1.FC Kaiserlautern

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Der Absturz soll gestoppt werden…

 

Lange her sind die glorreichen Zeiten der roten Teufel.
Wie sehr wünscht sich jeder Lautern Fan in die 90er Jahre zurück, in denen man zweimal Deutscher Meister und zweimal Pokalsieger wurde und zudem auch den Supercup holen konnte.
Doch diese Zeiten sind lange vorbei.
Seit 2006 spielte man nur noch zwei Jahre in der Bundesliga.
Nach dem Abstieg 2012 konnten sich die Fans allerdings berechtigte Hoffnungen machen wieder ins Oberhaus zu kommen, jedoch scheiterte man drei Jahre in Folge knapp am Aufstieg, einmal in der Relegation.
Seit 2015 ist ein klarer Abwärtstrend zu erkennen, welcher wohl auch schwer zu stoppen sein wird.
Denn mit ca. 13 Millionen Euro Schulden lassen sich keine großen Sprünge tätigen.
Dazu kommt noch, dass man in den letzten Jahren einen starken Zuschauer-Rückgang verzeichnen musste, was die Lage auch nicht wirklich verbessert.
Die Festung “Betzenberg“ ist am bröckeln.

Doch wie sieht es diese Saison aus?
Kann man sich dem Negativ-Strudel entreißen und endlich wieder aus dem Tabellenkeller heraus kommen?
Die Vorzeichen stehen gar nicht so schlecht.

 

Bisher mussten die roten Teufel 10 Abgänge verzeichnen, darunter auch einige Stammkräfte wie Julian Pollersbeck (TW),(wechselte für 3,5 Millionen Euro nach Hamburg) Tim Heubach (IV), Ziel noch unbekannt, Ewerton (IV), welcher von Sporting ausgeliehen war und jetzt nach Nürnberg wechselte, Sebastian Kerk (LA/RA), ausgeliehen vom SC Freiburg und jetzt ebenfalls  beim Club aus Nürnberg.
Kerk war zwar in der Hinrunde verletzt, zählte aber in der Rückserie zu den absoluten Stammspielern.
Zudem noch Marcel Gaus (LA), welcher mit fünf Toren und vier Vorlagen in 31 Spielen drittbester Schütze der Teufel war.

Dem entgegen stehen 19 Zugänge, wodurch der Kader ziemlich aufgebläht wurde.
Momentan zählt dieser 34 Spieler.

Im Tor holte man sich Marius Müller von RB Leipzig per Leihe für ein Jahr zurück.
Damit hat man in jedem Fall einen sicheren Rückhalt auf dieser Position und sollte dort keine Probleme bekommen.
Als Backup wurde Andre Weis vom FSV Frankfurt verpflichtet.

In der Abwehr verstärkte man sich mit Marcel Correia (IV) von Braunschweig, bei dem aber abzuwarten bleibt inwieweit er nach einer längeren Verletzungspause in Form kommt, aber auf dem Papier sicherlich eine echte Verstärkung.
Zudem holte man für die Innenverteidigung noch Giuliano Modica aus Dresden, wo er letzte Saison in 19 Partien für die Sachsen auflief, aber auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte.
Auf den Außenbahnen hat man sich mit Benjamin Kessel (RV,von Union Berlin gekommen), welcher bei Berlin aber letzte Saison aufgrund von Verletzungen kaum Spielpraxis sammelte und Leon Guwara (LV), geliehen von Werder Bremen, der letzte Saison 17 mal in der 1 Bundesliga auf dem Platz stand, verstärkt.

Auf der sechs konnte man mit Mads Albaek einen Spieler mit internationaler Erfahrung an Land ziehen.
Der Däne kann einiges an Erfahrung aufweisen, so auch 12 Spiele in der Europa-League-Quali und 2 Spiele in der Europa-League.
Ob er sich in Deutschland durchsetzen kann bleibt jedoch abzuwarten.
Im offensiven Mittelfeld holte man per Leihe Baris Atik aus Hoffenheim.
Er wird sich mit Daniel Halfar einem gestandenen Profi gegenüber sehen.

Auf den Flügeln verstärkten sich die Roten Teufel mit Brandon Borello (RA), welcher von Brisbane Roar auf den Betze wechselte, hier bleibt abzuwarten wie er sich in der neuen Liga zurechtfindet und Gervane Kastaneer (LA), kam von Den Haag aus den Niederlanden, wo er mit sechs Toren und  zwei Vorlagen in 16 Spielen zu überzeugen wusste, allerdings die letzten 14 Spiele wegen einer Augenverletzung verpasste.
Im Sturm verpflichtete man Lukas Spalvis von Sporting Lissabon, welcher jedoch letztes Jahr an CF Belenenses ausgeliehen war.
Seine beste Zeit hatte er bisher bei Aalborg BK, wo er in 33 Spielen 19 mal das Eckige traf und ein Tor vorbereiten konnte.

 

In den Testspielen konnte man gegen alle unterklassigen Vereine gewinnen.
So wurde eine Regionalauswahl mit 12:0, Wormatia Worms mit 5:0, VfR Kaiserslautern mit 8:0 und FK Pirmasens mit 7:1 geschlagen.
Gegen stärkere Gegner ging man jedoch als Verlierer vom Platz.
Jeweils mit 2:0 gegen Derby County (englischer 2. Ligist) und den FC Augsburg.

 

Kaiserslautern konnte in dieser Sommerpause wieder mal keine großen Sprünge auf dem Transfermarkt machen, so bleibt abzuwarten wie sich die neuen Spieler integrieren.
Allerdings hat man in den Testspielen wieder beobachten können, dass ein Problem aus der Vorsaison weiter bestehen bleibt, das Tore schießen.
Man konnte zwar gegen unterklassige Vereine zahlreiche Treffer vermelden, jedoch sind das keine Vereine, an denen man sich nicht messen sollte.
Gegen schwerere Gegner ist kein Treffer gelungen.
Letzte Saison schoss man gerade einmal 29 Tore.
Zweitschlechtester Wert nach Karlsruhe.
Wenn man diesen Wert nicht um einige Tore erhöhen kann, wird es eine sehr schwere Saison für die Teufel.
Es wird sich zeigen wie schnell sich die Neuzugänge einfinden, vor allem da einige von ihnen letzte Saison mit langen Verletzungspausen zu kämpfen hatten.
Unserer Meinung nach wird es nicht über der 12 Tabellenplatz hinausgehen und man muss aufpassen, dass es nicht noch weiter nach unten geht.

Eine ruhige Saison sieht anders aus.

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