10.Spieltag gegen die Fortuna aus Düsseldorf [SdS Ortega]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. Fortuna Düsseldorf

Spitzenspiel auf der Alm und das am 10.Spieltag.

Wer hätte das vor der Saison erwartet?

Bei bestem Wetter fanden über 20.000 Fans den Weg zur Melanchthonstraße und fieberten einer Revanche entgegen.

Schließlich war der Gegner niemand geringeres als Spitzenreiter und Pokalendgegner Fortuna Düsseldorf.

Die Aufstellung von Jeff Saibene ließ dann wohl das ein oder andere Bielefelder Herz höher schlagen.

Voglsammer, Klos und Sporar!

Geballte Offensivpower und eine klare Botschaft: „Wir wollen uns keineswegs einigeln.“

Dies wurde auch zu Beginn der Partie deutlich, die Arminia begann mit breiter Brust und suchte den direkten Weg zum Tor.

Öffnete damit allerdings auch Räume, durch welche die Topmannschaft aus Düsseldorf zu Chancen kam.

So gehörte auch die erste Großchance der Partie den Gästen, zunächst rettet das Aluminium, dann pariert Ortega stark.

Der Aluminiumtreffer ist nachträglich als eine Art Startschuss zu sehen, so erarbeiteten sich die Rheinländer von nun an immer wieder hochkarätige Chancen und ließen den DSC kaum zum Zug kommen.

Angeführt vom quirligen Raman, konnten die Düsseldorfer zwischenzeitlich nach Belieben das Spielgeschehen leiten.

Der 0:1 Treffer kommt dann zwar nicht unerwartet, aber trotzdem auf bittere Art und Weise.

Ein Individueller Fehler in der Vorwärtsbewegung kann nicht mehr revidiert werden und beschert der Arminia den (verdienten) Rückstand.

Während die Bielefelder Offensive vollkommen abgemeldet schien, hätte sich kein Armine über ein zeitnahes 0:2 beschweren dürfen.

Nachdem Stefan Ortega den Ball hat fallen lassen, ringt er Rouwen Hennings nahezu nieder und begeht damit eigentlich ein Elfmeterreifes Foulspiel.

Tobias Stieler sah dies anders und entschied auf Abseitstor.

Hätten sich die Düsseldorfer in dieser Szene ein klein wenig smarter angestellt, dann hätten sie das Abseitstor umgehen können.

Hennings hätte in der Szene sicherlich nicht abspielen müssen, sondern auch auf direkten Wege den Torabschluss suchen können.

Sei’s drum, Glück für Arminia und ein 0:1 Pausenrückstand.

Die zweite Halbzeit begann, ähnlich wie Halbzeit eins, zunächst mit einem verwunderten Blick.

So verließ Florian Dick das Spielfeld und machte Platz für Christoph Hemlein.

Erneut wurde das Spiel, zumindest auf dem Papier, offensiver gestaltet.

Keine drei Minuten nach Wiederbeginn hätte sich der mutige Schachzug auch beinahe bezahlt gemacht, nach einer Flanke von Neurechtsverteidiger Weihrauch fand Andraz Sporar das Tor, der Torschrei wurde allerdings durch einen Abseitspfiff (zurecht) gedämpft.

Die andere Facette des Halbzeitwechsels wurde allerdings ebenso zügig offenbart, nachdem die rechte Abwehrseite der Arminia deutlich zu offen agierte, ergab sich wiederholt eine gute Chance für Rouwen Hennings, welcher die Arminia jüngst als seinen Lieblingsgegner bezeichnete.

Das Spitzenspiel verdiente sich seinen Namen nun doch deutlich mehr, als noch in Halbzeit eins und bot den zahlreichen Zuschauern einiges für ihr Geld.

In Minute 57 sah man nämlich immerhin das dritte Tor des Nachmittags, erneut Sporar, diesmal nach Vorlage von Fabian Klos.

Same procedure, Abseits!

Diesmal allerdings lag das Gespann um Tobias Stieler falsch, ärgerlich für die Blauen.

Die im Zuge des zweiten Abseitstores auch ein wenig den Glauben verloren zu haben scheinen.

Die folgenden 10-20 Minuten gehörten dann nämlich wieder zu großen Teilen den Gästen aus Düsseldorf.

Während gerade Ortega und Börner den ein oder anderen Brandherd zu löschen wussten, waren auch sie in Minute 76 machtlos.

Wiederholt ließ die neu formierte rechte Seite unserer Arminia ihre Gegenspieler viel zu leicht gewähren und öffnete damit Lücken, welche eine Topmannschaft dann nun mal auch nutzt.

Das Spitzenspiel hatte seinen Sieger spätestens jetzt gefunden.

Eine kuriose Szene behielt sich das Spiel allerdings dann doch noch vor.

Nach einem Querschläger vom Düsseldorfer Ayhan entschied Schiedsrichter Stieler, zur Verwunderung beider Fanlager, auf Rückpass und ermöglichte der Arminia eine gute Gelegenheit.

Mehr als Ergebniskorrektur wollte er dem DSC dann wohl doch nicht gewährleisten, so pfiff er nach Ausführung des indirekten Freistoßes schnurstracks ab und übersah den Anschlusstreffer von Keanu Staude.

Mehr als ein Anschlusstreffer wäre es ohnehin nicht gewesen, da die Nachspielzeit bereits beendet war, doch ein Spiel abzupfeifen, während sich der Ball innerhalb eines Strafraums befindet, ist dann doch eher unkonventionell.

Betrachtet man nun also das fälschlicherweise aberkannte „Abseitstor“, sowie diese Aktion, dann kann man schon von einer ungünstigen Leistung des FIFA-Schiedsrichters reden.

Alles Reden hilft aber sowieso nichts und so muss die Arminia die 0:2 Niederlage hinnehmen.

Das Spiel hat, wie schon im DFB-Pokal, offengelegt, dass es für die ganz großen der Liga an normalen Tagen dann doch noch nicht reicht.

Vor der Brust steht nun das nächste „Topspiel“ gegen die Überraschungsmannschaft aus Kiel.

Trotz aller Euphorie sollten die Kieler dann doch eher eine Mannschaft auf Augenhöhe darstellen und leichter zu bespielen sein, als Düsseldorf.

Sollte man in Kiel gewinnen, so hätte man nicht nur einen Bigpoint gegen einen Konkurrenten erzielt, sondern ebenfalls die 20 Punkte Marke erreicht und damit die halbe Miete für das Ziel „Nichtabstieg“ eingefahren.

 

Stefan Ortega:

Wenn jemand wirklich positive Erinnerungen an das Pokalspiel gegen Düsseldorf hat, dann wohl Ortega.

In überragender Manier verhinderte der Schlussmann eine höhere Niederlage und ließ spätestens in diesem Spiel alle Kritiker verstummen.

Auch an diesem Samstag erwischte Ortega einen durchaus passablen Tag.

So konnte er sich in einigen Szenen auszeichnen und parierte einmal überragend.

Zwar hatte der Schlussmann auch Glück, dass sein Foulspiel, nach kleineren Fehler beim Abfangen, nicht geahndet wurde, bei den Gegentoren war er allerdings machtlos.

Seine gute Spieleröffnung konnte Ortega nicht unter Beweis stellen, da die Kombination Sporar/Klos nicht in gleicher Art harmonierte, wie zuvor Klos/Voglsammer.

 

Note: 3

 

Florian Dick:

Hatte sichtliche Probleme mit der schnellen Offensive um Raman.

So kam der routinierte Rechtsverteidiger nicht wirklich in das Spiel und gewann so gut wie keinen Zweikampf.

Beim 0:1 Gegentreffer kalt erwischt und nicht ganz schuldlos.

Konnte sich zudem kaum in die Offensive einschalten und blieb weitestgehend blass.

Obwohl er die erste Halbzeit ohne große Fehler absolvierte, war ein solcher lediglich eine Frage der Zeit.

Dementsprechend wurde Florian Dick zur Halbzeit auch ausgewechselt.

 

Note: 4

 

Julian Börner:

Unser Kapitän erwischte einen guten Tag und leitete die Abwehr in erwarteter Manier.

Zwar blieb auch Jule nicht ohne jeden Fehler, als Beispiel hierfür sein hanebüchener Rückpass auf Ortega in Minute 19, trotzdem konnte er durch eine gute Spieleröffnung und Zweikampfquote glänzen.

Rettete die Arminia zudem in Minute 54 mit einer überragenden Aktion vor dem 0:2 Gegentreffer.

Auch in der Schlussphase immer wieder auf der Höhe, sowie durchaus bemüht, der Offensive nochmal Schwung zu verleihen.

 

Note: 3

 

Stephan Salger:

Erwischte keinen allzu guten Start in die Partie.

Ermöglichte den Gegner durch Ballverluste oder Fehlpässe immer wieder Chancen.

Ähnlich wie Dick wird er beim 0:1 kalt erwischt und ist somit zumindest nicht unbeteiligt.

Litt er am meisten unter dem beherzten Auftritt von Raman.

Konnte diesen allerdings in Halbzeit zwei besser unter Kontrolle bringen und steigerte sich enorm.

So ließ er keinen weiteren Fehlpass folgen und spielte in gewohnt abgeklärter Manier.

Klammert man die erste Halbzeit aus, so war es ein guter Auftritt von Salger, insgesamt aber mindestens passabel.

 

Note: 3

 

 

Florian Hartherz:

Bei Hartherz haben wir eine gegensätzliche Entwicklung gesehen.

In der ersten Halbzeit durchaus gefällig und auch offensiv bemüht.

So diente Hartherz oftmals als erste Anspielstation und sammelte fleißig Ballkontakte.

Mit zunehmender Spieldauer schlich sich allerdings dann doch zu häufig eine Unkonzentriertheit in sein Spiel ein.

Hatte, wie die gesamte Viererkette, kein leichtes Spiel mit den quirligen Stürmern der Fortuna.

Insgesamt hat Hartherz es sicherlich ordentlich zu Ende gespielt, auch wenn der Offensivdrang, in Halbzeit zwei, merklich nachließ.

 

Note: 4

 

Tom Schütz:

Laufstark, aber ohne Ertrag.

Tom Schütz erwischte einen eher unglücklichen Vormittag.

Mit seinem unnötigen Ballverlust leitet er das 0:1 für die Fortuna ein und bringt die Arminia damit in Rückstand.

Schaffte es nicht die Hintermannschaft in gewohnter Manier zu festigen und spielte zudem immer wieder ärgerliche Fehlpässe.

In Sachen Standards ließ Schütz ebenfalls einiges an Luft nach oben.

Sicherlich kann man unserer Sechs einen solchen Auftritt verzeihen, dass er es besser kann, wissen wir allerdings auch alle.

 

Note: 5

 

Manuel Prietl:

Auch Manuel Prietl spulte die Kilometer wie gewohnt runter.

Trotzdem erwischte der Österreicher, wie sein Nebenmann, keinen Sahnetag.

Zu oft, zu weit vom Gegenspieler entfernt, und zu selten mit Ideen für die Offensive.

Hat seinen Anteil daran, dass die Defensive zu häufig ungeordnet schien.

Blieb allerdings weitestgehend befreit von schwerwiegenden Fehlern.

Note: 4

 

Patrick Weihrauch:

Musste erneut zwei Rollen innerhalb von 90 Minuten bekleiden und kam diesmal nicht perfekt damit zurecht.

In Hälfte eins weitestgehend abgemeldet und unscheinbar.

Als Rechtsverteidiger in Hälfte zwei dann doch zu offensiv agierend.

So ließ er seine Abwehrseite zu häufig frei und ermöglichte damit passiv den Treffer zum 0:2.

Machte zwar ebenfalls durch gute Rettungsaktionen, sowie die Vorlage zum irregulären Tor von Sporar auf sich aufmerksam, konnte damit aber nicht über den gebrauchten Vormittag hinwegtäuschen.

 

Note: 4

 

Andreas Voglsammer:

Musste auf ungewohnter Position spielen und überzeugte nicht.

Fand zu keinem Zeitpunkt in die Partie und konnte seine Stärken nicht ausspielen.

Den Fleiß kann man Voglsammer allerdings erneut nicht absprechen.

In der Rolle als Stürmer dann wieder mit ein wenig mehr Bindung zur Partie, wirklich gefährlich wurde es allerdings auch nicht mehr.

Die Partie gegen Düsseldorf hat wohl gezeigt, dass unser bester Torjäger im Sturmzentrum am besten aufgehoben ist.

 

Note: 4

 

Fabian Klos:

Auch Fabian Klos hing vollkommen in der Luft.

Harmonierte (noch) nicht mit Sporar und fand somit überhaupt nicht in die Partie.

Bis auf seine gute Vorlage zum eigentlich regulären Tor von Sporar, fiel der Stürmer nicht auf.

Beging zu häufig unnötige Foulspiele und gewann generell zu wenig Zweikämpfe.

Wenn dann auch noch die Torgefahr ausbleibt, dann kann man einem Stürmer keine gute Leistung attestieren.

 

Note: 5

 

Andraz Sporar:

Auch Sporar hing in der Luft.

Kam damit allerdings deutlich besser zurecht als seine Kollegen.

Hatte wohl die wenigsten Ballkontakte aller Feldspieler und war trotzdem zur Stelle, wenn nötig.

So traf er, wie erwähnt, gleich zweimal und unterstrich wiederholt seinen starken Torriecher.

Dass ihm ein eigentlich regulärer Treffer aberkannt wurde, ist bitter für den Slowenen.

Wenn er den Ball mal besaß, bewies er zudem eine gute Übersicht.

 

Note: 3

 

Christoph Hemlein:

Sollte eigentlich für gehörigen Schwung sorgen, blieb allerdings weitestgehend blass.

Innerhalb von 45 Minuten erwartet man von einem Joker schon mehr.

Immerhin, wenn er den Ball in aussichtsreicher Position erhielt, dann wusste er zumeist etwas damit anzufangen.

Den indirekten Freistoß darf man dann trotzdem ganz gerne versenken.

Zudem defensiv nicht ganz so bemüht, wie man es von ihm kennt.

 

Note: 4

 

Keanu Staude:

Auch das war zu wenig.

Spielte eine knappe halbe Stunde und hatte lediglich etwas mehr als 10 Ballkontakte.

Man vermisst im Moment ein wenig seine starken Tempodribblings, beziehungsweise seine Kreativität.

Auch ihm wurde ein reguläres Tor aberkannt.

Insgesamt allerdings auch hier zu wenig Schwung.

 

Note: 5

 

Nils Quaschner:

Kam direkt vor dem 0:2 und erwischte damit natürlich einen ungünstigen Zeitpunkt.

Innerhalb der knapp 15 Minuten ohne wirkliche Akzente.

 

Note: Ohne Bewertung

 

Euer Spieler des Spiels: Stefan Ortega!

 

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Start date 02-07-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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Wer ist Euer Spieler des Spiels gegen die Fortuna aus Düsseldorf?

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