1.FC Union Berlin

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Liga-Prognose

Der Trend soll fortgesetzt werden…

 

Der 1.FC Union Berlin startet am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt bereits in seine neunte Saison in der 2. Bundesliga in Folge.
Besonders beeindruckend dabei ist aber, dass die „Eisernen“ seit ihrem Aufstieg 2009 in der Abschlusstabelle nie schlechter positioniert waren als auf dem 12. Platz.
Sie haben es also geschafft, sich jedes Mal vom Abstiegskampf fernzuhalten.
Im Gegenteil:
Sie setzten sich im oberen Mittelfeld fest und steigerten sich kontinuierlich
, Jahr für Jahr.
In der letzten Saison spielten die Berliner sogar lange Zeit um den Aufstieg mit, waren gar für einen Spieltag Tabellenführer.
Jedoch ging ihnen im wichtigen Saisonfinale die Luft aus und man konnte aus den letzten 10 Spielen nur noch magere 13 Pünktchen holen. Somit stand mit Platz vier aber immer noch die beste 2.Liga-Platzierung der Vereinsgeschichte.
Ist für Union in der neuen Saison wieder eine Platzierung oben drin
, oder landen die „Eisernen“ diese Saison vielleicht sogar den großen Wurf mit dem Aufstieg in die Bundesliga?
Ein kurzer Ausblick:

Union stellt in der kommenden Saison den Kader mit dem zweithöchsten „Transfermarkt.de-Marktwert (über 20 Mio. Euro) im Unterhaus.
Zum Vergleich: Das ist ungefähr so viel wie der Kaderwert von der Arminia und Regensburg zusammen.
Nur der finanzstärkere Bundesliga-Absteiger und gleichzeitig der erste Kontrahent aus Ingolstadt hat mit knapp 26 Mio. Euro noch einen deutlich höheren Marktwert.

Für den teuren Kader wurde bei den Berlinern dieses Jahr auch für ihre Verhältnisse viel Geld in die Hand genommen.
Bisher gab es insgesamt 10 Abgänge, bei denen es sich allerdings zum Großteil um Spieler mit wenig Einsatzzeiten handelt.
Dies war in den vergangenen Jahren anders.
So mussten die Unioner beispielsweise mit Sebastian Polter und Bobby Wood die jeweils erfolgreichsten Torschützen aus ihren Reihen ziehen lassen.
Doch jetzt wurde der Stamm der sehr gut funktionierenden Mannschaft zusammengehalten und auf die punktuellen Abgänge positionsgetreu reagiert.
Und inzwischen ist auch Polter wieder zurück.
Ein deutliches Statement in welche Richtung es gehen soll.

Der „Königstransfer“ unter bislang 11 Neuzugängen gelang mit dem offensiven Mittelspieler Akaki Gogia.
Der spielstarke 25-jährige kam für rund eine Millionen Euro von Dynamo Dresden und stellt damit den bisher drittteuersten Wechsel in der 2. Liga in dieser Transferperiode.
Neben Gogia wurde für die Offensive zudem der junge Marcel Hartel vom 1.FC Köln verpflichtet.
Mit Emmanuel Pogatetz und Roberto Puncec verließen Union zwei Innenverteidiger in ihre Heimat nach Österreich respektive Kroatien.
Die beiden Abgänge konnten allerdings adäquat ersetzt werden, denn auf dieser Position haben sich die Hauptstädter gleichzeitig mit zwei sehr erfahrenen Defensivspezialisten verstärkt.
So kamen der Österreicher Christoph Schösswendter von Rapid Wien und der Spanier Marc Torrejón vom SC Freiburg.

Aber auch neben dem Platz sind die „Eisernen“ hervorragend aufgestellt.
Denn Trainer Jens Keller, der sogar bereits Champions League-Erfahrung vorweisen kann, hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass er viel Qualität und Kompetenz mitbringt.
Auch er hat den Anspruch sich für höhere Aufgaben zu qualifizieren.
Er gibt sich zuversichtlich und betont, dass er sich in der nächsten Saison verbessern wolle.
Ein klares Bekenntnis also zum Ziel „Aufstieg“.

Auch abseits des Teams wird kräftig investiert.
So plant der Verein in Zukunft eine Erweiterung des Stadions auf 36.000 Plätze.
Man macht sich also langfristig bundesligareif.
Aber ganz behutsam und mit kontinuierlicher Arbeit im Hintergrund, wie es bei Union halt so ist.

An der altern Försterei sieht man dem Ligastart mit Selbstvertrauen und ordentlich Rückenwind aus der vergangenen Saison entgegen.
Man kommt mit Wucht aus der Saisonvorbereitung, in der man alle acht Testspiele mit einem Torverhältnis von insgesamt 45:5 gewann.
Darunter waren natürlich unterklassige Gegner vertreten, allerdings gelangen auch Prestigeerfolge gegen die englischen Klubs Birmingham City (1:0) und zuletzt Queens Park Rangers (2:1).
Auch unter den Fans ist die Euphorie und Vorfreude auf den Start riesig.
Der Dauerkartenverkauf wurde bereits Anfang Juli eingestellt, denn mit über 11.200 verkauften Saisonkarten (Vereinsrekord!)  waren in dem nur knapp 22000 Zuschauer fassenden Stadion schlichtweg keine weiteren Kapazitäten mehr zu stellen.
Die Mannschaft kann sich also auf den Rückhalt aus der Kurve verlassen.

Wohin der Weg für den Traditionsclub in dieser Saison gehen wird, zeigt sich womöglich schon in den ersten sechs Spielen.
Denn direkt zu Beginn wartet mit dem FC Ingolstadt der vermeintlich stärkste Konkurrent um den Aufstieg.
Am 3. Spieltag steht dann das schwere Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg an, ehe bereits am 6. Spieltag ein Heimspiel gegen den Mitfavoriten Eintracht Braunschweig folgt.
Auch auf Arminia wartet am 4. Spieltag ein frühes Auswärtsspiel beim 1. FC.

Anders als im vergangenen Jahr mit Hannover und Stuttgart, gibt es dieses Mal nicht die „Übermannschaften“, sondern es bildet sich eine breite Spitze mit vielen potenziellen Aufsteigern.
Bringt die Mannschaft die Leistungen aus der letzten Saison und der Vorbereitung wieder auf den Platz, ist die Aufstiegschance definitiv größer denn je.
Ein Aufstieg wäre die logische Folge jahrelanger, kontinuierlicher und akribischer Arbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.