1.FC Heidenheim

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Graue Mäuse können auch beißen…

Den 1.FC Heidenheim als solchen, gibt es erst seit 2007.

Damals löste sich die Fußballabteilung vom Verein Heidenheim SB ab und trat fortan als 1.FC Heidenheim auf.

Der Verein Heidenheim spielt erst seit 8 Jahren Profifußball, davon nun im vierten Jahr (infolge) zweitklassig.

Kurioserweise kennt man in Heidenheim das Thema Abstiegskampf nicht, weder in den fünf 3.Liga Saisons, noch in den drei 2.Liga Jahren.

Auch als vollkommener Neuling einer Liga wusste der Heidenheimer FC stets zu überzeugen und die Saison über jeglichen Erwartungshaltungen abzuschließen.

Gleichzeitig besitzt der FC Heidenheim eine enorme Konstanz, die Punkteausbeuten der letzten 3 Saisons lesen sich wie folgt: 46,45,46.

Jedes Jahr reichte es für eine ruhige Saison und einen Platz im Mittelfeld.

So wird der FC Heidenheim oft ein wenig vergessen und als graue Maus abgestempelt.

Weder ist man der klassische Abstiegskandidat, noch eine Mannschaft für den Aufstieg.

Die Rolle des Geheimfavoriten wird zwar ab und zu nach Heidenheim geschoben, doch geheim ist an ihnen eigentlich nichts mehr.

So arbeitet man unaufgeregt und kontinuierlich, um jedes Jahr einen Schritt weiter zu kommen.

Frank Schmidt ist nun 10 Jahre Trainer an der Brenz und verfolgt eine klare Philosophie, mit Platz 6 wurde in der Vorsaison zudem ein Vereinsrekord aufgestellt.

Wer nun in Heidenheim alle Hebel in Richtung Aufstieg gezogen sieht, der irrt sich.

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, so oder so ähnlich könnte das Konzept lauten.

Natürlich ist in Heidenheim auf lang- bzw. mittelfristige Sicht der Aufstieg das Ziel, doch ist man im Vergleich zu Bsp. Weise Kaiserslautern, Düsseldorf oder auch Bochum nicht dazu verdammt.

Weder vom finanziellen Aspekt, noch vom Umfeld.

Das macht den Verein sympathisch aber eventuell auch ein wenig uninteressant.

Generell ist in Heidenheim alles ein wenig familiärer, so tragen immer noch 6 Spieler der 3.Liga-Aufstiegself dasselbe Jersey. Mark Schnatterer ist zudem bereits seit 2008 im Verein, so erlebte er sogar noch Regionalliga-Zeiten.

Solch eine Zeit verbindet natürlich, so hat der absolute Leistungsträger bereits einige Offerten abblitzen lassen und schwört „seinem Verein“ immer wieder die Treue.

Zum familiären Bild passt auch die diesjährige Transferpolitik des Vereins. Erneut hat man versucht den Stamm der Mannschaft zu halten und lediglich punktuell zu verstärken.

Hierbei bleibt man erneut seiner Philosophie treu, junge Spieler zu verpflichten und diese dann an den Verein zu binden.

So will man kein typischer Ausbildungsverein sein, was auch größtenteils funktioniert.

Mit Maximilian Thiel, Marnon Busch und Robert Glatzel hat man drei Spieler verpflichtet, die im jungen Alter bereits über 2.Liga Erfahrung verfügen.

Maximilian Thiel gilt hier sicherlich als kleines Risiko, betrachtet man seine Verletzungsanfälligkeit, doch Robert Glatzel kann man durchaus als sinnvolle und gute Verpflichtung bezeichnen, während Busch einen starken Ergänzungsspieler darstellt.

Mit Kolja Pusch wurde zudem einer der Aufstiegshelden Regensburgs verpflichtet, der allerdings noch Zweitliga-Niveau nachweisen muss.

Den Top-Transfer bildet wohl trotzdem Nikola Dovedan, welcher in der letzten Saison unglaubliche 18 Scorerpunkte in der Österreichischen Bundesliga sammelte.

Die Abgänge muss man an sich gar nicht wirklich betrachten, sind es schließlich auch nur 4 an der Zahl.

Von diesen Abgängen waren 3 vollkommen einkalkuliert, da die Leihfrist abgelaufen war.

Der Abgang von Tim Kleindienst, welcher 10 Scorerpunkte sammelte, wird hier wohl am schwersten ins Gewicht fallen, könnte allerdings durch Dovendan und Glatzel aufgefangen werden.

Für die Position des Innenverteidigers wurde, trotz des Abgangs von Hauke Wahl, kein neuer Spieler verpflichtet, die wohl einzige Lücke in der Kaderplanung.

Spannend wird zudem die Personalie Marc Schnatterer.

Im Laufe der Saison wird der Kapitän 32 Jahre alt, wie lange er seine überragende Form noch halten kann ist dementsprechend fraglich.

Sollte Marc Schnatterer die sagenhaften 25 Torbeteiligungen der Vorsaison nicht bestätigen können und gleichzeitig Dovendan und Glatzel nicht wie gewünscht einschlagen, könnte der FCH ein Problem bekommen.

Trotzdem sieht die Prognose für Heidenheim eigentlich genauso aus, wie in den letzten 2 Jahren üblich.

An sich sind sie berechenbar und trotzdem anscheinend nicht zu knacken.

So wird es auch dieses Jahr sein, da die Mannschaft Intakt ist und mit Frank Schmidt einen echten Experten an der Seite stehen hat.

Für den ganz großen Wurf fehlt in unseren Augen allerdings die Qualität, so sollte am Ende wieder ein Platz im gesicherten Mittelfeld zu Buche stehen.

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