1.Runde gegen Fortuna Düsseldorf [SdS Ortega]

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Spielerbewertungen DSC Arminia Bielefeld vs. Fortuna Düsseldorf

Die 1.Runde des DFB Pokals in der Saison 2017/18 ist für die Arminia gleichzeitig auch die letzte Runde.

Durch die 1:3 Niederlage (n.V) konnte man sich nicht für die 2.Runde qualifizieren.

Dabei ging man mit Selbstvertrauen in die Partie, mit sechs Punkten aus zwei Spielen im Gepäck konnte man sich keinesfalls hinter der Rolle des Underdogs verstecken.

Auch unsere Umfrage „Hammerwochen für den DSC“ bestätigt diese These, so gingen 77% aller Teilnehmer davon aus, dass die Arminia jeden Gegner schlagen kann, wenn die Alm „brennt“.

Dieses Umfrageergebnis würden wir jederzeit wieder unterschreiben, denn genau hier sehen wir die Krux der Partie, die Alm hat nicht „gebrannt“.

Die Stimmung kochte hier und da hoch, aber die Fans konnten nicht das volle Potenzial ausschöpfen.

Der Düsseldorfer Bebou würde sich über diese Aussage wohl wundern, so zog er schnell den Unmut des Publikums auf sich und wurde bei jedem Ballkontakt beherzt ausgepfiffen.

In diesen Momenten kam ein leichter „Alm-Roar“ auf, genau wie beim Wechselgesang gegen den DFB.

Ansonsten ließ die Stimmung eher zu wünschen übrig und erinnerte eher an eine reine 2.Liga Begegnung.

Vielleicht liegt die Bewertung auch nur an dem hohen Maßstab, welchen Spiele gegen Bremen, Gladbach und ganz besonders Wolfsburg in naher Vergangenheit gesetzt haben.

Diese fehlende Stimmung merkte man auch auf dem Rasen, der berühmt berüchtigte „Funken“ ist nicht übergesprungen.

Genau dieser Funken wäre in der Verlängerung wohl nötig gewesen, damit die Spieler über ihre Schmerzgrenze hinausgehen und nochmal 10-20% mehr geben können.

Aber zum Anfang zurück, das Spiel begann, im Vergleich zum Fürth Spiel, ohne Veränderung der Startelf und mit ordentlich Selbstbewusstsein.

So konnte die Arminia schnell ihr gewohntes Spiel aufziehen und durchaus überzeugen.

Die 1.Halbzeit gestaltete sich über die gesamte Strecke sehr abwechslungsreich, beide Mannschaften konnten quasi abwechselnd das Spiel dominieren, die Arminia hatte wohl ein leichtes Chancenplus.

Während eine Halbzeit die Karten oft neu mischt, tat sie in diesem Fall dem Spiel keinen Abbruch.

Beide Mannschaften kamen ohne Veränderung aus der Kabine und gestalteten das Spiel ähnlich wie in Halbzeit eins.

Den Treffer zum 1:0 durch Fabian Klos könnte man durchaus als verdient bezeichnen.

Leider bewegte genau dieser Treffer den gegnerischen Trainer, Friedhelm Funkel, zu einem Doppelwechsel, in dessen Zuge Rouwen Hennings das Spielfeld betrat.

Keine 10 Minuten später traf der eben benannte Stürmer, nach großzügigen Geschenk, zum 1:1 Ausgleichstreffer und leitete damit die Wende ein.

Eigentlich hatte der DSC die Partie, nach dem Führungstreffer, unter Kontrolle und vieles deutete auf einen Sieg hin.

Der Individuelle Fehler und der damit verbundene Ausgleich schien die Arminen allerdings hart getroffen zu haben.

So wäre der Satz „man zitterte sich in die Verlängerung“ sicherlich vermessen, doch von Minute zu Minute nahm der Druck von Düsseldorf zu, die Bielefelder hingegen konnten immer weniger entgegensetzen.

Die Verlängerung erreichte man bekanntermaßen trotzdem und bekam eine klassische Lehrstunde der Rheinländer.

Die Frage, ob es nun am fehlenden Funken lag, oder daran, dass die Düsseldorfer Bank schlichtweg mehr Qualität nachlegen konnte, bleibt hingegen offen.

Fest steht allerdings, dass die 1:3 Niederlage wohl noch als schmeichelhaft betitelt werden darf, wenn man sieht wie häufig unsere Nummer 1 bravourös parierte.

Insgesamt sollte das Spiel sicherlich gesondert betrachtet werden, da 120 Pokalminuten natürlich kräftezehrend sind, doch trotzdem muss die Frage erlaubt sein, warum die Düsseldorfer, in Sachen Fitness, dermaßen überlegen waren.

Gleichzeitig fiel eine gewisse Ideenlosigkeit in der Offensive auf, so spielte man ab der 99.Minute mit 5(!) reinen Offensivspielern und konnte sich trotzdem keine glasklare Torchance mehr erarbeiten.

Mit Sporar, Klos und Putaro hatte man zudem drei gelernte Mittelstürmer auf dem Platz, zwei von ihnen hätten in der Verlängerung zudem eigentlich Konditionsvorteile gegenüber den Defensivspielern von Düsseldorf haben sollen, so wurden sie erst spät bzw. in der Verlängerung eingewechselt.

Unserer Meinung nach sollte man den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken, der DFB-Pokal bleibt ein Bonus, wenn auch ein finanziell sehr wichtiger und das Hauptaugenmerk liegt auf der Liga.

Das Spiel bzw. die Verlängerung sollte allerdings die Sinne schärfen und noch einmal unterstreichen, dass das Hauptziel immer noch ein frühzeitiger Klassenerhalt ist und nicht eine Platzierung im Dunstkreis des Aufstiegs, trotz des überragenden Saisonstarts.

 

 

 

Stefan Ortega:

Eigentlich könnten wir uns die Begründung an dieser Stelle sparen, so wird es hier wohl kaum zwei Meinungen geben.

Der Abend begann für Ortega wie die letzten Ligaspiele, immer wieder wurde er in das Spiel eingebunden und konnte seine starke Spieleröffnung unter Beweis stellen, gleichzeitig wurde er nicht nennenswert geprüft.

Die erste richtige Prüfung war ein starker Freistoß der Düsseldorfer, welchen Ortega durchaus souverän parierte.

Dass dieser Freistoß nur ein Vorbote sein sollte, wusste zu dem Zeitpunkt wohl keiner.

Zwar war nicht alles Gold was glänzt, so zeigte Ortega im Laufe des Spiels einige Unkonzentriertheiten in der Spieleröffnung, sowie einzelne Abstimmungsprobleme mit den Vordermännern, allerdings ließ er dies in der Verlängerung vollkommen vergessen, indem er die Blauen unzählige Male vor einer Vorentscheidung bewahrte.

Solch eine Torhüterleistung haben wir persönlich auf der Alm lange nicht gesehen, weswegen wir nur eine Note geben können.

 

Note: 1

 

Florian Dick:

Obwohl Nils Teixeira einsatzbereit war, durfte Florian Dick, auch gegen die Fortuna, von Beginn an spielen.

In unseren Augen erledigte er seinen Job wieder einmal souverän.

So scheint es, als würde der Rechtsverteidiger wieder mehr Gefahr in seine Flanken bringen zu können.

Auch die Standarts versprühten einiges an Gefahr.

Gerade in Halbzeit konnte er auch defensiv auf sich aufmerksam machen, so rettete er nicht selten in brenzliger Situation und strahlte, wie gewohnt, eine enorme Ruhe aus.

Insgesamt ein sehr solider Auftritt der Nummer 23.

 

Note: 3

 

Julian Börner:

Der Kapitän begann die Partie sehr stark, gewann so gut wie jeden Zweikampf und setzte einige Akzente nach vorne.

Nahm sich dann allerdings durch ein blödes, wenn auch wichtiges, taktisches Foul selbst aus dem Spiel.

Die folgerichtige gelbe Karte (43.Minute) begleitete ihn nun also über drei Halbzeiten und schränkte ihn, in seinem Spiel, natürlich merklich ein.

In vielen Zweikämpfen konnte er nicht mehr mit 100% agieren, zudem schlichen sich einige Flüchtigkeitsfehler in sein Spiel.

In der Verlängerung dann als Stürmer eingesetzt.

Note: 3

 

Brian Behrendt:

Sein Spiel verlief genau anders herum.

Begann, in unseren Augen, leicht schläfrig und ungewohnt nachlässig im Stellungsspiel.

Steigerte sich dann allerdings über den Spielverlauf und übernahm immer mehr die Rolle des Abwehrchefs.

Konnte alleine zwei Mal das Durchbrechen eines Düsseldorfer Stürmers verhindern und diente als „Fels in der Brandung“.

Zudem immer wieder bemüht das Spiel mit langen Bällen einzuleiten, sowie mit Gewaltschüssen zu drehen.

Bei Behrendt fehlte es definitiv nicht an Leidenschaft und dass über die volle Distanz.

 

Note: 2

 

Florian Hartherz:

Hier scheiden sich die Geister.

Gerade in der 1.Halbzeit mit einer sehr couragierten Leistung.

Hatte mit Bebou sicherlich einen harten Brocken als Gegenspieler, doch konnten diesen überraschend gut im Zaum halten.

Auch seine 2.Halbzeit war durchaus ansprechend, gekrönt sicherlich durch die überragende Vorlage zum 1:0.

Baute dann allerdings von Minute zu Minute ab und wirkte in der Verlängerung stehend K.O.

So ergaben sich für Bebou einige Chancen, welche er zum Glück nicht nutzen konnte.

Wusste sich dann nur noch durch Fouls zu helfen.

Hätte sich eventuell seine Kräfte anders einteilen müssen, über 120 Minuten war er Bebou schlichtweg nicht gewachsen.

 

Note: 3

 

Manuel Prietl:

Business as usual.

Spielte die 1.Halbzeit gewohnt souverän, wenn auch unauffällig.

Die Unauffälligkeit konnte er in Halbzeit zwei ablegen und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken.

Gewohnt Zweikampfstark, zudem immer wieder der Antreiber im Mittelfeld.

Schien außerdem konditionell auf der Höhe.

In der Verlängerung musste er dann leider verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Durch die Auswechslung gab es sicherlich noch einmal einen Knick im Defensivspiel der Arminia.

 

Note: 2

 

 

Konstantin Kerschbaumer:

In Halbzeit eins sicherlich auf einer Höhe mit seinem Nebenmann.

Baute allerdings in der Folge zu viele Fehlpässe in sein Spiel ein.

Während Prietl das Spiel immer mehr an sich riss, konnte Kerschbaumer nicht mehr vollends überzeugen.

Mit dem Beginn der Verlängerung bekam sein Spiel dann den finalen Knick.

Leitete mit einem blöden Ballverlust, wenn auch nicht zu 100% selbst verschuldet, die Niederlage ein.

Baute dann, in unseren Augen, von Minute zu Minute ab und wirkte konditionell erschöpft.

War spätestens nach seiner Verletzung, welche er sich bei einem Ballverlust zu zog, kein Bestandteil mehr.

In unseren Augen einer der größten Verlierer dieser Verlängerung, das kann er sicherlich besser.

 

Note: 5

 

Christoph Hemlein:

Wir könnten hier eigentlich Woche für Woche den Text kopieren.

Wirkte gegen Düsseldorf überraschenderweise nicht ganz so bissig wie sonst, doch beackerte „seine“ rechte Seite gewohnt fleißig.

Zudem konnte er Offensiv einige Akzente setzen, vielleicht sogar mehr, als in den Vorwochen.

Hat momentan allerdings das Glück nicht gepachtet, weswegen wieder kein direkter Ertrag heraussprang.

Hatte in einer Situation auch Pech, als ein Fernschuss beinahe den Weg ins Tor fand.

Insgesamt solide, aber nicht überragend.

 

Note: 3

 

Keanu Staude:

Ein Spiel mit vielen Höhen, aber auch mit vielen unauffälligen Passagen des Eigengewächses.

Überzeugte erneut mit überragender Technik und hoher Kreativität.

Zudem sehr stark in der Rückwärtsbewegung, konnte, gerade in der regulären Spielzeit, in hohen Maße dazu beitragen, dass Bebou seine Qualitäten nicht vollends ausschöpfen konnte.

Man merkte ihm in der Verlängerung dann allerdings an, dass er, auch aufgrund des hohen Laufpensums, schlichtweg „platt war“.

Fehlenden Willen kann man ihm dabei keineswegs vorwerfen, so war er in der Verlängerung noch einer der Bemühtesten.

 

Note: 3

 

Fabian Klos:

Dieses Spiel erinnerte stark an den „alten“ Klos.

Bewegte sich wieder mehr als Stürmer und suchte häufig den Torabschluss.

Mit dem 1:0 Treffer bewies er erneut seinen überragenden Torriecher und war zur Stelle, als die Mannschaft ihn brauchte.

Konnte allerdings spielerisch nicht so überzeugen, wie noch gegen Regensburg oder Fürth und tauchte ungewohnt häufig ab.

In der Verlängerung immer bemüht und überraschend spritzig, doch leider nicht mehr entscheidend.

Von seinem Willen und seiner Einsatzbereitschaft können sich allerdings einige noch eine Scheibe abschneiden.

 

Note: 3

 

Andreas Voglsammer:

Das nennt man dann wohl „tragischer Held“.

Kann sich eigentlich wenig vorwerfen, agierte gewohnt laufstark und anspielbereit.

Leider allerdings auch wieder glücklos.

Ließ zwei sogenannte „100%-Chancen“ liegen und leitete mit seinem katastrophalen Rückpass die Wende ein.

Fraglich bleibt, was ihn dazu bewegt hat, da er schließlich keine fünf Minuten zuvor einen ähnlichen Rückpass produziert hatte, welcher wohl viele Fans kurz ins Stocken gebracht hat.

Vom reinen Spiel sicherlich eine passable Leistung, welche allerdings aufgrund des Spielentscheidenen Fehlers, sowie der zwei vergebenen Großchancen, geschwärzt wird.

 

Note: 5

 

Andraz Sporar:

Das war viel zu wenig.

Kam in der 74.Spielminute für Hemlein in die Partie und konnte keinen Effekt erzielen.

Zwar konnte er das ein oder andere ansehnliche Dribbling zeigen, doch ein Konditionsvorteil wurde nicht deutlich.

Zudem waren drei seiner Gegenspieler Gelbvorbelastet, hieraus konnte er ebenfalls keinen Vorteil schöpfen.

Vielleicht braucht er ein wenig mehr Spielpraxis oder Selbstvertrauen.

Konnte er gegen Regensburg das Spiel noch entscheiden, so schaffte er dieses Mal überhaupt keinen Joker-Effekt.

Note: 5

 

Patrick Weihrauch:

Bemüht.

Bemüht aber erfolgslos.

Brachte definitiv Schwung in die Partie und konnte diese beleben.

Allerdings in seinen Aktionen nicht effektiv genug, auch hier hat uns der Joker-Effekt gefehlt.

 

Note: 4

 

Nils Teixeira:

Enttäuschender Auftritt des Rechtsverteidigers.

Konnte, obwohl eingewechselt, keinen Schwung in die Partie bringen.

Zudem schwache bis gar keine Offensivaktionen.

Defensiv zudem mit einigen Problemen.

Hier ist erst gar kein Wechseleffekt entstanden.

Wir schieben dies allerdings erstmal auf die fehlende Spielpraxis.

 

Note: 5

 

Leandro Putaro:

Schwierig zu bewerten, da er in einer schwierigen Phase in die Partie kam.

Traf allerdings erneut zu häufig die falschen Entscheidungen und verlor dadurch zu häufig den Ball.

Zeigt, wie nach jeder Einwechslung seine gute Technik, verpasst allerdings immer wieder den passenden Zeitpunkt für den Pass.

Wirkt als Joker häufig zu übermotiviert.

In solch einer Form sicherlich keine Bereicherung für das Team, vielleicht braucht er aber auch einfach mal eine Partie von Beginn an, um sich über eine längere Distanz beweisen zu können.

Note: 5

 

Euer Spieler des Spiels: Stefan Ortega!

 

 

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Start date 07-02-2017 14:21:05
End date 01-01-2017 23:59:59
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