis dato ein Jahr, fünf Monate und 17 Tage her. Beim damaligen Debüt von Rüdiger Rehm kam der DSC nicht über ein 0:0 gegen den KSC hinaus.

Auch auswärts stand lange nicht mehr die Null auf beiden Seiten, zuletzt ereignete sich ein solches Ergebnis am 02.10.2016 auf dem Betzenberg.

Doch genug von der 0:0 Historie der Arminia, Nobert Meier sammelte im übrigen 11 an der Zahl, war dies ein typisches 0:0 Spiel?

Laut Statistik nicht, so hatte die Arminia unglaubliche 21 Abschlüsse und knappe 60% Ballbesitz.

Die Eckenbilanz von 7:1 erinnert dann auch eher an Zeiten der 3.Liga, als an den Abstiegskampf der zweiten.

Trotzdem war der Arminia das erlösende 1:0 gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga nicht vergönnt, und so fuhren die Kleeblättler ihren dritten Auswärtspunkt im zehnten Spiel ein.

Die Arminia Heimbilanz hingegen liest sich ausgeglichen, neun Spiele, davon jeweils drei Siege, Niederlagen und Unentschieden, bei 13:13 Toren.

Wenn man eine Fehlerdiagnose betreiben würde, müsste man sich zunächst fragen, lag es am Pech oder doch am Unvermögen?

Diese Frage könnte man wohl mit „sowohl als auch“ beantworten.

Denn gerade in Hälfte eins glich das Feld einer Einbahnstraße, an deren Ende allerdings eine Sackgasse wartete.

So kann man die beiden Aluminiumtreffer sicherlich als Pech betiteln, beim Pfostentreffer von Hartherz muss man allerdings auch von Leichtfertigkeit reden, genau wie beim Nachschuss von Klos.

Gleichzeitig muss sich die Arminia den Vorwurf gefallen lassen, dass der Druck mit zunehmender Spieldauer abnahm und man das hohe Tempo der ersten Hälfte nicht halten konnte.

So kann man die vereinzelten Pfiffe nach der Begegnungen wohl mit Enttäuschung begründen, nicht über ein schlechtes Spiel, sondern darüber, dass schlichtweg deutlich mehr drin gewesen wäre und es definitiv eher zwei verlorene-, als ein gewonnener Punkt sind.

Wo geht die Reise des DSC tabellarisch nun hin?

Sieben Punkte nach „unten“, acht Punkte nach „oben“.

Es deutet alles auf eine entspannte Restsaison hin, also alles im Lot?

Naja, denn genau genommen sind es auch nur vier Punkte auf Platz 15, mit Darmstadt, Bochum und Braunschweig tummeln sich zudem Hochkaräter auf den letzten Plätzen, welche, falls sie in Form kommen, mit diesen Plätzen wohl nichts mehr zu tun haben werden.

Drum wären zwei Punkte mehr sicherlich nicht verkehrt, noch besser wären natürlich 14 Punkte mehr, aber gut die ominöse 40-Punkte Schwelle hat bis jetzt noch keine Mannschaft erreicht, von daher kann auch noch jede Mannschaft absteigen, ein Traum diese Spannung.

 

 

Stefan Ortega Moreno:

Unsere Nummer 1 spielt zum fünften Mal in dieser Saison zu 0 und stellt damit seinen eigenen Bestwert ein.

2013/14 erreichte er die selbe Anzahl, benötigte damals allerdings vier Spiele weniger.

Auch in seiner Debütsaison 2011/12 spielte Ortega insgesamt fünf Mal zu Null, im Tor der Münchener Löwen gelang ihm ein solcher Wert allerdings nie.

Man kann also davon ausgehen, dass Ortega innerhalb der nächsten Wochen einen persönlichen Rekord aufstellt.

Kommen wir zum aktuellen Spielgeschehen.

Ein unglaublich ruhiger Abend für den Torhüter des DSC, sammelte trotzdem 57 Ballkontakte.

Diese basierten oftmals auf einer überragenden Antizipation des Schlussmannes, einziges Manko am gestrigen Abend sein zu häufig überhastetes Spiel mit dem Ball.

Seiner überragenden Übersicht verdankte der DSC allerdings eine gute Chance, welche durchaus eine Torvorlage des offensiven Torhüters verdient gehabt hätte.

Insgesamt ein ruhiger und abgeklärter Auftritt.

Note: 3

 

Florian Hartherz:

Spulte ein ordentliches Laufpensum über die Linke Abwehrseite ab und beteiligte sich immer wieder stark in der Offensive.

Bei seinem Pfostentreffer mit einer Mischung aus Pech und Unvermögen, diese Chance muss der Linksverteidiger natürlich besser nutzen.

Hier und da ein wenig zu überhastet oder unglücklich agierend, wusste er seine Abwehrseite trotzdem stets „sauber“ zu halten.

Insgesamt ein wenig zu ertraglos, aber durchaus solide.

Note: 3

 

Julian Börner:

Eigentlich ein relativ souveräner Auftritt des Captains.

Wären da nicht die Momente, in welchem ihm die Ruhe fehlt.

So benutzte Jule zu häufig den hohen Ball und verschuldete damit nicht selten einen Ballverlust.

Ebenfalls rückt die gelbe Karte seine Leistung ein wenig in den Schatten, denn wiederholt muss der Kapitän einen eigenen Fehler mit einer gelben Karte bezahlen.

Mit insgesamt sieben gelben Karten stellt Jule zudem bereits am 19.Spieltag einen eigenen Karriererekord auf, so viele sah die Nummer 13 noch nie innerhalb einer Saison.

Trotzdem alles in allem mit guten Werten, zudem Vorbereiter der dreifach Chance mit einem Zuckerpass.

Note: 3

Brian Behrendt:

Brian „Pferdefuß“ Behrendt!

Prüfte in regelmäßigen Abständen die Aufmerksamkeit des Fürther Schlussmannes mit Schüssen aus allen Lagen.

Übernahm zudem die Rolle des tiefstehenden Spielmachers und fiel eher durch „Packing“- als durch Querpässe auf.

Ab und zu hatte man aber das Gefühl man müsste Behrendt ein wenig zügeln, da seine Gewaltschüsse und langen Bälle ein wenig die Überhand zu gewinnen schienen.

So ermöglichte der Blondschopf auch die erste und quasi einzige Möglichkeit der Fürther im ersten Durchgang durch einen unpräzisen und missglückten Pass.

Insgesamt aber mit einer durchaus ansprechenden Passquote, die ihm an einem doch eher beschäftigungsarmen Abend ein „Befriedigend“ beschert.

Note: 3

 

Florian Dick:

Solide.

In der Defensive wohl am aufmerksamsten, so verhinderte er kurz vor Schluss eine aussichtsreiche Chance der Fürther durch einen beherzten Sprint.

Offensiv dagegen nicht ganz so auffällig und mit zu wenig Präzision in seinen Flanken.

Gewann starke 75% seiner Zweikämpfe und macht seine Seite über die volle Distanz zu.

Auch hier kann man allerdings aufgrund des dann doch eher ereignislosen Abend nicht von einer „guten“ Leistung reden, das Wort „Solide“ beschreibt diesen wohl immernoch am besten.

Note: 3

 

Manuel Prietl:

Wie gewohnt sehr laufstark aber eher unscheinbar.

Hatte weniger Ballkontakte als Ortega und schien in der ein oder anderen Situation schlicht weg zu langsam.

So war die gelbe Karte, welche gleichzeitig seine fünfte darstellt, lediglich eine Frage der Zeit.

39% gewonnene Zweikämpfe bilden für Prietl einen ungewohnt niedrigen Wert und bilden auch den Rahmen für seine Bewertung.

Der Österreicher kann das sicherlich besser.

Note: 4

 

Tom Schütz:

Anders steht es da um Tom Schütz.

Die Nummer 6 riss das Spiel stellenweise an sich und überzeugte durch ein gutes Passspiel.

Auch sein Pfostentreffer, sowie sein durchaus knapper Distanzschuss runden diesen Eindruck ab.

Muss sich nicht so häufig mit einem Foul behelfen, was man durch sein gutes Stellungsspiel begründen kann.

In dieser Verfassung ist Schütz Goldwert und zeigt, weswegen eine Verlängerung seines Vertrags definitiv gerechtfertigt war.

Note: 1

 

Patrick Weihrauch:

Weihrauch fand nicht wirklich in die Partie und beeindruckte eher durch brotlose Kunst.

Nahm sich zudem immer wieder Auszeiten, in welchen er über längere Passagen überhaupt nicht zu sehen war.

Wurde allerdings auch über die gesamte Zeit gut bewacht.

Dadurch wohl der unauffälligste Offensivakteur.

Note: 4

 

Konstantin Kerschbaumer:

Auch Kerschbaumer fand nicht wie gewohnt in die Partie.

Wusste allerdings in seinen wenigen Aktionen direkt aufzufallen.

Traf hier und da vielleicht die falsche Entscheidung oder ließ genügend Präzision vermissen.

Sonst hätte einer der beiden Schüsse wohl sein Ziel gefunden.

Der Scorerstärkste Mittelfeldspieler des DSC kann allerdings auch nicht immer treffen.

Trotzdem hat man das Gefühl, dass ihm eine Position in der Zentrale doch einfach besser passt.

Note: 3

 

Fabian Klos:

Hätte mit seinem Schuss alles klar machen können, als er in aussichtsreicher Position an den Ball gelangt.

Abgesehen davon ein sehr guter Auftritt der Nummer 9.

Überzeugte immer wieder mit starken Seitenwechseln und bereitete alleine sechs Schüsse vor.

Beklagte sich hier und da über das teils egoistische Abschlussverhalten der Mitspieler, bewies bei seinen drei Abschlüssen allerdings auch nicht die beste Zielstrebigkeit.

Baute zum Ende der Partie ein wenig ab, wäre in der Schlussphase aber wohl doch Goldwert gewesen, alleine da er stets zwei Gegenspieler zu binden wusste.

Durchaus ordentlich dieser Auftritt.

Note: 2

 

Andreas Voglsammer:

Verbuchte insgesamt sieben(!) Torabschlüsse, bei welchem ihm abwechselnd Glück und Präzision fehlten.

Mal hielt Burchert überragend, Mal traf er aus aussichtsreicher Postion nur das Außennetz.

Versuchte mit zunehmender Spieldauer sein Glück dann zu erzwingen und übersah dadurch immer wieder besser positionierte Mitspieler.

Die Zweikampfquote von 17% rundet einen dann doch eher unglücklichen Abend des Torjägers ab.

Aber auch solche Tage muss es geben.

Note: 4

 

Sören Brandy:

Durfte die letzten Minuten der Partie mitwirken, nahm aber keinen Einfluss auf diese.

Kam nicht mehr zum Abschluss und hatte insgesamt auch nur acht Ballkontakte.

Den Einsatz kann man ihm allerdings nicht absprechen.

Note: Ohne Bewertung

 

Leandro Putaro:

Auch Putaro konnte in sieben Minuten keine Akzente setzen und ist demnach nicht zu bewerten.

Note: Ohne Bewertung

 

Christopher Nöthe:

Herzlich Willkommen zurück Christopher!

Seine Motivation konnte man ihm in jedem Sprint ansehen, aber auch ihm reichten die knappen 10 Minuten nicht aus.

Das wichtigste ist hier aber erstmal, dass er wieder auf dem Platz steht!

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Tom Schütz!

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2018 23:59:59
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